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Bild: Jesús González Rebordinos

Klimaschutz

Dortmunder Dachmarke ausgezeichnet

Nachricht vom 18.11.2013

Die Stadt Dortmund gehört zu den Preisträgern des Bundeswettbewerbs "Kommunaler Klimaschutz 2013" und erhält 20.000 Euro Preisgeld für die Dachmarke "Klima ist heimspiel".

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Gabriele Wysgol, Klimaschutzmanagerin im Umweltamt der Stadt Dortmund freuen sich mit Jürgen Becker, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Cornelia Rösler, Deutsches Institut für Urbanistik und Detlef Raphael, Deutscher Städtetag über die Auszeichnung.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Gabriele Wysgol, Klimaschutzmanagerin im Umweltamt der Stadt Dortmund, freuen sich mit Jürgen Becker, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Cornelia Rösler, Deutsches Institut für Urbanistik und Detlef Raphael, Deutscher Städtetag, über die Auszeichnung (v.l.).
Bild: Service- und Komptenzzentrum Komm. Klimaschutz

Den Wettbewerb hat das Bundesumweltministerium in Kooperation mit dem Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz ausgeschrieben. Dortmund erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung und Einführung der Dachmarke "Klima ist heimspiel" mit der die vielfältigen Klimaschutzprojekte der Stadt sichtbar gemacht werden sollen.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau nahm den Preis am 18. November 2013 in Berlin entgegen. Das Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro ist in die Umsetzung weiterer Klimaschutzvorhaben zu investieren. Ullrich Sierau dazu: "Das Preisgeld werden wir den Dortmunderinnen und Dortmundern zugutekommen lassen. Es soll über das Dienstleistungszentrum Energieeffizienz und Klimaschutz in konkrete Projekte für erneuerbare Energien, Gebäudemodernisierung und Klimaschutz fließen."

Video: Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz Quelle: YouTube

Der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jürgen Becker, gratulierte den Preisträgern: "Kommunen, die Klimaschutzstrategien erarbeiten und in Klimaschutzmaßnahmen investieren, gestalten ein lebenswertes und zukunftsfähiges Umfeld für ihre Bürgerinnen und Bürger. Dies haben die neun Gewinnerkommunen, die wir heute auszeichnen, erkannt. Ihre innovativen und erfolgreichen Klimaschutzprojekte inspirieren uns und viele Kommunen zum Klimaschutz vor Ort".

Kreativer Weg zum erfolgreichen Slogan

Bis 2020 will Dortmund 40 Prozent CO2 gegenüber 1990 einsparen. Dazu beschloss der Stadtrat vor zwei Jahren das "Handlungsprogramm Klimaschutz 2020", das unter anderem auf zahlreiche Projekte unter Beteiligung von Dortmunder Klimaschutzakteuren und engagierten Bürgerinnen und Bürgern setzt. Um diese Aktivitäten sichtbar zu machen und ihre Wirkung zu stärken, setzte die Stadt auf die Entwicklung einer "Dortmunder Dachmarke" für den Klimaschutz.

Da eine Kreativagentur hierfür aus Kostengründen nicht in Frage kam, richtete die Stadt einen Studentenwettbewerb für den Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund aus. Letztendlich wählten die lokalen Klimaschutzakteure den Slogan durch ein Online-Voting aus. "Klima ist heimspiel" lautete das Siegermotto, da es das Anliegen perfekt widerspiegelt: Klimaschutz fängt zu Hause an und muss wie ein Fußballspiel im Team bestritten werden. Außerdem trifft das Thema Fußball den Nerv der Stadt.

Bei einem städtischen Aktionstag wurde die Dachmarke bekannt gemacht. 100 großformatige Plakatwände, die aufgrund einer kommunalen Wahl zur Verfügung standen, trugen im Vorfeld den bloßen Schriftzug "heimspiel" und den Hinweis "21.9.12 in der Dortmunder City". Das warf Fragen auf und regte zu Gesprächen an – denn Borussia Dortmund hatte spielfrei. Was es mit diesem "heimspiel" auf sich hatte, erfuhren die Dortmunder erst am Veranstaltungstag, an dem alle eingeladen waren, am "Klima-Korso – Klimaschutz zum Anfassen. Entdecken! Erfahren! Ausprobieren!" teilzunehmen. An diesem Tag plakatierte die Stadt neu: Diesmal mit dem vollständigen Titel "Klima ist heimspiel", um es in der gesamten Öffentlichkeit bekannt zu machen und das Rätsel zu lösen. An verschiedenen Stationen in der Innenstadt lockten ausgefallene Mitmachaktionen rund um den Klimaschutz. Dazu gehörten Beispiele zu klimafreundlicher Mobilität, wie Bambus-Fahrräder oder Pedelecs, Ideen zu erfolgreichem Großstadt-Gärtnern oder Informationen zu energieeffizientem Bauen und Sanieren. Auf der Homepage lockte "Klima ist heimspiel" neben vielen Informationen rund um die Kampagne mit einem Online-Spiel.

Fanerklärung fürs Klima

Mit dem Aktionstag begann auch die Bürger-Mitmach-Kampagne "Wir sind Klimafans", bei der sich Dortmunder für ein Jahr verpflichten können, einfache Maßnahmen zum Klimaschutz in ihrem persönlichen Umfeld durchzuführen – zum Beispiel "Ich benutze keinen Wäschetrockner" oder "Ich kaufe nur mit Mehrwegtaschen ein". Um das Rad nicht neu zu erfinden, bat die Stadt ihre "Karlsruher Kollegen" um Erlaubnis, die Texte der Aktion "ich mach Klima" übernehmen zu dürfen. So mussten nur einige lokal motivierte Änderungen vorgenommen und die grafische Aufmachung an das Dortmunder Logo angepasst werden, ansonsten sparte die Vorgehensweise viel Zeit und Geld.

Insgesamt konnte die Stadt die Kosten für die Aktion gering halten. Sie lagen hauptsächlich in der Produktion der verwendeten Werbemittel, die aus dem städtischen Budget finanziert wurden. Darüber hinaus wurde die Kampagne von einigen internen und externen Sponsoren unterstützt.

Beim Wettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2013", den das Bundesumweltministerium im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative gemeinsam mit dem beim Deutschen Institut für Urbanistik angesiedelten Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz durchgeführt hat, wurden insgesamt 138 Beiträge in drei unterschiedlichen Kategorien eingereicht. Die Stadt Dortmund hat sich mit dem Projekt "Dachmarke ‚Klima ist heimspiel‘" in der Kategorie "Kommunaler Klimaschutz zum Mitmachen" beworben. In dieser Kategorie gab es 47 Bewerber, aus denen drei Gewinner ausgewählt wurden.