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Bild: Jesús González Rebordinos

Forschung

"senseBox" jetzt bundesweit im Einsatz

Nachricht vom 12.02.2016

Das Citizen Science-Projekt "senseBox - die Kiste mit Sinn" ist nun bundesweit im Einsatz. An der Entwicklung beteiligt war auch das Dortmunder Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS).

Seit dem Projektstart 2014 sind bundesweit rund 100 Boxen − vorrangig in FabLabs, Schullaboren und bei Bürgerinnen und Bürgern − im Einsatz. Einer breiten Öffentlichkeit in Deutschland und Österreich wurden die Funktionen und Möglichkeiten der "senseBox" überdies im Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt präsentiert.

Digitale Technik wissenschaftlich und gesellschaftlich nutzen

Dazu konzipierte und baute das Team aus dem ifgi - Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zusammen mit dem ILS das Exponat "Kluge Städte". Das interaktive Exponat war Teil der Ausstellungsfahrt der MS Wissenschaft. Es greift die Themen "Smart City" und "Citizen Science" auf.

Das bedeutet digitale Technik wissenschaftlich und gesellschaftlich zu nutzen, um Städte unseren Bedürfnissen künftig besser anzupassen und beispielsweise Umweltbelastungen sichtbar zu machen. Kernstück des Exponats ist die vom ifgi entwickelte "senseBox", ein Bausatz für stationäre und mobile Sensoren, der es auch Laien ermöglicht ohne großen Aufwand oder Kosten Klima- und Umweltdaten wie Licht, Klima, Verkehrsaufkommen und Lärmbelästigung zu messen.

Die von der "senseBox" erfassten Daten werden digital sichtbar gemacht. Da diese Form der Datenerhebung die Beteiligung von Interessierten erlaubt, erreicht ein solches Projekt eine höhere Messdichte als viele Studien und Umweltbeobachtungen öffentlicher Institutionen.

Der starke Einbezug der Öffentlichkeit in die Entwicklung der "senseBox"und die Erhebung von Daten aus der eigenen Umgebung sowie der große Gestaltungsspielraum bei der Untersuchung selbst formulierter Forschungsfragen wurde belohnt. Das Projekt "senseBox" gewann den auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der Wissenschaftsorganisation "Wissenschaft im Dialog" ausgelobten Wettbewerb "Bürger schaffen die Zukunftsstadt".

Das Preisgeld in Höhe von 2000 Euro wird zur Weiterentwicklung der "senseBox" genutzt. Für Schulen und Nachwuchsforschende gibt es die senseBox:edu als Experimentierkasten einschließlich didaktischer Konzepte, Anleitungen und zahlreichen Projektideen.

Zum Thema

Das ILS beteiligt seit Anfang 2016 ebenfalls mit einer senseBox am Projekt. Mitten in der Dortmunder Innenstadt, dem ILS-Standort, misst eine Station aktuelle Klimadaten und trägt einen Teil zum Ausbau und Gelingen des Projektes bei.