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Bild: Jesús González Rebordinos

Preisverleihung

Innenministerium zeichnet Netzwerk "lokal willkommen" für Integrationsarbeit aus

Nachricht vom 03.07.2018

Das Dortmunder Integrationsnetzwerk "lokal willkommen" wurde erneut ausgezeichnet: Am Montag, 2. Juli, erhielt die Stadt Dortmund eine Urkunde im Bundeswettbewerb "Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten".

Ausgezeichnet: Integrationsnetzwerk „lokal willkommen“ erhielt Preis des Innenministeriums – Verleihung in Berlin

(v.l.): Staatssekretär Dr. Markus Kerber, Rebecca Dettling (Caritasverband Dortmund), Nahid Farshi und Ulrich Piechota (Stadt Dortmund)
Bild: BMI

Verbunden mit der Auszeichnung ist ein Geldpreis von 25.000 Euro. Die Auszeichnung wurde verliehen vom Bundesinnenministerium in der Kategorie "Hervorragende strategische Aktivitäten". Dortmund ist eine von vier Städten, die bei insgesamt 44 Bewerbungen aus kreisfreien Städten ausgezeichnet wurden.

Das Innenministerium würdigt in seiner Begründung ausdrücklich den "tragfähigen konzeptionellen Ansatz, der sich sowohl in der Ausgangsanalyse und der Zieldefinition als auch in der Einbindung in die grundlegenden Integrationsziele der Stadt widerspiegelt". Insgesamt, hieß es, überzeuge das Projekt "durch seine konzeptionellen Stärken und die quartiersbezogene Netzwerk- und Integrationsarbeit. Es bietet sowohl den Zugewanderten als auch der lokalen Bevölkerung einen wohnortnahen und niedrigschwelligen Anlaufpunkt, vernetzt Akteure und Angebote und unterstützt dabei, Angebotslücken zu identifizieren und zu schließen. Die Partnerschaft von Kommune und Wohlfahrtsverband auf Augenhöhe ist beispielgebend. Die Perspektive, die die Stadt Dortmund mit diesem Projekt verbindet, ist aussichtsreich mit Blick auf eine langfristige Verstetigung."

Bereits im Jahr 2017 wurde Dortmund von der Staatskanzlei NRW als "Europaaktive Kommune in Nordrhein-Westfalen" mit einem Sonderpreis für "lokal willkommen" als ein besonderes Beispiel kommunaler Europa-Arbeit ausgezeichnet.

"Beide Auszeichnungen machen deutlich, dass sich die Stadt Dortmund den Herausforderungen der Zuwanderung gestellt und dabei eine Vorreiterrolle übernommen hat", sagt Sozialdezernentin Birgit Zoerner, und weiter: "Der Geldpreis wird in die weitere Arbeit von 'lokal willkommen' investiert."

Zum Thema

"lokal willkommen" war im Oktober 2016 als Pilotversuch in Dortmund-Brackel gestartet. Das Angebot, getragen von der Stadt und einem Wohlfahrtsverband, richtet sich an Flüchtlinge, die nach ihrem Auszug aus der Übergangseinrichtung in die eigene Wohnung vor unterschiedlichen Herausforderungen stehen. "lokal willkommen" bietet Begleitung bei Herausforderungen und Fragen im Alltag, unterstützt die Neu-Dortmunder beim Ankommen und koordiniert die Arbeit der Ehrenamtlichen vor Ort. Inzwischen gibt es weitere Standorte für Hörde/Hombruch sowie für Mengede/Huckarde.

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