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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Kulturfest

Afro Ruhr Festival feiert die Vielfalt der Kulturen im Dietrich-Keuning-Haus

Nachricht vom 18.06.2019

Das Afro Ruhr Festival geht in die zehnte Runde – und feiert vom 28. bis 30. Juni die afrikanischen Kulturen und die Diaspora. Das Programm im Dietrich-Keuning-Haus (DKH) ist so vielfältig und bunt wie der afrikanische Kontinent und bietet Unterhaltung und Information für alle Teilnehmer*innen.

Afro Ruhr Festival feiert die Vielfalt der Kulturen im Dietrich-Keuning-Haus

Traditionelle Tänze am DKH beim Afro Ruhr Festival 2017
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Stadt Dortmund

Dazu gehören eine bunte "Parade der Vielfalt", ein Afrika-Markt, Pop- und Reggae-Konzerte, ein buntes Kinder- und Jugendprogramm inklusive Fußballturnier, Tanz-Workshops, Lesungen und Diskussionen, Kunsthandwerk, afrikanisches Essen, viele Info-Stände und die lange Partynacht. Der Eintritt ist frei!

Internationale Woche

In Dortmund und Umgebung gehört das Afro Ruhr Festival mittlerweile zu den größten interkulturellen Events. Seit 2018 ist das Festival komplett kostenfrei, um Menschen aus allen Schichten und Kulturkreisen zu erreichen. Veranstalter sind der Verein "Africa Positive", das Dietrich-Keuning-Haus und das Kulturbüro Dortmund.

Für das DKH ist das Afro Ruhr Festival eines der größten und damit wichtigsten Events im Jahr. Im vergangenen Jahr lockte es rund 4.500 Besucher*innen an. "Diesmal ist das Festival eingebettet in die Internationale Woche , die ab 29. Juni in der Nordstadt stattfindet – dadurch erhoffen wir uns noch mehr Zulauf", sagt Levent Arslan, Direktor des DKH.

Motto "Vielfalt in Einheit"

Los geht es am Freitag, 28. Juni, mit einer "Parade der Vielfalt" unter dem Motto "Vielfalt in Einheit". Jeder kann mitmachen: Die bunte Prozession aus Vereinen, Künstler*innen und Privatpersonen startet um 16:00 Uhr am Friedensplatz und zieht von dort trommelnd und tanzend über den Hauptbahnhof bis zum Keuning-Haus: ein phantasievoller Walking Act für Respekt, gegenseitige Wertschätzung und Spaß.

"Das große Vorbild ist der 'Karneval der Kulturen' in Berlin", sagt Organisatorin Veye Tatah von "Africva Positive". Das Festival bringt die Menschen über Tanz, Musik und gutes Essen zusammen – gegen Vorurteile", fährt Tatah fort, "es geht um Kultur und Information: Wo haben die Menschen ihre kulturellen Wurzeln, warum haben sie Deutschland als Heimat gewählt?".

Afro Ruhr Partynight am Freitag

Auf der Konzertbühne steht an diesem Abend die Sängerin Aicha Kouyaté aus Siguiri in Oberguinea. Sie sang schon als Kind traditionelle Lieder der Malinké (Senegal, Mali, Guinea). Heute ist sie eine international bekannte Griot-Sängerin und vor allem in Westafrika sehr populär. Nach dem Konzertabend lädt die Afro Ruhr Partynight mit heißen Club-Sounds zum Tanzen und Feiern ein. Musik und Tanzgruppen aus Europa, Afrika, Lateinamerika sowie Asien treffen aufeinander und feiern gemeinsam.

Afrika-Markt

Am Samstag lädt der bunte Afrika-Markt zum Stöbern bereits ab 12:00 Uhr ein. Mit "Catalina Valencia and Baterimba Band" beginnt das Konzertprogramm am Samstag. Das kolumbianische Trio ist in diesem Sommer auf Tour durch Europa und präsentiert mit dem Projekt "Marices" eine rhythmische Reise, die vom Alltäglichen, der Liebe und der Sehnsucht erzählt – eine mitreißende Musik, die von bunten Charakteren und großen Emotionen gezeichnet ist.

Roughhouse aus Jamaika wird die Reggae-Fans zum Tanzen bringen. Das Highlight des Abends ist aber sicher Mr. Leo aus Kamerun. Er singt landestypische Lieder zwischen Afro-Pop, Reggae und R & B. Seine kraftvolle und reich strukturierte Stimme verzaubert Kameruner und Menschen in ganz Afrika.

Literatur und Politik

Informationsveranstaltungen und Literaturlesungen sind ein fester Bestandteil des Afro Ruhr Programmes. Diesmal geht es um die Beziehungen zwischen den afrikanischen und den europäischen Ländern. Geplant sind am Samstag von 16:30 bis 18:30 Uhr, drei Experten-Vorträge mit anschließender Podiumsdiskussion. Thema der Veranstaltung lautet: "Bald 60 Jahre Unabhängigkeit. Immer noch in den Fängen des Kolonialismus?" Erwartet werden etwa Vertreter*innen von "Attac" und vom "Netzwerk Steuergerechtigkeit".

Schriftstellerin Ellen Banda-Aaku aus Sambia, wohnhaft in Großbritannien, hat für ihr Buch "Imagine Africa 2060 – Geschichten zur Zukunft eines Kontinents" die Erzählung "Froschaugen" geschrieben, die sie am Sonntag auf dem Festival vorstellen wird. "Gerade die Literatur beschreibt auf ganz besondere Weise das Alltagsleben der 54 Länder des afrikanischen Kontinents", sagt Veye Tatah, und verweist darüber hinaus auf afrikanische Wurzeln, etwa in Lateinamerika oder der Karibik, die ebenfalls beim Festival vertreten sind.

Die 2009 gegründete Tanzgruppe "Etnia y Folclor" ist seit fünf Jahren fester Bestandteil der kulturellen Vielfalt des DKH. Die aus Bogota stammenden Künstlerinnen, Caroline Dueñas und Tochter María Schanda, integrieren in ihre Tänze das Erbe Afrikas, außerdem indianische und spanische Traditionen ihrer Heimat Kolumbien.

Sie feiern die Vielfalt der afrikanischen Kulturen: Patience Atanga Ngwecalar (Kinder- und Jugendförderung, links), Veye Tatah, Levent Arslan (3. und 4. von links), außerdem Etnia y Folclor (rechts)


Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Torsten Tullius

Familientag am Sonntag

Sonntag ist Familientag. Unter dem Motto "Spiel(t) mit uns!" lädt der Kinderbereich alle Kinder und Junggebliebenen zu einem abwechslungsreichen Kreativ-, Spiel- und Sportprogramm. Am Sonntag steht "The Griot Family Seck" aus Senegal auf der Konzertbühne – ein Projekt von Samory Seck, der mit seinen Geschwistern in einer Griot-Familie aufgewachsen ist. Seit ihrer Kindheit musizieren sie zusammen und nutzen Musik als Vermittler zwischen den Kulturen.

"Ziel des Festivals ist es, eine Plattform für Begegnungen zu schaffen", so Veye Tatah, "für alle Menschen mit Wurzeln in Afrika – und das ist eigentlich ja die ganze Menschheit."

Bilderstrecke: Afro Ruhr Festival 2018

Afro Ruhr Festival 2018 6 Bilder
Afrikanische Küche – hier aus Äthiopien – mundete den Besucherinnen und Besuchern des Festivals
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

Zum Thema

Das 10. Afro Ruhr Festival findet vom 28. bis 30. Juni im Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstr. 50-58, statt.
Eintritt und alle sind Programmpunkte frei.
Das komplette Programm finden Sie online.

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