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31.03.2015Mahnmal

Karfreitag: Gedenken in der Bittermark

Zum Gedenken an die Opfer der Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten lädt OB Sierau die Bürger Dortmunds zur Teilnahme an der traditionellen Veranstaltung am 3. April in der Bittermark ein.

Gedenkfeier in der Bittermark

Lupe: Klicken zum Vergrößern Die Rede auf der Gedenkveranstaltung im 70. Jahr des Endes des Zweiten Weltkriegs hält Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Jean Chaize, Präsident des Verbandes der französischen Zwangs- und Arbeitsdeportierten, spricht ein Grußwort.
Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Seit über fünf Jahrzehnten erinnert die Stadt Dortmund Karfreitag am Mahnmal in der Bittermark an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Kurz vor Kriegsende, um Ostern 1945, hatten im Rombergpark und in der Bittermark 280 Menschen den Tod gefunden.

Neun Jahre später fanden 194 von ihnen auf der Lichtung im Stadtforst ihre letzte Ruhestätte. An Karfreitag 1958 wurde die Leiche eines unbekannten Opfers stellvertretend für alle anderen Opfer in der Krypta des gerade fertig gestellten Mahnmals bestattet.

Vermächtnis bewahren

Oberbürgermeister Sierau freute sich, dass die Botschafterinnen und Botschafter der Erinnerung wie schon in den vergangenen Jahren eine große Rolle während der Gedenkveranstaltung übernehmen: "Die jungen Menschen füllen die Rolle aus, die andere aus Altersgründen nicht mehr wahrnehmen können", so der Oberbürgermeister: "Ich weiß, dass sich andere Städte so ein Engagement von jungen Menschen wünschen wie wir es hier in Dortmund haben."

Programm

Bereits um 14:30 Uhr wird im Vorfeld der Gedenkveranstaltung ein Korbiniansapfelbaum auf der Wiese vor dem Mahnmal gepflanzt. Die Apfelsorte "Korbiniansapfel" entstand 1944 im Konzentrationslager Dachau aus einer Sämlingsauslese des Häftlings und Pfarrers Korbinian Aigner. Die Pflanzung in der Bittermark ist die erste von weiteren Pflanzungen im Stadtgebiet, die in Zusammenhang mit Nazi-Verbrechen stehen.

Um 15:00 Uhr eröffnet der Posaunenchor aus Dortmund die Gedenkfeier, an der unter anderem auch Jean Chaize, Präsident des Verbandes der französischen Zwangs- und Arbeitsdeportierten, Michel Giacobbi (Französischer Generalkonsul), Vladimir Biatin, Stellv. Russischer Generalkonsul, und Rose-Marie Antoine, Leitende Direktorin des Französischen Nationalbüros "Ehemalige Kriegsteilnehmer und Kriegsopfer", Gerd Pieper, BVB-Vizepräsident, teilnehmen.

Untermalt wird die Veranstaltung vom Kinderchor der Chorakademie Dortmund sowie verschiedenen Interviews.

Sanierung des Mahnmals in der Bittermark

Lupe: Klicken zum Vergrößern Über 55 Jahre nach seiner Errichtung durch den Künstler Karel Niestrath in den Jahren 1954 bis 1959 wurde das Mahnmal in der Bittermark in den letzten Wochen saniert.
Bild: Stadt Dortmund

Sanierung des Mahnmals

Bereits im Mai 2014 hatte die Verwaltung sich für eine Sanierung ausgesprochen und zunächst eine Bestands- und Schadenaufnahme in Auftrag gegeben. In der Folge wurde im Juli 2014 der Restaurator und Kunsthistoriker Dr. Christoph Hellbrügge beauftragt, für das Mahnmal in der Bittermark ein Restaurierungskonzept zu erstellen. Die Begutachtung ergab, dass das Objekt zwar einen seinem Alter entsprechenden, jedoch keineswegs schlechten Erhaltungszustand aufweist. Nachdem die Finanzierung der Maßnahme sichergestellt werden konnte, erhielt Dr. Hellbrügge im November 2014 den Auftrag, das Restaurierungskonzept umzusetzen.

Zunächst wurde das gesamte Objekt mit Heißdampf gereinigt. Danach zeigten sich im Reliefbereich feine Moosanhaftungen, die mit einer Druckluftdüse entfernt wurden. Kalkaussinterungen wurden mit dem Mikrosandstrahlgerät soweit reduziert, dass mit Silikatretuschen ein Angleichen an die Umgebung möglich war. Im letzten Schritt schließlich wurden die hellen Fugenzonen durch Überlasierung mit Silikatfarben soweit an den Bestand angepasst, dass die optische Lesbarkeit des Reliefs nicht mehr durch die Zäsur der hellen Fugen unterbrochen wird.

Die Arbeiten sind inzwischen beendet und das Mahnmal stellt sich nunmehr - und damit rechtzeitig zum diesjährigen Karfreitags-Gedenken - in einem optisch und technisch einwandfreien Zustand dar.

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