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PCB

Landschaft
Bild: SXC

Luft

Reguläre Luftuntersuchungen im Rahmen des Luftqualitätsüberwachungssystems (LUQS) des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW mittels Staubniederschlagsproben und der Exposition von Pflanzenkulturen an der LUQS-Station Dortmund-Eving ergaben die ersten Hinweise auf Anomalien bei den PCB-Gehalten. Die Ergebnisse können Sie im Download einsehen. Aufgrund dessen wurden zunächst weitere Untersuchungen durchgeführt, welche die Überprüfung der PCB-Konzentrationen in Nutzpflanzen angrenzender Kleingärten zum Inhalt hatten.

Ergebnisse der Graskultur-Untersuchungen

Seit Mai 2010 wurden, wie bereits im Jahr 2009, regelmäßig Graskulturen exponiert, mit dem Ziel heraus zu finden, wo im Bereich der potenziell möglichen PCB-Quellen im Dortmunder Hafen besonders relevante Anreicherungen von PCB freigesetzt werden.

Die Graskulturen wurden im 4-Wochen-Rhythmus zwischen Juli und September (2009) bzw. Mai – September (2010) exponiert. Anschließend erfolgte die Aufarbeitung der Proben. Diese Proben wurden auf PCB, Dioxine und Furane einschließlich dl-PCB analysiert.

Die Ergebnisse aus der Graskulturexposition zeigen, dass es insbesondere bei den Spitzenwerten zu deutlichen Abnahmen gegenüber dem Jahr 2009 gekommen ist. Auffällig ist speziell die PCBgesamt-Belastung in der Graskultur am Messpunkt 5. Da auch in 2009 die Anreicherung von PCB an diesem Messpunkt sehr hoch war, bestätigen die wiederholt hohen Ergebnisse, dass im westlichen Hafenbereich weitere Abwehungen von PCB-belasteten Flächen/Quellen vorliegen. Diese Ergebnisse entsprechen auch den Erkenntnissen aus den Staubniederschlagsmessungen.

Ergebnisse der Staubniederschlagsmessungen zur Ursachenfindung der PCB-Belastung

Messergebnisse für den Staubniederschlag aus Mai 2010 lassen gegenüber April 2010 erstmals deutliche Rückgänge der PCB-Werte an einer Reihe von Messpunkten erkennen. Dieser Trend setzte sich in der Messperiode Juni 2010 fort. Nachdem allerdings im Juli ein Anstieg in den Staubniederschlagskonzentrationen zu verzeichnen war, gehen die Konzentrationen im August dagegen wieder deutlich zurück. Sie liegen erstmals auf dem niedrigsten Niveau seit Beginn der Messungen. Dieses Niveau wird im September nochmals unterboten. Der rückläufige Trend setzt sich auch bis Januar fort. Im Bereich des immer wieder durch seine erhöhten Messwerte auffallenden Messpunktes 3 (Kanalhafen) wurde das Untersuchungsprogramm ab der 7. Messperiode (Oktober 2010) um 2 Messpunkte ergänzt (1 Messpunkt im Marxhafen, 1 Messpunkt direkt angrenzend an CDT). Der Verdacht zusätzlicher PCB-Quellen im westlichen Teil des Hafens wurde dadurch abschließend bestätigt. Die zusätzliche Einrichtung der zwei Messpunkte zeigt eindeutig, dass von der Firma Interseroh relevante PCB-Mengen freigesetzt werden, die im nahen Umfeld (Messpunkt 3) zu entsprechenden Einträgen führen. Im November sind erstmals an diesen beiden neuen Messpunkten die Werte wieder angestiegen. Betroffen von den Staubimmissionen ist jedoch nur ein kleines Gebiet, denn schon am Messpunkt 13, der sich lediglich ca. 150 m nördlich des Messpunktes 3 befindet, erreicht der PCB-Eintrag wieder übliches Niveau für das Hafengebiet. Die Belastungen im westlichen Bereich des Hafens sind aber bereits im Dezember wieder stark zurückgegangen. Am Container-Terminal wurden die niedrigsten Werte seit Beginn der Messungen festgestellt. Die erneuten Schwankungen im Januar an den Messpunkten 3 und 14 sind u.a. der Änderung der Windverteilung zu schulden.

Im Februar 2011 zeigt die Auswertung erstmals seit Beginn der Messungen wieder einen deutlichen Anstieg der Staubniederschlagsmesswerte. Diese Belastung liegt zwar noch immer im Bereich der üblichen Belastungen des Ruhrgebietes, jedoch müssen derartige Anstiege beobachtet und Ursachenforschung betrieben werden. Bislang sind die Ursachen für den Werteanstieg noch unklar. Neben den meteorologischen Schwankungen (Wind, Niederschlag, Temperaturen), sind diffuse Quellen anderer Schrottverwerter im Hafengebiet vorstellbar. Zur Klärung der Gründe für den Anstieg werden Minderungsmaßnahmen mit den betroffenen Firmen abgestimmt.

Die Auswertung der 12. Messperiode (März 2011) zeigt aber bereits einen Rückgang der PCB-Einträge an den hoch belasteten Messpunkten am Container Terminal und im Marxhafen, zu dem die meteorologischen Verhältnisse während des Messzeitraums nicht unwesentlich beigetragen haben, da die Winde überwiegend aus nord-östlichen Richtungen wehten. Dennoch liegen an den Messstellen 3 und 14 die PCB-Depositionseinträge auf deutlich höherem Niveau als an den übrigen Messstellen.

Das Messprogramm zur Ursachenfindung von PCB-Quellen ist mit der 12. Messperiode abgeschlossen. Die relevanten PCB-Quellen sind identifiziert. Das zukünftige Überwachungsprogramm im Dortmunder Hafen wird an den Messpunkten 3, 5 und 11 weitergeführt. Während der Zeit der Sanierungsarbeiten auf dem Envio-Gelände werden durchgehend weitere Überwachungsmessungen durchgeführt.

Ergebnisse des Überwachungsprogramm "Dioxine, Furane und PCB in der Deposition"

Nachdem die Ursachenfindung der PCB-Belastung im Dortmunder Hafen abgeschlossen ist, werden zur Überwachung an drei Stellen im Hafen weiterhin Staubniederschlagsmessungen durchgeführt. Es handelt sich dabei um die drei Messpunkte 3 (Containerterminal), Messpunkt 5 (Kleingartenanlage Hafenwiese) und Messpunkt 11 (Fredenbaumpark). Mit diesem Messprogramm kann zwischen emissions- und immissionsseitigen Messpunkten unterschieden werden. Die Ergebnisse können den Downloads entnommen werden. Es ist dabei bei den Abbildungen auf eine veränderte Darstellungsweise der Messergebnisse – andere Skalierung der Achsen – zu achten!

Mit der bis Februar 2012 abgeschlossenen Messperiode des Überwachungsprogramms ist eine einjährige Messphase vollendet. Die jetzt vorliegenden Mittelwerte der Messperioden vom 31.03.2012 bis 14.03.2011 (Staubniederschlagsmessungen, 1 Jahr) und vom 14.03.2011 bis 29.02.2012 (Überwachungsprogramm, 1 Jahr) zeigen für den Messpunkt 3 im Hafengebiet eine leicht gestiegene PCB-Belastung, während an den Messpunkten "Hafenwiese" und "Fredenbaumpark" die PCB-Belastungen rückläufig sind.

Ergebnisse der Luftkonzentrationsmessungen

Darüber hinaus werden für den Standort Hafenwiese Luftkonzentrationen gemessen. Die Messergebnisse der Luftschadstoffe zeigen mit einer Schwankung in den Monatsmesswerten seit Beginn der Messungen abnehmende Tendenz und liegen deutlich unterhalb der Zielwerte. Gemessene Konzentrationen an PCB, Dioxinen und Furanen sind im Vergleich in gleicher Größenordnung wie an Messstationen im übrigen Ruhrgebiet. Die Luftkonzentrationen der PCB am Messpunkt Hafenwiese und in Dortmund Eving sind zudem im November nahezu gleich. Es zeigt sich kaum noch ein Gradient zwischen dem östlichen Hafenbecken bis nach Dortmund-Eving. Der zu beobachtende leichte Anstieg in einigen der Messwerte von Dioxinen und Furanen von Dezember 2010 bis Juni 2011 ist – wie überall im Ruhrgebiet – jahreszeitlich bedingt. Insbesondere wirken hier meteorologische Einflüsse und die Emissionen aus Feuerungsanlagen ("Heizen im Winter") ein.

Die Schwankungen der PCB-Monatmittelwerte lassen sich keiner Quelle oder einem Einzelereignis zuordnen. Es handelt sich um übliche Schwankungen bei der Messung sehr niedriger Immissionskonzentrationen, die durch meteorologische Größen wie Temperatur, Wind, Windgeschwindigkeit, Windrichtung und meteorologische Mischungshöhen (Inversionswetterlagen) beeinflusst werden.

Mit den Messwerten der Luftkonzentrationsmessungen aus Juni 2011 ist ebenfalls ein einjähriger Messzeitraum beendet. Der am Messpunkt Hafenwiese gemittelte Messwert für PCBgesamt über 12 Monate von 1,7 ng/m³ liegt weit unterhalb näherungsweise herangezogener Vergleichsmaßstäbe. Die Luftkonzentrationsmessungen werden aufgrund der niedrigen Konzentrationen mit Vollendung des einjährigen Messzeitraumes zunächst beendet. Sobald die Sanierungsarbeiten auf dem Gelände der Fa. Envio beginnen, werden auch die Konzentrationsmessungen in der KGA Hafenwiese wieder aufgenommen.

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