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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

"lokal willkommen"

Drittes Büro des Integrationsnetzwerks eröffnet in Hörde und Hombruch

Nachricht vom 12.03.2018

Ein Willkommen-Team wird Flüchtlinge auch in Hörde und Hombruch künftig dabei unterstützen, sich nach dem Auszug aus den Übergangseinrichtungen in eine Wohnung im Stadtteil zu integrieren. Das "lokal willkommen" eröffnete am Freitag, 9. März, am Schildplatz 7 in Hörde.

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Freuen sich über die Eröffnung: v.l.n.r. Jörg Loose, Renate Riesel, Anke Weiermann, Zeliha Karakus, Sozialdezernentin Birgit Zoerner, Andreas Schmitz-Grender, Ulrich Piechota, Nahid Farshi

Das Büro ist zugleich eine Anlaufstelle für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder ihre Anregungen und Wünsche rund um das Thema "Integration" mitteilen möchten. Mit unter das Dach von "lokal willkommen" zieht die neue Aktionsraumbeauftragte für den Aktionsraum Hörde, Frau Anke Weiermann.

Mit der Eröffnung des dritten Standorts nimmt das Erfolgsmodell "lokal willkommen" seine Fortsetzung: Im Oktober 2016 war das Pilotprojekt in einem Ladenlokal am Brackeler Hellweg gestartet, vor einem Monat eröffnete ein zweites für Mengede und Huckarde. Ziel ist die Förderung der Integration von Flüchtlingen direkt an ihrem Wohnort, dezentral und unkompliziert. Die Mitarbeiter stehen Flüchtlingen, die im Stadtbezirk eine eigene Wohnung bezogen haben, bei Problemen und Fragen im Alltag mit Rat und Tat zur Seite. Daneben knüpfen sie ein Netzwerk aus haupt- und ehrenamtlich Tätigen, wobei sie die bereits vorhandenen Unterstützungsstrukturen nutzen, aber auch Integrationshemmnisse identifizieren und auszuräumen versuchen.

"Integration ist kein Selbstläufer"

"Integration findet vor Ort in den Wohngebieten statt. Der Übergang in die eigene Wohnung ist dabei ein Meilenstein – aber Integration ist kein Selbstläufer. Sie muss organisiert und begleitet werden", so Sozialdezernentin Birgit Zoerner bei der Eröffnung des ersten Standortes in Brackel. Das Pilotprojekt wurde von Anfang an sehr gut angenommen – von Flüchtlingen, Netzwerkpartnern und Ehrenamtlichen ebenso wie von Medien, Politik und Fachöffentlichkeit. Es erfuhr sogar überregionale Beachtung und wurde ausgezeichnet. Der Rat der Stadt Dortmund stufte es bereits vor Abschluss der Pilotphase als so erfolgreich ein, dass er die Eröffnung weiterer Standorte beschloss.

Nach Vorbild der Seniorenbüros ist auch das "lokal willkommen"-Büro paritätisch besetzt mit je einem Mitarbeiter der Stadt Dortmund und eines Wohlfahrtsverbands, in diesem Fall der AWO Dortmund.

Sprechstunden, Willkommens-Hausbesuche, Runde Tische, Netzwerke knüpfen – dies sind die Arbeitsfelder des neuen Teams. Es ist Ansprechpartner für Flüchtlinge, aber auch für interessierte Bürger. Auch in Hörde wird es in erster Linie darum gehen, Kooperationspartner in den Bezirken zu finden, die bei Themen wie Einschulung, Kindergartenplatz, Geburt, Arbeitssuche, Strom- und Gasvertrag, ÖPNV-Ticket etc. behilflich sein können. In den Sprechzeiten sollen die Fragen der Menschen so weit wie möglich geklärt oder an die richtige Stelle weitervermittelt werden.

"Die AWO als Partner der Stadt bringt bei 'lokal willkommen' langjährige Erfahrungen im Bereich Vernetzung von haupt- und ehrenamtlich Engagierten ein", so die AWO-Vorsitzende Gerda Kieninger, "unser Hauptanliegen ist es dabei, vielfältige Unterstützungsangebote für eine Hilfe zur Selbsthilfe zu schaffen."

Aktionsraum Soziale Stadt

Mit unter das Dach von "lokal willkommen" zieht die neue Aktionsraumbeauftragte für den Aktionsraum Hörde, Anke Weiermann. Die Bürogemeinschaft ist ein Signal der Stadt Dortmund für das Zusammenwirken städtischer Organisationen, um den sozialen Zusammenhalt in den Stadtbezirken zu fördern.

Seit 2008 organisiert Dortmund im "Aktionsplan Soziale Stadt" Rahmenbedingungen, um vor allem in 13 definierten Aktionsräumen die Teilhabe zu fördern. Die Soziale Stadt Dortmund ist Querschnittsaufgabe aller Politik- und Verwaltungsbereiche. Ziel ist eine solidarische Stadt, in der die Menschen den sozialen Zusammenhalt in ihren Wohnquartieren mitgestalten und stärken. Im Vordergrund stehen daher Angebote wie Quartiersmanagement, die Organisation von Nachbarschaftstreffen und die Unterstützung von Projekten der Bewohnerinnen und Bewohner.

In den Aktionsräumen sind die Sozialdaten unter dem städtischen Durchschnitt. Deshalb werden in den Aktionsräumen Aktivitäten des Jobcenters, des Sozialamtes und der Wirtschaftsförderung (lokale und ethnische Ökonomie) gebündelt, um diese Situation zu verbessern.

Für die 13 Aktionsräume wurden hauptamtliche Aktionsraumbeauftragte benannt. Gemeinsam mit den dort wohnenden Menschen, der lokalen Politik, den Kirchen, Verbänden und Institutionen und allen Dezernaten erarbeiten sie konkrete Maßnahmen. Dabei stehen nicht die Defizite, sondern die Chancen der Sozialräume im Vordergrund.

Die Aktionsraumbeauftragte in Hörde ist Ansprechpartnerin für alle Akteure vor Ort, entwickelt und begleitet Projekte, vernetzt sich in Arbeitskreisen, Foren und runden Tischen, begleitet Ehrenamtliche etc.

Zum Thema

"lokal willkommen" finden Sie am Schildplatz 7 in 44263 Dortmund, Telefon: (0231) 50-11138 oder -11139.

Die Sprechzeiten sind Montag und Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr, Dienstag von 13:00 bis 16:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung. Mittwoch ist das Büro geschlossen.

Die Aktionsraumbeauftragte Hörde ist Anke Weiermann (Telefon: (0231) 50-27316, oder per E-Mail)

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