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07.01.2016Arbeitsmarkt 2015

Agentur für Arbeit zieht Jahresbilanz

Die Agentur für Arbeit im Agenturbezirk Dortmund hat nun Jahresbilanz für 2015 gezogen. Demnach entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiter positiv, die durchschnittliche Arbeitslosenquote liegt bei 12,5 Prozent.

Die Agentur für Arbeit zieht für Dortmund folgende Bilanz: Für den Arbeitsmarkt war 2015 ein weiteres gutes Jahr. Belege dafür sind: sinkende Arbeitslosenzahlen, gestiegene Nachfrage nach Fachkräften sowie gestiegene Beschäftigung. Die strukturellen Probleme des Dortmunder Arbeitsmarktes jedoch bleiben, vor allem die hohe Langzeitarbeitslosigkeit, trotz erster guter Entwicklungen.

Der Dortmunder Arbeitsmarkt verlief schon in 2014 robuster mit positiver Tendenz. Hieran konnte der Arbeitsmarkt in 2015 nahtlos und konsequent anknüpfen. Im ge-samten Jahr blieben die Zahlen unter dem Niveau von 2014. Die Arbeitslosenquote sank erstmals in einem November seit 2005 unter 12 Prozent (11,9 %) und im Dezember sank die Quote nochmals um 0,1 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent. Die Nachfrage der Unternehmen nach Arbeitskräften war in 2015 mit durchschnittlich 17.525 gemeldeten Stellen um 8,2 Prozent größer als im Vorjahr.

Durchschnittlich 37.414 Menschen waren 2015 in der Stadt Dortmund arbeitslos - dies sind 542 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittli-che Arbeitslosenquote lag bei 12,5 Prozent und damit 0,3 Prozentpunkte niedriger als im Durchschnitt des Vorjahres mit 12,8 Prozent.

Steigende Nachfrage nach Arbeitskräften

17.525 Stellen meldeten Dortmunder Unternehmen und Behörden dem Arbeitgeber-Service von Januar bis Dezember 2015 (davon 92,4 Prozent sozialversicherungspflichtig). Das sind 1.323 Stellen oder 8,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der durchschnittlich gemeldete Stellenbestand lag bei 5.311 Stellen; im Vorjahr waren es 4.622.

Kein Fachkräftemangel, aber Engpässe in einigen Berufsfeldern

Nach wie vor gibt es in Dortmunder Unternehmen keinen flächendeckenden Fach-kräftemangel, doch die Engpässe bei der Personalrekrutierung werden größer. Be-setzungsschwierigkeiten zeichnen sich unter anderem in folgenden Berufsgruppen ab: Alten- und Krankenpflege, Erzieher, Ärzte, Ingenieure, Metall-und Elektroberufe sowie im Bereich der IT und Telekommunikationsberufe. Im Handwerkwerk waren Berufe wie Gerüstbauer sowie Sanitär - und Heizungsbauer weniger gefragt.

Langzeitarbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit

Der Anteil langzeitarbeitsloser Menschen ist gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Pro-zent gesunken. Aktuell werden 45,8 Prozent aller Arbeitslosen in Dortmund als langzeitarbeitslos geführt. Diese Menschen sind ein Jahr oder länger arbeitslos. Im Jahr 2015 waren dies durchschnittlich 17.075 Personen, 606 Personen oder 3,4 Prozent weniger als im Vorjahr.

Im Versicherungsbereich (SGB III) waren 1.098 Langzeitarbeitslose gemeldet und in der Grundsicherung (SGB II) 15.976.

Das Nachwachsen in die Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern ist ein wichtiges Ziel. Seit 2014 setzen sich die Agentur für Arbeit Dortmund und das Jobcenter Dortmund noch einmal verstärkt und mit Erfolg für die Verringerung der Jugendarbeitslosigkeit ein.

Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen lag bei 3.377 und damit auf dem niedrigsten Stand seit drei Jahren. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Jugendarbeitslosigkeit um 139 Personen oder 4,0 Prozent verringert. Die durch-schnittliche Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag bei 11,2 Prozent (Vorjahr: 11,8 Prozent).

Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit ausländischem Pass

Im Jahr 2015 waren durchschnittlich 11.443 Ausländer arbeitslos. Das sind 779 Personen oder 7,3 Prozent mehr als im Jahr 2014. Die Arbeitslosenquote bei den Menschen mit ausländischem Pass lag in 2015 bei 28,6 Prozent. Das ist ein An-stieg um 0,8 Prozentpunkte innerhalb eines Jahres. Ursache hierfür sind die Zu-gänge von Asylbewerber und EU-Ausländern in die Arbeitslosigkeit.

Ausbildungsmarkt

Zum Ende des Ausbildungsjahres 2014/2015 verbuchte die Agentur für Arbeit einen Rückgang bei den gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen und einen leichten Rückgang bei den gemeldeten Bewerbern im Vergleich zum Vorjahr. Mit 4.735 Be-werbern meldeten sich im abgelaufenen Ausbildungsjahr 43 Jugendliche oder 0,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig meldeten die Dortmunder Unterneh-men 3.363 betriebliche Ausbildungsstellen. Das sind 140 Stellen oder 4,0 Prozent weniger als im Vorjahr.

Qualifizierungen mit Abschluss im Fokus

In Dortmund verfügen fast zwei Drittel der Arbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Mit 61,8 Prozent liegt dieser Wert um 4 Prozentpunkte höher als im Landesvergleich. Doch lediglich rund 19 Prozent aller in Dortmund gemeldeten Arbeitsstellen richten sich an Helfer. Dagegen richten sich rund zwei Drittel aller Stellen an Fachkräfte sowie jeweils rund 10 Prozent an Experten und Spezialisten Der Anteil der Fachkräfte unter den Arbeitslosen liegt jedoch nur bei 35 Prozent und knapp 60 Prozent sind Helfer.

Ausblick 2016

Schwerpunkte im Jahr 2016 sind so weiterhin die Qualifizierung sowie die Verringerung von Langzeitarbeitslosigkeit und Jugendarbeitslosigkeit. Neu hinzu kommt die Integration von Flüchtlingen in den Arbeits- und Ausbil-dungsmarkt.

Der Arbeitsmarkt wird auch im neuen Jahr in NRW und Dortmund sehr aufnahme-fähig sein und die Zahl der schon länger in NRW lebenden Arbeitslosen weiter sin-ken. Durch die Zuwanderung von Flüchtlingen wird die Arbeitslosigkeit allerdings zunehmen. Für 2015 rechnet die NRW-Regionaldirektion der Bundesagentur mit einem Zuwachs der durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von etwa 30.000 auf 771.000 Personen.

Jobcenter Dortmund: Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück

Das Jobcenter Dortmund zieht für das Jahr 2015 eine positive Jahresbilanz: Es waren zum Jahresende weniger Arbeitslose gemeldet als zum Jahresende 2014.

Der Jahresdurchschnittswert der arbeitslosen Personen konnte im Vergleich mit dem Jahresdurchschnittswert 2014 um insgesamt 153 Personen gesenkt werden. Durchschnittlich sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen um 551 Personen auf 15.976. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote im SGB II-Bereich sank von 10,5% auf 10,3%.

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