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09.02.2016Wirtschaftsklima

Kauflaune treibt die Konjunktur an

Rund 92 Prozent der Unternehmen in Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend – was gegenüber dem Herbst ein Plus von vier Prozentpunkten bedeutet.

Menschen auf dem Westenhellweg

Lupe: Klicken zum Vergrößern IHK zu Dortmund befragt 175 Unternehmen mit 26.000 Beschäftigten
Bild: Dortmund-Agentur / Stefanie Kleemann

Die Wirtschaft in der Region der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund ist sehr gut ins neue Jahr gestartet. Die ohnehin schon positive Stimmung ist nochmal besser geworden. Rund 92 Prozent der Unternehmen in Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend – was gegenüber dem Herbst ein Plus von vier Prozentpunkten bedeutet. Zuversicht herrscht auch mit Blick auf die nächsten Monate, denn eine deutliche Mehrheit von gut 88 Prozent der Unternehmen erwartet, dass die wirtschaftliche Entwicklung in etwa so weiter geht wie bisher. An der neuen Konjunkturumfrage beteiligten sich 175 Unternehmen mit mehr als 26.000 Beschäftigten.

"Das Wirtschaftsklima in unserer Region hat sich dank einer robusten Binnenkonjunktur weiter verbessert", betonte IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber. Treiber dieser Entwicklung ist die derzeit ausgeprägte Kauflaune der Verbraucher. Dementsprechend ist der Handel Hauptgewinner der derzeitigen Konjunkturentwicklung. Hier halten knapp 49 Prozent der Betriebe ihre Situation für gut, ein satter Zuwachs von 19 Punkten im Vergleich zum Herbst 2015. Mehr als die Hälfte der Kaufleute berichtet von steigenden Umsätzen, wobei der Zuwachs vor allem im Internethandel erzielt werde, so Schreiber. Ebenso positiv urteilt die Dienstleistungsbranche: Hier stufen sogar 51 Prozent der Unternehmen (plus neun Punkte) ihre Geschäftslage als gut ein. Auch die Industrie ist laut Umfrage im Stimmungshoch. Seit dem Herbst ist der Anteil der Unternehmen, die ihre Situation mit gut bewerten um 13 Prozentpunkte auf knapp 42 Prozent angestiegen.

Trotz der Berichte über ein schwächelndes China oder eine Abkühlung der Weltkonjunktur gibt das internationale Geschäft weiterhin kräftige Impulse für eine positive Entwicklung. Weit mehr als jedes dritte Unternehmen (37 Prozent) im Westfälischen Ruhrgebiet erwartet steigende Auslandsumsätze – auch das ist verglichen mit der Herbstumfrage (25 Prozent) eine deutliche Steigerung. Mehr als 70 Prozent der Exporte gehen in die Eurozone, gut 11 Prozent nach China.

Einen Dämpfer könnte die Konjunktur durch die schwache Investitionsneigung erfahren. Gegenüber der letzten Umfrage wollen nur noch gut 23 Prozent der Unternehmen ihre Ausgaben steigern – ein Minus von fünf Punkten. Im Fokus stehen weiterhin dringend benötigte Ersatzinvestitionen. Für 56 Prozent der Unternehmen stellen diese das Hauptmotiv der geplanten Ausgaben dar.

Die Unternehmen wurden auch nach Konjunkturrisiken befragt. "Größte Sorge bereitet offenbar, dass die Konjunktur allzu einseitig vom Konsum getragen wird", sagte Schreiber. Mehr als die Hälfte der Unternehmen bewertet daher einen Einbruch der Inlandsnachfrage als größtes Risiko für ihre Geschäftsentwicklung. Gleichermaßen kritisch werden mögliche Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen gesehen – das Szenario der Risiken reicht von der Bewältigung der Flüchtlingskrise über die Sicherung des Euro bis hin zur Steuer- und Arbeitsmarktpolitik. "In der Umfrage werden starke Zweifel deutlich, ob die Politik die vielen Herausforderungen wird bewältigen können, die sich in den letzten Monaten aufgetürmt haben", so Schreiber.

Auffällig ist für den IHK-Hauptgeschäftsführer der kontinuierliche Anstieg der Arbeitskosten. Gut vier von zehn Unternehmen in der Region sehen diese Kosten als steigende Belastung im Wettbewerb. Skepsis auch beim Blick auf den Arbeitsmarkt. Die Unternehmen haben ihre Einstellungsbereitschaft leicht nach unten angepasst. Knapp 17 Prozent der Unternehmen wollen in den nächsten Monaten die Belegschaft aufstocken. Das ist geringer als noch bei der letzten Befragung (19 Prozent), zudem erwarten gegenwärtig rund 16 Prozent der Unternehmen einen Abbau der Belegschaft. Im Herbst waren es nur 13 Prozent. "Angesichts des günstigen konjunkturellen Umfelds ist dieses Ergebnis leider unbefriedigend", sagte Schreiber.

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