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Panaromabild der Stadt Rostow am Don

Städtepartnerschaften

Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Public Domain Wikimedia Commons

Rostow am Don, Russland

Am 4. Juli 1977 fasste der Rat der Stadt Dortmund den Beschluss zur Städtepartnerschaft mit Rostow am Don und am 23. Januar 1978 besiegelte die Stadt Rostow am Don in einer offiziellen Erklärung die freundschaftlichen Beziehungen zu Dortmund.

Wappen der Stadt Rostow am Don

Wappen von Rostow am Don

Die Idee zu einer Städtepartnerschaft entstand während der Auslandskulturtage 1973 in der Sowjetunion. Im Frühsommer 1974 bot der sowjetische Botschafter in Bonn, Valentin Falin, dem Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, Günter Samtlebe, offiziell die Städtepartnerschaft mit Rostow am Don an. Seither unterstützt die Stadt Dortmund die Bestrebungen ihrer Bürgerinnen und Bürger, der Vereine, Verbände, Kirchen, Schulen und Hochschulen sowie der Wirtschaft, Kontakte zu knüpfen und vorhandene Verbindungen zu vertiefen. Die Städtepartnerschaft mit Rostow am Don war schon in ihren Anfängen etwas Besonderes. Im persönlichen Kontakt konnten u. a. Schüler, Sportler und Künstler feststellen, dass die Kluft zwischen unterschiedlichen Systemen nicht unüberbrückbar war. Trotz ideologischer Gegensätzlichkeit waren zahlreiche freundschaftliche Begegnungen möglich.

Haus der Stadtverwaltung

Haus der Stadtverwaltung
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Wikimedia Commons / Вадим Анохин

Hilfsaktionen und intensive Wirtschaftskontakte

Eine starke Intensivierung der Beziehungen erfolgte 1990 als der "Eiserne Vorhang" fiel, Deutschland vereint wurde und Russland sich in einer humanitären Notlage befand. In einer groß angelegten Aktion halfen die Dortmunderinnen und Dortmunder den Rostowern über mehrere Jahre hinweg. Mit russischen Sondermaschinen und deutschen Lastwagen wurden Lebensmittel für Bedürftige, für Kinder- und Alteneinrichtungen, Fahrzeuge für Behinderte, medizinische Geräte und Medikamente an den Don gebracht. Klinische Einrichtungen wurden verbessert, Klinikpersonal qualifiziert, viele russische Patienten ärztlich und orthopädisch versorgt. Durch Finanzierung des Dortmunder Kreisverbandes des Roten Kreuzes wurden Ambulatorien in mehren Stadtbezirken eingerichtet.

Neben Aktivitäten im humanitären Bereich und im Kultur-, Jugend- und Sportaustausch wurden zwischen Rostow und Dortmund auch Wirtschaftskontakte aufgebaut. Die Industrie- und Handelskammern von Dortmund und Rostow sind seit 1992 partnerschaftlich miteinander verbunden. So bietet die IHK zu Dortmund spezifische Informationen, Beratungen und Aktivitäten mit dem Schwerpunkt Rostow an. Außerdem wurde im Rahmen dieser Kooperation im Juni 2005 ein "Deutsch-Russischer KMU-Finanzierungstag" in Rostow am Don durchgeführt. Firmen wurde die Möglichkeit gegeben, im Rahmen einer begleitenden Ausstellung ihre Produkte, Leistungen und Technologien zu präsentieren. Außerdem sollte eine Plattform für deutsch-südrussische Unternehmenskooperationen geschaffen werden.

Jazz in Dortmund für Kinderklinik in Rostow

Bereits seit 1994 findet im Dortmunder Rathaus einmal im Jahr eine Jazz-Party zugunsten krebskranker Kinder statt. Der Eintritt ist kostenlos, stattdessen bitten die Veranstalter um eine Spende für die Kinderkrebs-Station der Gebietskinderklinik in Rostow am Don. Die Jazzband "Pilspicker" hat den Event anlässlich ihres 25-jährigen Bandjubiläums aus der Taufe gehoben. Die Veranstaltung wird in jedem Jahr von engagierten Firmen mit Speisen und Getränken unterstützt. Außerdem helfen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses unentgeltlich mit, die Künstler treten ohne Gage auf. Auf diese Weise kommt der gesamte Verkaufserlös der Rostow-Hilfe zugute.