Dortmund überrascht. Dich.
Mikroskop im Hintergrund, Pipette und grüne Blätter im Vordergrund

PCB Körne

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Amnarj

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Weiterführende Untersuchungen

Die festgestellten Messwerte am Löwenzahn sind lediglich ein Indikator dafür, dass es im Umfeld der Emissionsquelle lokal zu einer umweltrelevanten Schadstoffimmission gekommen ist. Ob die PCB-Immissionen gesundheitliche Auswirkungen haben können, lässt sich erst durch weitere Untersuchungen verlässlicher einschätzen. Bereits gesicherte Erkenntnisse zur Situation in Dortmund finden Sie hier.

Im Folgenden wird ein Überblick über konkret geplante und denkbare ergänzende Untersuchungen gegeben. Sie sollen es ermöglichen, die Wirkungspfade zu erfassen, über die die PCB-Emissionen auf das Betriebsumfeld und die Umwelt eingewirkt haben und noch einwirken. Vorrangiges Ziel der Untersuchungen muss es sein schnell und möglichst gesichert, Klarheit über die tatsächliche Gesundheitsrelevanz der Schadstoffimmissionen zu erhalten.

  • Untersuchungen an Grünkohl
    Das LANUV wird Container mit Grünkohlpflanzen als Bioindikatoren an insgesamt 6 Stellen im Umfeld platzieren. Die Festlegung der Messstellenstandorte erfolgt in den nächsten Wochen. Geplant ist die Aufstellung des Grünkohls in der Zeit von August bis November. Auf die Gartenbesitzer und -nutzer, auf deren Flächen ein solcher Container aufgestellt werden soll, wird das LANUV rechtzeitig zugehen. Das Landesamt rechnet damit, die Ergebnisse der Analysen und deren Bewertung im Frühjahr 2021 vorlegen zu können.
  • Untersuchungen des Staubniederschlags
    Das LANUV plant die Einrichtung einer Immissionsmessstelle (Staubniederschlagmessung). Der Zeitpunkt der Aufstellung und der geeignete Standort werden noch festgelegt.
  • Untersuchungen von Bodenproben
    Das städtische Umweltamt sieht Bodenuntersuchungen vor, die nach Möglichkeit im Juli/August des Jahres durchgeführt werden sollen. In Abstimmung mit den Experten des Landesumweltamtes wird ein Untersuchungskonzept erstellt, in dem die Probenahmestellen, die Beprobungstiefe und der Parameterumfang festgelegt werden.
  • Untersuchungen von Blutproben
    Das LANUV empfiehlt die Erkenntnisse abzuwarten, die aus dem für das Umfeld des silikonproduzierenden Betriebes in Ennepetal geplanten freiwilligen Humanbiomonitoring gewonnen werden. Die Blutuntersuchungen seien für den Herbst 2020 vorgesehen. In Abhängigkeit von den dort gewonnen Erkenntnissen und den Ergebnissen der geplanten Untersuchungen von Boden und Pflanzen (Grünkohl) könne eingeschätzt werden, ob Blutuntersuchungen auch in Dortmund den Bürger*innen angeboten werden sollten.
  • Durchführung von Luftmessungen
    Ob zur Überprüfung der Außenluftverhältnisse PCB- und Dioxin/Furan-Emissionsmessungen aussagekräftig und sinnvoll sind, wird derzeit vom LANUV geprüft.