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Bild: Jesús González Rebordinos

"Wir ALLE sind Dortmund"

Organisatoren freuen sich über Resonanz

Nachricht vom 18.06.2015

Das Projekt "Wir ALLE sind Dortmund" ist gut angelaufen und die Nachfrage nach Plakaten und Aufklebern recht groß. Über 100 Organisationen und Einzelpersonen haben sich der Kampagne "Wir ALLE sind Dortmund" inzwischen angeschlossen.

Viele Bürgerinnen und Bürger unterschrieben den Aufruf beim Münsterstraßenfest.

Viele Bürgerinnen und Bürger unterschrieben den Aufruf beim Münsterstraßenfest.

An vielen Orten im Stadtgebiet kann man die bunten Hinweise bereits sehen – in Fenstern von Wohnungen, Büros und Ladenlokalen, auf den Heckscheiben und Kofferraumklappen von Fahrzeugen und auch an Objekten, die dafür eigentlich nicht vorgesehen sind. Gleichwohl: die Organisatoren der Kampagne wünschen sich noch viel mehr Bürgerinnen und Bürger, Organisationen, Vereine und Verbände, die Flagge zeigen für Toleranz und Meinungsvielfalt, gegen jede Form von Rassismus, Antisemitismus, Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit.

Auch auf dem Münsterstraßenfest im Rahmen der Internationalen Woche 2015 am letzten Samstag haben viele Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Unterschrift ein Zeichen für ein internationales, interkulturelles und weltoffenes Dortmund gesetzt.

"Wir wollen zeigen, dass wir in Dortmund zusammen stehen, und dabei mitzumachen ist ganz leicht", rufen der Dialogkreis der Abrahams Religionen und die Stadt Dortmund auf. Eine E-Mail an das Kommunale Integrationszentrum Dortmund genügt, um sich in die Unterstützerliste zur Kampagne eintragen zu lassen. Auf der Internetseite erhält man weitere Informationen rund um die Kampagne.

Warum die Kampagne "Wir ALLE sind Dortmund"?

Nach einem Drohbrief gegen die Moschee in der Kielstraße wurde auf Initiative von Adem Sönmez im Februar 2015 ein Beratungsprozess zwischen der Stadt Dortmund und dem Dialogkreis der Abrahams Religionen (Evangelische und Katholische Kirche, Rat der muslimischen Gemeinden, Jüdische Kultusgemeinde) in Gang gesetzt mit dem Ziel, eine gemeinsame Friedensbotschaft zu formulieren. Zugleich wollte man alle Vorgänge verurteilen, die das Miteinander der Kulturen und Religionen auch in Dortmund belasten, angefangen bei den furchtbaren Ereignissen in Paris über die Greueltaten des IS und die Gefahren des Salafismus bis hin zu den unerträglichen antiislamischen Bewegungen in Deutschland.

Der Aufruf

"Wir ALLE sind Dortmund! Terrorattentate und Gewaltdrohungen bedrohen uns. Hassparolen provozieren Unfrieden. Rassismus und Rassenwahn gibt es auch in Dortmund. Es ist richtig: Wir sind ALLE verschieden und unser Zusammenleben ist nicht frei von Konflikten. Aber: Wir Dortmunderinnen und Dortmunder lassen uns nicht auseinanderdividieren! Wir treten gemeinsam ein für Respekt und Toleranz, für Meinungsfreiheit und Meinungsvielfalt, ein solidarisches Miteinander in einer offenen und pluralen Gesellschaft.

Ob Christen, Muslime, Juden oder ob wir einer anderen Religion oder Weltanschauung anhängen, unabhängig von Herkunft und kulturellem Hintergrund: Wir stehen zusammen gegen Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie und Antisemitismus! Religionsgemeinschaften für Frieden und Dialog! Dortmund bleibt weltoffen und tolerant! Denn: Wir ALLE sind Dortmund!"

Wie geht es weiter?

Nach den Sommerferien sind zwei weitere Kampagnenbausteine geplant: eine besondere Aktion beim "Fußballturnier der Religionen", das in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum feiert. Diese Aktion soll die Vielfalt der Nationen sichtbar machen. Und eine Konferenz im Rathaus zum Thema "Verschiedenheit und Zusammenhalt". Als Hauptreferent hat der ehemalige EKD-Ratsvorsitzende Präses a. D. Nikolaus Schneider bereits zugesagt.

Zum Thema

Plakate, Postkarten und Aufkleber kann man an folgenden Stellen abholen oder anfordern:

  • Katholische Stadtkirche Dortmund, Propsteihof 10, 44137 Dortmund
  • Evangelischer Kirchenkreis Dortmund, Jägerstraße 5, 44145 Dortmund
  • MIA-DO Kommunales Integrationszentrum, Friedensplatz 5, 44135 Dortmund
  • Abu-Bakr-Moschee, Carl-Holtscheider-Straße 8a, 44145 Dortmund
  • Selimiye Moschee Eving, Hessische Straße 1, 44339 Dortmund
  • Jüdische Kultusgemeinde, Prinz-Friedrich-Karl-Straße 9, 44135 Dortmund.