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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Förder-Projekt

"House of Resources" unterstützt Dortmunder Migrantenvereine mit 40.000 Euro

Nachricht vom 02.03.2018

Migrantenvereine und integrativ wirkende Vereine und Verbände in Dortmund erhalten in diesem Jahr erneut finanzielle Unterstützung durch das "House of Resources". Im ersten Quartal werden 20.000 Euro an Migrantenorganisationen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen ausgeschüttet.

Jurymitglieder und Vertreter der mit Fördergeldern bedachten Migrantenorganisationen

Jurymitglieder und Vertreter der mit Fördergeldern bedachten Migrantenorganisationen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund / Gaye Suse Kromer

Das Geld dient dazu, wichtige Veranstaltungen und Projekte zu realisieren. Damit wird ein wesentlicher Beitrag für das Verstehen anderer Kulturen und das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft in unserer Stadt geleistet. Am Donnerstag, 1. März 2018, wurden die aktuellen Fördermittel an die Vertreter der Vereine "Arbeitskreis Gays Oriental", "KamerDo e.V.", "Internationales Frauencafé e.V.", "AfricanTide e.V.", "Train of Hope e.V." und "Chancengleich in Europa e.V." übergeben.

Mit dem aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern geförderten Projekt "House of Resources" hat der "Verbund sozial-kultureller Migrantenvereine Dortmund e.V." (VMDO e.V), als Dachverband von circa 60 Migrantenorganisationen, ein neues Konzept zur Förderung und Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements von Migrantenvereinen und Verbänden in Dortmund geschaffen.

Strukturen in Migrantenorganisationen stärken

Besonders am "House of Resources" ist, dass es keine pauschale Fördersumme gibt, sondern anlassbezogen und bedarfsgerecht konkrete Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. "House of Resources" trägt dazu bei, langfristig die Strukturen in Migrantenorganisationen zu stärken und weiter zu entwickeln. Im Rahmen des Projektes wird dabei eng mit MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund und anderen relevanten Einrichtungen der Stadt und der Stadtgesellschaft zusammengearbeitet.

Vereine, die sich gerade in der Planung für Veranstaltungen oder Projekte befinden und hierfür Ressourcen brauchen, oder im Hinblick auf den Aufbau einer Migrantenorganisation Unterstützung benötigen, können unbürokratisch einen Beratungstermin beim VMDO e.V. vereinbaren.

Über die Vergabe der Projektfördermittel entscheidet eine Jury unter Beteiligung von:

  • Levent Arslan, Stellvertretender Leiter des Dietrich-Keuning-Hauses
  • Oliver Hesse, Stadt Dortmund - MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund
  • Karola Jaschewski, Geschäftsführerin Freiwilligen Agentur Dortmund
  • Martin Kaiser, Geschäftsführer Städt. Seniorenheime Dortmund,
  • Jeyakumaran Kumarasamy, Vorstandsvorsitzender VMDO e.V.
  • Helga Piepenbrink, Koordinatorin Dortmunder Weiterbildungsforum e.V.
  • Stephan Straub, Volkshochschule Dortmund
  • Aysun Tekin, Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Dortmund

Vereine schaffen Brücken zwischen Kulturen und helfen Geflüchteten

Gefördert wird u.a. das Projekt "Home" des Vereins "KamerDo e.V." Ziel ist es, Flucht- und Migrationserfahrungen zu dokumentieren, und künstlerisch darzustellen, wie Flucht und Migration Menschen verändern. Hierfür arbeiten unterschiedliche Vereine in Dortmund zusammen. Die Förderung von Kooperationen ist ein wichtiger Aspekt des "House of Resources", um Begegnungen und gemeinsames Arbeiten nachhaltig zu stärken. Allein für dieses Projekt stellt das "House of Resources" über 4.500 Euro zur Verfügung.

"AfricanTide e.V." erhält 3.200 Euro zur Durchführung mehrerer Veranstaltungen bzw. Workshops im Bereich Medien zum Weltfrauentag.

3.500 Euro gehen an den Verein "Internationales Frauencafé e.V." zur Ausrichtung eines interkulturellen Newroz-Festes (Kurdisches Neujahrsfest) im Haus der Vielfalt. Unter Beteiligung mehrerer Vereine wie zum Beispiel dem "Tamilischen Kulturverein" und dem "Pontischen Verein Xeniteas e.V." wird eine Brücke zwischen den unterschiedlichsten Kulturen geschlagen.

Der "Arbeitskreis Gays Oriental" wird in seiner wertvollen Arbeit für LGBT-Menschen, die oft nicht nur vor Krieg und Verfolgung, sondern auch wegen ihrer sexuellen Orientierung aus den Heimatländern geflohen sind, mit 3.400 Euro unterstützt.

In Zusammenarbeit mit der Therapeutin Zainab Lax wird der Verein "Train of Hope e.V." unter Mitwirkung des Landesmusikrats NRW ein transkulturelles Musikprojekt durchführen. Das Projekt soll helfen, Traumata der Geflüchteten abzubauen und Kontakte zu Einheimischen herzustellen, um somit auch die Integration zu verbessern. "House of Resources" unterstützt das Projekt mit über 3.700 Euro.

"Chancengleich in Europa e.V." erhält rund 1.700 Euro, um geflüchteten Frauen mit Kindern den Besuch eines Konversationskurses zu ermöglichen. "House of Resources" übernimmt die Kosten für die Kinderbetreuung. Die Kinder lernen spielerisch und ganz nebenbei die deutsche Sprache kennen.

Zum Thema

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie im Internet.

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