Friedensplatz altes Stadthaus

MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Integration

Stadt und Oberbürgermeister begrüßen neue Dortmunder*innen bei digitaler Einbürgerungsfeier

Nachricht vom 31.12.2021

Die Stadt Dortmund hat auch in diesem Jahr eine Einbürgerungsfeier für die im Vorjahr eingebürgerten Dortmunder*innen durchgeführt - durch die Pandemie leider nur digital. Oberbürgermeister Thomas Westphal und der Integrationsratsvorsitzende Marzouk Chargui hießen Menschen in ihrer neuen Staatsbürgerschaft willkommen.

Die Einbürgergungsfeier fand in diesem Jahr digital statt.

Die Einbürgergungsfeier fand in diesem Jahr digital statt.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Anja Kador

901 Personen wurden im vergangenen Jahr in Dortmund eingebürgert, darunter 135 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie 768 Erwachsene (377 Frauen, 390 Männer). Rund 40 Personen nahmen an dem Austausch teil.

Vielfältige Gründe für die Einbürgerung

Es gibt unterschiedlichste Gründe, die zu der Entscheidung führen, sich einbürgern zu lassen. Individuelle Entscheidungen vor dem Hintergrund der eigenen Biographie spielen genauso eine Rolle, wie die Gestaltung der eigenen Zukunft oder die der Familie. Auch Fluchterfahrung ist ein wichtiger Grund. Eine wesentliche Rolle spielt die rechtliche Gleichstellung, mit der man aktiv das gesellschaftliche, politische, wirtschaftliche und kulturelle Leben mitgestalten kann.

Aber Einbürgerung heißt nicht, die kulturellen Wurzeln, die Identität, Herkunft, Religion oder Kultur aufzugeben, sondern diese in das gesellschaftliche Leben unserer Stadt einzubringen und sie zu bereichern. Denn das Gesicht Dortmunds ist seit Jahrhunderten von Ein- und Zuwanderung geprägt. Dortmund ist eine vielfältige Stadt, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft in guter Nachbarschaft zusammenleben.

Oberbürgermeister Thomas Westphal: Viele Möglichkeiten durch den Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft

Oberbürgermeister Thomas Westphal beglückwünschte die Beteiligten zur Einbürgerung und betonte, dass sich mit dem Erlangen der deutschen Staatsbürgerschaft viele neue Möglichkeiten ergeben, was insbesondere die Mitwirkung an Wahlen, die politische Beteiligung und die rechtliche Teilhabe angeht: "Leider denken immer noch viele Menschen, dass sie als Individuum gesellschaftlich nicht viel ändern können. Aber SIE haben gesagt, dass es eben doch einen Unterschied macht. Es ist nicht egal, was wir tun. Jede Entscheidung ist relevant und Ihre Entscheidung für Dortmund ist relevant. Gerade in Pandemiezeiten ist das ein starkes Zeichen des Zusammenhalts unter guten Nachbarn. Dafür möchte ich mich bei Ihnen ausdrücklich bedanken."

Marzouk Chargui: Kulturelle Identität beibehalten

Der Vorsitzende des Integrationsrates Marzouk Chargui sagte in seiner Ansprache, dass die Menschen mit ihrer Einbürgerung zum Ausdruck bringen, dass Sie gerne in Deutschland leben und sich in Dortmund wohl fühlen. Er betonte, dass unsere Stadt sich auch deshalb so erfolgreich entwickelt hat, weil hier viele Menschen verschiedener Herkunft friedlich zusammenleben: "Ich möchte Ihnen allen sagen: Ich bin froh, dass Sie in unserer Stadt leben und dass Sie Dortmund durch Ihre Persönlichkeit und Ihre Lebensgeschichte bereichern und mitgestalten. Einbürgerung heißt nicht, die kulturellen Wurzeln aufzugeben. Ich bitte Sie, legen Sie Ihre kulturelle Identität nicht ab. Sie bereichert unsere Stadt unser Land enorm und wir profitieren alle von Ihrer Einbürgerung."

Austausch zu Heimat und Nachbarschaft

Beim anschließenden Austausch konnten die Gäste über ihre Gedanken zu den Themen Heimat, Nachbarschaft und Zusammenleben sprechen. Sie berichteten über ihre familiären und schulischen Biographien und ihre sehr persönlichen, bewussten und vielfältigen Beweggründe für eine Einbürgerung. Die Ausbildungs- und Berufssituation und damit verbunden die Notwendigkeit der Berücksichtigung von interkulturellen Kompetenzen vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels standen ebenfalls im Vordergrund. Positive und interessante Aspekte waren u.a., dass sich einige der Gäste sowohl ehrenamtlich, als auch beruflich im Bereich Integration engagieren.

Ergänzend dazu bestand die Möglichkeit, sich mit Stichworten auf zwei konkrete Fragestellungen digital zu beteiligen. Auf die Frage, was die Gäste mit Dortmund als Heimat verbinden, wurde u.a. mit den Stichworten BVB, Phoenix-See, Freiheit, Diversität, Akzeptanz, Zusammenhalt, Freunde und Familie geantwortet. Die Frage, was sie mit Dortmund als Stadt der Nachbarschaft und des Miteinanders verbinden, fielen u.a. die Stichworte Kreuzviertel, Verbundenheit, Westpark, Westfalenpark, Vielfalt, Gemeinschaft, Bergmann Kiosk und Nachbarn.

Orte, an denen sich die Menschen treffen. Nicht digital. Und so betonten alle Teilnehmenden zum Ende dieser gelungen, "hybriden" Veranstaltung die große Hoffnung, sich sehr bald auch mal persönlich zu begegnen, um den gemeinsamen Dialog und freundschaftlichen Austausch fortzusetzen.

Dieser Beitrag befasst sich mit Verwaltungsangelegenheiten der Stadt Dortmund. Dieser Hinweis erfolgt vor dem Hintergrund aktueller Rechtsprechung.