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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Migration

Land NRW fördert Integrationsmanagement in Dortmund mit 1,6 Millionen Euro

Nachricht vom 23.03.2021

Das Land NRW fördert seit 2020 in den NRW-Kommunen und -Kreisen ein "Kommunales Integrationsmanagement" ("KIM"). Angebote und Leistungen der Integrationsarbeit innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung sollen so abgestimmt werden. Dortmund erhält 1,6 Millionen Euro für das Integrationsmanagement.

Oberbürgermeister Thomas Westphal berichtet in einer Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 23. März, zum Kommunalen Integrationsmanagement in Dortmund. Quelle: YouTube

Das Handlungskonzept Kommunales Integrationsmanagement versteht sich als ein integriertes Steuerungskonzept, mit dem es gelingen soll, die vielfältigen Angebote und Leistungen in der Integrationsarbeit innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung zu koordinieren und einheitlich auszurichten. Dazu braucht es einen strategischen Ansatz sowie Verwaltungs- und Netzwerkstrukturen vor Ort, die in der Lage sind, diese Ziele nachhaltig umzusetzen. Der Prozess ist nach Planung der Landesregierung langfristig ausgelegt. "Es ist eine sehr erfreuliche Nachricht, dass das Land uns hier unterstützt", sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal in einer Pressekonferenz des Verwaltungsvorstandes am Dienstag, 23. März.

Ziele der Integrationsstrategie NRW

Die zentralen Ziele der nordrhein-westfälischen Integrationsstrategie bestehen darin, die Teilhabechancen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte und insbesondere von neuzugewanderten Menschen weiter zu verbessern, die staatlichen Institutionen und Strukturen zu öffnen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Dabei stehen Anpassungen, Ausbau und Vernetzung vorhandener (Regel)-Strukturen, zielgruppenspezifischere Ansprachen und Angebote sowie vor allem der verbesserte Zugang zu einem Fallmanagement und die Sicherstellung von lückenlosen Übergängen im Mittelpunkt. Damit sollen die unterschiedlichen und parallel auftretenden Lebenslagen und Herausforderungen (ausländerrechtliche Fragestellungen, gesellschaftliche und rechtliche Erstorientierung, Integration in Bildung und Arbeit, Wohnung und Gesundheit, etc.) der Geflüchteten und Neuzugewanderten, aber auch der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, die bereits länger hier leben, angemessen bewältigt werden.

Diese Ziele decken sich mit zahlreichen Strategien in der Dortmunder Verwaltung, insbesondere des "Masterplan Migration/Integration" (MIA-DO-KI) und der "Dortmunder Gesamtstrategie Neuzuwanderung". Weitere einzubeziehende Strategien sind "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" sowie "Gemeinsam klappt's", die aus der Landesinitiative "Einwanderung gestalten" hervorgegangen sind. Gleichzeitig wird eine strategische und inhaltliche Abstimmung, Kooperation und Einbeziehung aller Integrationsstrukturen und –partner*innen außerhalb der Verwaltung sichergestellt. Damit ermöglicht das "KIM" in Dortmund eine noch bedarfsgerechtere Ausrichtung und die Qualifizierung der bereits vorhandenen Strukturen und Strategien. "Wir wollen das Verständnis erhöhen, im Dialog bleiben, um Diskriminierung zu vermeiden", so OB Westphal.

Zuwendung von rund 1,6 Millionen Euro für Dortmund

Für die Gestaltung des Prozesses hat das Land mittlerweile drei Bausteine formuliert:

  • Implementierung eines strategischen Kommunalen Integrationsmanagements (strategischer Overhead) in den Kommunen/Kreisen mit einem Kommunalen Integrationszentrum
  • Fachbezogene Pauschale für Personalstellen, um ein rechtskreisübergreifendes individuelles Case Management/Fallmanagement für die operative Basis des "KIM" einzurichten
  • Fachbezogene Pauschale für zusätzliche Personalstellen in den Ausländer- und Einbürgerungsbehörden zur rechtlichen Verstetigung der Integration ausländischer Menschen mit besonderen Integrationsleistungen

Für die Förderjahre 2021 und 2022 sind für die Stadt Dortmund Zuwendungen in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro vorgesehen. Eine langfristige Förderung seitens der Landesregierung wird angestrebt, da das "KIM" ein wesentlicher Bestandteil der Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030 des Landes NRW ist.

Grundsätzlich sieht das Handlungskonzept der NRW-Integrationsstrategie vor, dass die örtlich erarbeiteten Konzepte prozesshaft fortentwickelt werden. Dabei orientiert sich die Umsetzung des "KIM" in Dortmund an den kommunalen Strukturen und den Zielsetzungen der städtischen Strategien – insbesondere des Masterplans Migration/Integration und der Gesamtstrategie Neuzuwanderung – und berücksichtigt dabei die Zieldimensionen der NRW-Teilhabe- und Integrationsstrategie 2030:

  • Erstintegration von Neuzugewanderten
  • Nachhaltige Integration in die Regelsysteme
  • Migrationsgesellschaft gestalten

Zum Thema

Weitere Informationen zum Thema Integration finden Sie online.

Dieser Beitrag befasst sich mit einem Sachverhalt im Kontext eines vom Rat beschlossenen Masterplanes der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.

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