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Bild: photocase.com / c-promo.de

07.01.2016Tierheim Dortmund

11 Prozent mehr Vermittlungsfälle im Jahr 2015

363 Hunde, 458 Katzen und 299 sonstige Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Ziervögel oder Schildkröten: Insgesamt 1.120 Tiere fanden im Jahr 2015 im Tierschutzzentrum Hallerey eine vorübergehende Unterkunft.

Damit hat die Zahl an aufgenommenen Haustieren gegenüber 2014 mit 1.012 Tieren um über 11 Porzent zugenommen.

680 Tiere wurden von Polizei, Feuerwehr oder tierlieben Bürgerinnen und Bürgern als Fundtiere ins Tierheim gebracht. Mit knapp der Hälfte waren die 301 Katzen die größte Gruppe unter den Findlingen, 224 Hunde und 155 verschiedene Kleintiere und Vögel kamen ebenfalls als Fundtiere ins Tierheim.

"Leider wird nur knapp die Hälfte der Fundtiere auch tatsächlich wieder von den Eigentümern abgeholt. Bei den Hunden liegt diese Quote mit zirka 70 Prozent höher, bei Katzen und Kleintieren entsprechend niedriger. Vieles spricht dafür, dass die nicht abgeholten Tiere vorsätzlich ausgesetzt werden - übrigens nach dem Tierschutzgesetz ein Straftatbestand", erläutert Tierheimleiter Dirk Rojahn.

Während die Fundtierzahlen für Dortmund und die Tierzugänge aus Sicherstellungen der Dortmunder Ordnungsbehörden mit 79 Tieren stabil blieben, stieg die Zahl der von Eigentümern abgegebenen Tiere von 119 auf 208 an. Sorgen bereiten dem Tierheim auch die Fälle sogenannter "Notpflegen": Hierbei handelt es sich um Tiere, deren Halterinnen und Halter in Notlagen wie Krankheit, Wohnungsverlust oder vergleichbare Situationen geraten. So kamen im letzten Jahr 153 Tiere zur Notpflege ins Tierheim.

Zunehmend: Illegale Welpenimporte

Als besondere Herausforderung stellte sich in 2015 die Folge einer Gesetzesänderung heraus: Hundewelpen dürfen mit den zum 29.12.2014 geänderten Regelungen des Tierseuchenrechts nur noch mit einer wirksamen Tollwutimpfung nach Deutschland importiert werden.

"Seit diesem Zeitpunkt ist unsere Quarantänestation beinahe durchgehend mit Import-Welpen belegt, für die eine entsprechende Impfung nicht nachgewiesen werden konnte oder die schlicht zu jung dafür waren. Dies zwingt das Veterinäramt zum Eingreifen und die Welpen müssen mehrere Wochen in unsere Quarantänestation, bis der Tollwutschutz hergestellt ist“, schildert Dirk Rojahn. „Wir können deshalb nur empfehlen: Hände weg von Welpenkäufen im Internet oder aus dubiosen Quellen. Den Preis für diese ,Schnäppchen’ zahlt zuallererst der Welpe, der für seine Sozialisation wichtige Wochen in der Isolierung verbringen muss. Aber auch der Welpenkäufer, der die Kosten der Unterbringung im Tierheim zu tragen hat."

727 Tiere wurden vermittelt

An neue Besitzerinnen und Besitzer konnten 2015 insgesamt 156 Hunde, 342 Katzen und 229 Kleintiere und Vögel vermittelt werden. Damit wurden die Vorjahreszahlen mit 654 Tiervermittlungen um zehn Prozent übertroffen. Zum Jahreswechsel waren noch 46 Hunde, 52 Katzen und 35 Kleintiere in der Hallerey untergebracht.

Neuerungen

Zum Jahresende 2015 konnten die vorhandenen Hundeausläufe um fünf weitere auf nun insgesamt zehn ausgebaut und im Eingangsbereich des Tierheims eine große, strukturierte Hundespielfläche geschaffen werden.

Auch für 2016 sind mehrere Neuerungen im Tierheim geplant: Im Hundebereich soll ein Hundehaus zu einer Quarantäne- und Seniorenstation umgebaut werden, ein weiterer Gruppenauslauf soll entstehen.

Zusätzlich soll ein Multifunktions-Kleintiergehege eingerichtet werden, um auch ungewöhnliche Kleintierarten wie Frettchen oder Marder artgerecht im Tierheim unterbringen zu können. "Uns werden diese Verbesserungen durch die zahlreichen Spendenden und Unterstützenden für das Tierheims ermöglicht, die uns auch 2015 sehr geholfen haben. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken", sagt der Leiter des Tierschutzzentrums, Peter Hobrecht.

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