Altes Stadthaus und Berswordthalle

Büro für Internationale Beziehungen

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): GPM Foto

Projektpartnerschaft mit der Stadt Pittsburgh, USA

Grafik zum Beitrag "Die Kraft der Städte"

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Erste Kontakte mit der Stadt Pittsburgh in den USA gab es schon vor über 20 Jahren. Bereits damals ist Dortmund auf die zweitgrößte Stadt in Pennsylvania aufmerksam geworden, da beide Städte eine vergleichbare Geschichte verbindet.

Dortmund und Pittsburgh waren in der Vergangenheit bedeutende Montanstandorte, die sich nach dem Rückbau der Kohle- und Stahlindustrien den Herausforderungen des Strukturwandels stellen mussten. Pittsburgh galt damals wie heute als eine der Modellstädte für erfolgreichen Strukturwandel, so dass Kooperationen auf verschiedenen Ebenen naheliegend waren. Der Fokus der Zusammenarbeit lag damals schon auf den Themen Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung.

Heute, über 20 Jahre später, ist der Kooperationsgedanke zwischen beiden Städten fest etabliert. Pittsburgh und Dortmund verbindet nun unter anderem die Verpflichtung, die 17 UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) umzusetzen. Pittsburgh war eine der initiierenden Städte in den USA, welche sich der Einhaltung der Ziele des Pariser Klimaabkommens weiterhin verpflichtet hat, obwohl die Regierung diesem im Jahr 2020 unter dem damaligen Präsidenten Trump ausgetreten ist.

Pittsburgh und Dortmund sind überzeugt, dass Städte eine wichtige Rolle bei der Erreichung der 17 SDGs spielen und Städte grundsätzlich stärker bei Entscheidungen auf nationaler und internationaler Ebene eingebunden werden sollten. Aus diesem Grund verfassten Oberbürgermeister Thomas Westphal und der mittlerweile ehemalige Bürgermeister aus Pittsburgh, Bill Peduto, einen Beitrag [pdf, 216 kB] , um auf die Stärke von Städten und die Notwendigkeit von gelebter Urban Diplomacy hinzuweisen.

Der Besuch einer Dortmunder Delegation in Pittsburgh im April 2018 hat der Kooperation neuen Schwung verliehen, so dass seitdem zahlreiche Gespräche geführt und Projekte in verschiedenen Themenfeldern durchgeführt wurden.

Neben einem Austausch der Schulverwaltungen, widmen sich die beiden Städte innovativen Themen, die zu der Gestaltung einer klimaneutralen Stadt beitragen, u.a. der kommunalen Anwendung von Wasserstoff, emissionsfreien Innenstädten sowie klimafreundlicher Ernährung.

Der Wunsch nach Wissensaustausch ist groß, so dass Oberbürgermeister Thomas Westphal und der amtierende Bürgermeister von Pittsburgh Edward Gainey am 09. September 2022 im Rahmen einer Videokonferenz bekräftigt haben, die Kooperation verstärkt fortzuführen. Dieser Wille wurde nun in einem sogenannten Memorandum of Understanding verschriftlicht und von beiden Stadtoberhäuptern unterzeichnet. Daraus geht hervor, dass die Zusammenarbeit zukünftig im Rahmen einer Innovations- und Klimapartnerschaft erfolgt. Im Fokus stehen dabei Austausche zu Klimatechnologien und Wirtschaftsthemen, Zusammenarbeit von Fachhochschule und Universität sowie wissenschaftlichen Einrichtungen und die Förderung und Vernetzung von innovativen Start-ups. Grundsätzlich sollen möglichst viele Verwaltungsbereiche in die Kooperation eingebunden werden.

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