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Blinder Mann steht vor einem Behindertenparkplatz

Portal für Menschen mit Behinderungen

Bild: aboutpixel / dietermann

Blindenampeln

Auf dem Dortmunder Stadtgebiet gibt es rd. 650 Verkehrssignalanlagen (Ampelanlagen). Über 300 von ihnen sind mit Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet. Sie sind in der unten zum Download angebotenen Liste aufgezählt.

Es wird unterschieden nach Kreuzungen/ Einmündungen (Nummern kleiner als 1000) und Fußgängersignalanlagen (Nummern ab 2000). Steht in der dritten Spalte der Tabelle ein "V", dann sind alle Überwege eines Straßenknotens mit Blindensignalen ausgerüstet. Die Kennung "T" weist dagegen darauf hin, dass an einer Kreuzung nur ein Teil der Überwege diese besondere Ausstattung hat. Soweit es die finanziellen Möglichkeiten erlauben, werden Jahr für Jahr weitere Signalanlagen mit Blindensignalen versehen.

An Lichtzeichenanlagen sind bei den Zusatzeinrichtungen für Blinde und Sehbehinderte zwei Signale zu unterscheiden: Es gibt ein akustisches Orientierungssignal (Tickgeräusch). Es erleichtert Blinden das Auffinden des Überweges und des Ampelmastes mit dem Signalgeber und hilft, während der Überquerung der Fahrbahn die Richtung zu behalten. Als zweites gibt es das Freigabesignal, das an einem vibrierenden Feld an der Unterseite des Tastergehäuses gefühlt werden kann.

Das Freigabesignal wird naturgemäß nur während der Fußgängergrünzeit geschaltet. Das Orientierungssignal dagegen soll ständig zu hören sein – unabhängig von Rot oder Grün an der Fußgängerampel. Würde es nur während des Rots für Fußgänger abgestrahlt, könnte man annehmen, es handle sich um die Verdeutlichung des Rotlichts für Blinde.

Dieser Irrtum könnte fatale Auswirkungen haben und zwar aus folgendem Grunde: Es ist zwar ohne weiteres möglich zu gewährleisten, dass ein akustisches Signal nicht ungewollt abgestrahlt wird. Umgekehrt ist es aber bisher technisch nicht möglich sicherzustellen, dass ein geschaltetes akustisches Signal auch tatsächlich hörbar abgestrahlt wird. Verließe sich also ein Fußgänger darauf, dass er am Überweg Grün hat, solange kein Ticken zu hören ist, wäre er in höchster Gefahr, wenn der Schallgeber gestört wäre.

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