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Bild: photocase.com / c-promo.de

24.04.2015Wir ALLE sind Dortmund

Kampagne wirbt für weltoffenes Dortmund

Mit der Kampagne "Wir ALLE sind Dortmund" setzen Stadt, evangelische und katholische Kirche, muslimische und jüdische Gemeinden in Dortmund einen deutlichen Kontrapunkt zu islamkritischen Bewegungen.

Aktuelle Informationen zur Kampagne

Diese Bewegungen bekommen wir zu oft in anderen Städten und über die menschenverachtenden, antisemitischen und islamfeindlichen Anfragen der Partei "Die Rechte" im Dortmunder Rat mit.

Zum Thema

Konferenz "Wir alle sind Dortmund – Vielfalt anerkennen und Zusammenhalt stärken" am Freitag 25.9.2015, 14.00 bis 16.30 Uhr, im Rathaus, Dortmund

Motiv: Wir ALLE sind Dortmund

Lupe: Klicken zum Vergrößern Neues Fenster: Dieses Bild in Originalgröße ansehen / herunterladen Die Plakate, Postkarten und Aufkleber zur Kampagne zeigen neben dem Leitspruch Symbole, die für die verschiedenen Religionen stehen. Das Motiv kann über den kleinen Pfeil rechts heruntergeladen werden.

Aufruf!

Wir alle sind Dortmund!
Terrorattentate und Gewaltdrohungen bedrohen uns. Hassparolen provozieren Unfrieden. Rassismus und Rassenwahn gibt es auch in Dortmund.
Es ist richtig: Wir sind ALLE verschieden und unser Zusammenleben ist nicht frei von Konflikten. Aber: Wir Dortmunderinnen und Dortmunder lassen uns nicht auseinanderdividieren! Wir treten gemeinsam ein für Respekt und Toleranz, für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, ein solidarisches Miteinander in einer offenen und pluralen Gesellschaft.
Ob Christen, Muslime, Juden oder ob wir einer anderen Religion oder Weltanschauung anhängen, unabhängig von Herkunft und kulturellem Hintergrund:

  • Wir stehen zusammen gegen Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und Antisemitismus!
  • Religionsgemeinschaften für Frieden und Dialog!
  • Dortmund bleibt weltoffen und tolerant!

Denn: wir alle sind Dortmund!

Möchten auch Sie die Kampagne unterstützen? Wenden Sie sich an MIA-DO-Kommunales Integrationszentrum Dortmund:

Inzwischen haben sich etwa 50 Organisationen und Einzelpersonen der Initiative angeschlossen und es werden täglich mehr. Mit Plakaten und Postkarten, Veranstaltungen und einer Internet-Plattform wollen die Initiatoren und die Mitzeichner gemeinsam das friedliche Zusammenleben in der Stadt über alle gesellschaftlichen und religiösen Unterschiede hinweg stärken. Das Friedenspotenzial der Religionsgemeinschaften ist dabei das starke verbindende Element. Die Akteure rufen Organisationen, Vereine und Verbände sowie Einzelpersonen weiter auf, sich als Mitunterzeichner an der Aktion zu beteiligen.

Nach einem Drohbrief gegen die Moschee in der Kielstraße fand auf Initiative von Adem Sönmez vom Rat der muslimischen Gemeinden im Februar 2015 ein erstes Treffen der Akteure statt, das in einen kontinuierlichen Beratungsprozess zu den negativen gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Monate mündete. Ziel war die Formulierung einer gemeinsamen Friedensbotschaft und die Verurteilung aller Vorgänge, die das Miteinander der Kulturen und Religionen auch in Dortmund belasten, angefangen bei den furchtbaren Ereignissen in Paris über die Greueltaten des IS und die Gefahren des Salafismus bis hin zu den unerträglichen antiislamischen Bewegungen in Deutschland.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau mit Vertretern der Religionsgemeinschaft, Polizeipräsident Lange und weiteren Unterzeichnern des Aufrufs auf dem Friedensplatz

Lupe: Klicken zum Vergrößern Gelungener Auftakt der Kampagne "Wir ALLE sind Dortmund!" auf dem Friedensplatz. Stadt Dortmund, die Evangelische und Katholische Kirche, der Rat der muslimischen Gemeinden und die Jüdische Kultusgemeinde hatten die Initiative zu dieser Kampagne ergriffen, um gegen Terror und Gewalt, Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und Antisemitusmus einzutreten.
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Oberbürgermeister Ullrich Sierau, der wie alle Beteiligten viele persönliche Gespräche zu dem Thema geführt hat, ist zuversichtlich, dass die Kampagne hilft: "Dortmund verfügt über verlässliche Netzwerke und Kooperationsstrukturen, gerade wenn es darum geht, rechtsextremistische, antiislamische und antisemitische Tendenzen zu bekämpfen und gemeinsam für Vielfalt, Toleranz und Demokratie einzutreten. Das zeigt sich auch daran, dass bereits sehr viele Einzelpersonen und Organisationen dieser Kampagne beigetreten sind. Wir werden gemeinsam zeigen, für was Dortmund und seine Bürgerinnen und Bürger wirklich stehen."

Superintendent Ulf Schlüter, Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, erläutert den Aufruf: "Es ist wichtig, dass die Gläubigen der verschiedenen Religionen gemeinsam auftreten, aber wir wollen auch die Menschen anderer Weltanschauung einbeziehen. Sie gehören einfach dazu."

Andreas Coersmeier, Propst der katholischen Stadtkirche, stellt fest: "Im Aufruf ist auch von Verschiedenheit die Rede, weil das die Realität ist. Wir wollen jetzt die Gemeinsamkeiten stärken, die ein friedliches Miteinander ermöglichen."

Zitat Wir werden gemeinsam zeigen, für was Dortmund und seine Bürgerinnen und Bürger wirklich stehen.  - Oberbürgermeister Sierau

Für die jüdische Gemeinde in Dortmund sei die Bedrohung sehr real, erklärt Rabbiner Avichai Apel: "Die Kampagne sehe ich auch als Zeichen der Solidarität gegen Antisemitismus. Das ermutigt uns."

Ahmad Aweimer, Vorsitzender der muslimischen Gemeinden in Dortmund, will die Gemeinsamkeiten hervorheben: "Wir Muslime sind in dieser Gesellschaft schon lange angekommen. Fanatiker egal von welcher Seite bringen uns nicht davon ab, einander mit Respekt und Toleranz zu begegnen."

Bilderstrecke: Kampagne "Wir ALLE sind Dortmund" beim Münsterstraßenfest

Am 13. Juni präsentierte sich die Kampagne "Wir ALLE sind Dortmund" beim Münsterstraßenfest. Interessierte Besucher konnten sich über die Kampageninhalte informieren, neue Unterstützer wurden gewonnen und natürlich konnten sich Interessierte auch mit Werbematerial eindecken.

Bild

 

Als Sprecher des Dialogpreises der Abrahams Religionen erläutert Pfarrer Friedrich Stiller den Fortgang der Kampagne: "Wir bitten alle Bürger und alle Einrichtungen, Geschäfte, Schulen, Gemeinden das Plakat sichtbar aufzuhängen – als öffentliches Signal, dass wir zusammenstehen. Am liebsten würde ich in jeder Strasse mindestens ein Plakat hängen sehen!“. Nach den Sommerferien sind Stiller zufolge zwei weitere Kampagnenbausteine geplant: eine besondere Aktion beim ‚Fußballturnier der Religionen’, das in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Diese Aktion soll die Vielfalt der Nationen sichtbar machen. Und eine Konferenz im Rathaus zum Thema ‚Verschiedenheit und Zusammenhalt’. Als Hauptreferent hat der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Präses a. D. Nikolaus Schneider bereits zugesagt.

Zum Thema

Die Plakate, Postkarten und Aufkleber zur Kampagne zeigen neben dem Leitspruch Symbole, die für die verschiedenen Religionen stehen. Die Druckwerke stehen in Auflagen zwischen 2.000 und 5.000 Stück ab sofort zur Verfügung und können an folgenden Stellen abgeholt oder angefordert werden:

  • Katholische Stadtkirche Dortmund, Propsteihof 10, 44137 Dortmund
  • Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Jägerstraße 5, 44145 Dortmund
  • MIA-Kommunales Integrationszentrum Dortmund, Friedensplatz 5, 44135 Dortmund
  • Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtscheider-Straße 8a, 44145 Dortmund
  • Selimiye Moschee Eving, Hessische Straße 1, 44339 Dortmund
  • Jüdische Kultusgemeinde, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund.

Weitere Abholstellen werden noch eingerichtet; Nachdrucke sind bereits geplant.

Die verschiedenen Motive stehen auch hier als Download zur Verfügung und können gerne genutzt werden.

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