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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Gedenkstunde Bittermark

Seit über 50 Jahren erinnert die Stadt Dortmund Karfreitag am Mahnmal in der Bittermark an die 280 Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. In diesem Jahr kamen rund 1.500 Menschen, um sich auch an die Opfer der menschenverachtenden Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds zu erinnern. Nach einer Schweigeminute und dem Gedenken in der Krypta sprachen zunächst Bürgermeisterin Birgit Jörder und Ernst Söder. Gamze Kubasik, Tochter des 2006 in seinem Kiosk erschossenen Mehmet Kubasik, hielt eine berührende Rede, die den Bogen von den Gräueltaten der NS-Schergen aus den 1930er und 1940er Jahren zu den zehn Mordopfern der Neonazis in den ersten Jahren dieses Jahrhunderts spannte.

Jugendliche aus verschiedenen Schulen gestalteten die Gedenkfeier mit. Sie hatten im vergangenen Jahr gemeinsam mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau Berlin und das Konzentrationslager Auschwitz besucht und sich im Anschluss an diese Reise bereit erklärt, fortan als „Botschafter der Erinnerung“ zu wirken.

Mit einem „Weg der Erinnerung“, der bis zum Mahnmal führt, erinnerten die Dortmunder Jugendlichen bei der diesjährigen Gedenkveranstaltung an die ermordete NS-Opfer. 15 Erinnerungstafeln waren auf dem Weg bis zur Bittermark aufgestellt, die Fotos der Gestapo-Opfer zeigten und Zitate bekannter Größen wiedergaben. Damit und durch eigene Beiträge während der Gedenkfeier sollten vor allem Jugendliche angesprochen und zu weiterer Beschäftigung mit dem Thema angeregt werden.

Insgesamt elf Botschafterinnen und Botschafter beteiligten sich stellvertretend für die Jugendfreizeitstätte Eving, die Brackeler Falken, die Droste-Hülshoff-Realschule, die Johann-Gutenberg-Realschule und das Bert-Brecht-Gymnasiums.