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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Gedenken an Opfer rechter Gewalt

Rund 300 Menschen trafen sich am Samstag. 28. März, am Park des Alten Ostwallmuseums, um gemeinsam mit einem Trauermarsch durch die Stadt den Opfern rechter Gewalt friedlich zu gedenken.

Veranstalter der Kundgebung war der Arbeitskreis Dortmund gegen Rechtsextremismus. Die Dortmunder DGB-Vorsitzende Jutta Reiter äußerte ihr Entsetzen über die Provokationen der Neonazis, die an diesem Tage zu Hunderten durch Dortmund marschierten: „Der Anlass heute ist nicht nur unerträglich, er ist unfassbar und unsäglich. Rechte feiern in unserer Stadt den Todestag eines Menschen, den ihresgleichen ermordet haben. Dass das in unserer Stadt stattfinden kann, ist unerträglich.“

Ulf Schlüter, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Dortmund, machte deutlich, das dies nicht der Tag sei, sich provozieren zu lassen: „Es ist der Tag des Gedenkens. Das Gedenken ist wichtiger als die Konfrontation mit hirnverbrannten Dummschädeln“, so Schlüter.

Symbolisch für die fünf Dortmunder Opfer rechter Gewalt - Thomas Schulz, Mehmet Kubasik, Thomas Goretzky, Yvonne Hachtkemper und Matthias Larisch von Woitowitz - trugen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Trauermarsches fünf schwarze Särge. Um den Menschen zu gedenken, die seit 1990 in der Bundesrepublik von Rechtsextremisten ermordet worden sind, hielten sie insgesamt 185 Schilder mit deren Namen hoch.

Die Trauerkette zog vom Alten Ostwallmuseum über den Heiligen Weg zum Stadewäldchen. Nach einer Zwischenkundgebung in Hörweite der Neonazis, die sich am Südbad versammelt hatten, setzte sich der friedliche Trauermarsch wieder in Bewegung Richtung Steinwache. Dort legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Gedenkstätte für die Opfer rechter Gewalt zum Abschluss der Kundgebung eine Gedenkminute ein.