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15.12.2015Drehscheibensystem

Erster Zug brachte 489 Flüchtlinge

Seit Montag, den 14. Dezember, ist Dortmund wieder an dem landesweiten Drehscheibensystem zur Verteilung von Flüchtlingen beteiligt: Mit dem ersten Zug kamen gegen 19.10 Uhr insgesamt 489 Menschen an.

Bilderstrecke: Dortmund übernimmt wieder Drehscheibe für Flüchtlinge

Drehscheibensystem: Erster Zug brachte 478 Flüchtlinge

  Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Alle Bilder dieser Serie finden Sie auch im Medienportal.

Gemeinsam mit den Städten Köln und Düsseldorf wechselt sich Dortmund nun wieder ab, wenn es um die Verteilung der Menschen innerhalb von Nordrhein-Westfalen geht, die aus ihren Heimatländern fliehen mussten. Dann wird alle vier Tage mindestens ein Zug in den Abendstunden mit ankommenden Flüchtlingen aus dem süddeutschen Raum am Haltepunkt Signal Iduna Park in Dortmund erwartet. Der Aufenthalt der Asylsuchenden in Dortmund ist jedoch eher von kurzer Dauer.

Kurzer Aufenthalt

So verweilten auch am Montagabend die Menschen - nachdem sie mit einem Lunchpaket, Tee und Babynahrung für die Kleinsten versorgt waren - nur ca. zwei Stunden in dem Leichtbauzelt, das auf dem Parkplatz E3, der eigens für diesen Zweck errichtet worden ist. Die Zelthallen bieten insgesamt Platz für rund 700 Personen und ebenso Schutz bei schlechten Witterungsbedingungen. Die Gesamtfläche für die Drehscheibe liegt bei ungefähr 3.700 m² und beinhaltet neben der Verpflegung Sanitäranlagen und – bei Bedarf – eine gesundheitliche Erstversorgung. Danach fuhren die Menschen mit den bereitgestellten Bussen in die zentrale Unterbringungseinrichtung des Landes NRW nach Selm-Bork.

Zahlreiche Helfer im Einsatz

Die Gesamtbetriebsverantwortung obliegt der Feuerwehr Dortmund und dem Ordnungsamt. Sie werden durch weitere städtische Mitarbeiter sowie 30 ehrenamtliche Helfer als Dolmetscher und Betreuer der Flüchtlinge vor Ort unterstützt. Für die Sicherheit der Anlage sorgt ein Wachdienst, der auch eine Bewachung an den Nicht-Betriebstagen gewährleistet.

Anja Kador

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