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MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund

Bild: Alle Rechte vorbehalten pixelio / jutta rotter

Ethnischer Wirtschaftspreis zum dritten Mal vergeben

Bereits zum dritten Mal nach 2012 und 2014 hat die Stadt Dortmund am 15. Dezember den "Ethnischen Wirtschaftspreis" im Dortmunder Rathaus vergeben. Der 1. Preis ging an die Minister Stein Praxis - Dr. Hisham Hammad.

Verleihung des Ethnischen Wirtschaftspreises 2016

Auch in diesem Jahr wird der Preis gemeinsam von MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund sowie der Wirtschaftsförderung Dortmund vergeben.
Bild: Stadt Dortmund / Gaye Suse Kromer

Es sind Zahlen, die positiv überraschen. Die Zahl selbstständiger Unternehmerinnen und Unternehmer mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland ist, nach Angaben der Bertelsmann Stiftung, seit 2005 um ein Viertel auf 709.000 gestiegen. Rund zwei Millionen Menschen sind aufgrund dieses unternehmerischen Engagements in Arbeit, allein 300.000 davon in Nordrhein-Westfalen.

Bereits zum dritten Mal nach 2012 und 2014 vergibt die Stadt Dortmund deshalb in diesem Jahr den "Ethnischen Wirtschaftspreis". Der Preis wurde im Rahmen des gesamtstädtischen Integrationsprozesses "Masterplan Migration/Integration" ins Leben gerufen, richtet sich speziell an Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber mit Zuwanderungsgeschichte in Dortmund und ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

Ziel des Preises ist es, das wirtschaftliche Engagement gerade dieser Betriebe auszuzeichnen sowie ihre Rolle als Akteure der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes in den Vordergrund zu stellen, aber auch die mittlerweile sehr vielfältige Angebots- und Branchenstruktur. Denn auch das Profil von Migrantenunternehmen hat sich in den letzten Jahren verändert. Fast die Hälfte der Unternehmen ist im Dienstleistungsbereich, also außerhalb von Handel und Gastronomie, tätig. Jedes fünfte Unternehmen sogar in der Baubranche oder im verarbeitenden Gewerbe.

Auch Oberbürgermeister Ullrich Sierau betont die Bedeutung ethnischer Unternehmerinnen und Unternehmer für die Entwicklung der Stadt Dortmund: "Ethnische Ökonomie macht bei der Zahl der Dortmunder Unternehmen inzwischen einen Anteil von zirka 30 Prozent aus. Für eine internationale Stadt wie Dortmund ist das Thema Integration daher nicht nur von großer gesellschaftlicher und sozialer, sondern auch von wirtschaftlicher Relevanz."

Die positive Entwicklung, die in diesem Sektor seit einigen Jahren zu verzeichnen ist, soll mit der Verleihung des "Ethnischen Wirtschaftspreises" unterstrichen und damit das wirtschaftliche und gesellschaftliche Engagement dieser Betriebe gewürdigt und anerkannt werden. Wichtige Bewertungskriterien sind u.a. eine besondere Erwerbsgeschichte, die Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, das Engagement für die Beschäftigten, die Gesamtentwicklung des Betriebes sowie das ehrenamtliche Engagement im Standort.

Auch in diesem Jahr wird der Preis gemeinsam von MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund sowie der Wirtschaftsförderung Dortmund vergeben.

Zum Thema

Informationen zu den Preisträgern des Ethnischen Wirtschaftspreises 2016 unter