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Trabzon

Städtepartnerschaften

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Städtepartnerschaft mit Trabzon besiegelt

Am 02.06.2014 wurde die Städtepartnerschaft zwischen Trabzon und Dortmund besiegelt. OB Sierau und OB Dr. Orhan Fevzi Gümrükcüoglu unterzeichneten die Partnerschaftsurkunde.

Vertagsunterzeichnung Städtepartnerschaft mit Trabzon

v.l. 1. Reihe: Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Dr. Orhan Fevzi Gümrükcüoglu (OB Trabzon) 2.Reihe: BM Manfred Sauer, BM Birgit Jörder, Abdil Celil Öz (Gouverneur von Trabzon), Adem Sönmez (Vors. Integrationsrat),Generalkonsulin Sule Özkaya,
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Dortmund hat eine interkulturelle Stadtgesellschaft, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft leben, arbeiten und sich in das Stadtgeschehen einbringen. Die größte Gruppe unter ihnen sind die Menschen mit türkischer Zuwanderungsgeschichte. Sie macht 23,2 % (40.985 Personen) aller 176.778 Migrantinnen und Migranten in Dortmund aus. Ihre Zuwanderungsrealität und Rolle spiegelt sich am deutlichsten in allen gesellschaftlichen Ebenen wieder. Vor diesem Hintergrund ist nun die seit 2010 bestehende Projektpartnerschaft zwischen Dortmund und Trabzon in eine offizielle Städtepartnerschaft umgewandelt werden.

Seit Jahren intensive Kontakte zu Trabzon

Der damalige Ausländerbeirat, heute Integrationsrat, hatte sich bereits 2008 für die Projektpartnerschaft ausgesprochen und sich im Nachgang – unter Beteiligung zahlreicher Akteure innerhalb und außerhalb von Politik und Verwaltung – intensiv für die Begründung einer offiziellen Städtepartnerschaft eingesetzt. Entsprechend bestehen schon seit Jahren intensive Kontakte zu Trabzon, insbesondere was Kooperationen in den Handlungsfeldern Wirtschaft, Kultur, Sport, Jugend, Bildung und Wissenschaft angeht. Beispiele sind u.a. das ERASMUS-Austauschprogramm beider Technischen Universitäten, verschiedene Fachkräftebegegnungen im Bereich Jugend- und Sozialarbeit sowie die Durchführung einer Ausstellung im Rahmen des Türkischen Kulturfestivals „Merhaba Heimat!“. Auch der Austausch von Auszubildenden bzw. Durchführung von Praktika zwischen den Stadtverwaltungen bzw. Beteiligungsgesellschaften sowie die Initiierung von Schulpartnerschaften soll in der nächsten Zeit angestoßen werden.

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Die Felsenkirche bei Trabzon

Positiv für die künftige Entwicklung der Partnerschaft ist zu bewerten, dass sich bereits feste Arbeits- und Kommunikationsstrukturen, aber auch kollegiale Netzwerke gebildet haben, die vertrauensvoll miteinander arbeiten. Dies gilt auch für Einrichtungen und Institutionen außerhalb der Verwaltung. Hinzu kommt, dass beide Städte wichtige Gemeinsamkeiten aufweisen: Trabzon verfügt wie Dortmund über einen Hafen, einen Flughafen sowie eine international anerkannte Technische Universität. Fest verankert ist in beiden Städten die Leidenschaft für den Fußball: in Dortmund fiebert man mit dem BVB, in Trabzon mit dem ebenfalls international bekannten Club Trabzonspor. Diese und weitere Gemeinsamkeiten bieten zukünftig optimale Möglichkeiten für interessante, partnerschaftliche Projekte.

Städtepartnerschaft - Zeichen der Anerkennungs- und Willkommenskultur

Oberbürgermeister Ullrich Sierau: "Für eine Zuwanderungsstadt wie Dortmund sollte im Reigen der bisher sieben Partnerstädte (mit Zwickau acht) eine türkische Stadt nicht fehlen. In Dortmund leben sehr viele Menschen, die aus Trabzon oder der Region kommen und immer noch starke Bindungen dorthin haben. Eine Städtepartnerschaft ist daher auch ein besonderes Zeichen der Anerkennungs- und Willkommenskultur."

Geographisch liegt die türkische Küsten- und Hafenstadt Trabzon am östlichen Rand des Schwarzen Meeres. Die Gründung Trabzons reicht bis in das 7. Jahrhundert v. Chr. zurück. In der Geschichte hat die Stadt immer eine strategisch wichtige Rolle gespielt. Heute hat sie in der Türkei aufgrund ihrer Funktion als größte Stadt in der östlichen Schwarzmeerregion, als Hafenstadt und durch den Fußballclub Trabzonspor eine besondere Bedeutung. Die Bevölkerungszahl beträgt in der Provinz Trabzon rund 757.000 und in der Stadt Trabzon etwa 234.000.