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12.02.2016Rathaus

Arbeitsmarktkonferenz eröffnet

Die 2. Dortmunder Arbeitsmarktkonferenz eröffnete Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Freitag, 12. Februar, im Rathaus. Als besonderen Gast begrüßte er Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles.

Nahles am Rednerpult

Lupe: Klicken zum Vergrößern Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles sprach bei der 2. Dortmunder Arbeitsmarktkonferenz im Rathaus
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Rund 250 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Instituten und Verbänden waren gekommen, um sich auszutauschen und zu vernetzen.

Wie können Kommunen Akzente setzen?

Während sich die erste Arbeitsmarktkonferenz Ende 2014 der Analyse des Problems der Langzeitarbeitslosigkeit gewidmet hatte, lautete die Leitfrage der diesjährigen Veranstaltung: "Wie kann eine Kommune unter den gegeben Umständen bei den bestehenden bundesweiten Vorgaben selbst Akzente setzen?"

Denn trotz immer neuer Beschäftigungsrekorde und einer bundesweit historisch niedrigen Arbeitslosigkeit ist das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit ungelöst. So ist das Kernproblem der rückläufige Arbeitsmarkt für Helfertätigkeiten. Beschäftigungsverhältnisse für gering qualifizierte An- und Ungelernte sind zwar nicht verschwunden, aber drastisch abgebaut worden. Die Tendenz zur Automatisierung und Digitalisierung der Produktion (Industrie 4.0) verstärkt diese Tendenz. Neue Wege in der Arbeitsmarktpolitik sind nötig: Bisherige Programme des Bundes und der Länder zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit zeigen zu geringe Effekte.

Bundesarbeitsministerin Nahles im Gespräch mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau

Lupe: Klicken zum Vergrößern Bundesarbeitsministerin Nahles im Gespräch mit Oberbürgermeister Ullrich Sierau
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

"Jobwunder" nicht für alle

Oberbürgermeister Ullrich Sierau unterstrich: "Auch wenn die Arbeitslosenquote hier wie in vielen weiteren Städten und Kreisen zurückgegangen ist, profitieren vom sogenannten Jobwunder leider nicht alle Menschen in unserer Stadt. Uns allen ist bewusst, dass Langzeitarbeitslosigkeit weitreichende Folgen für die Betroffenen hat. Sie führt auf Dauer zu einer Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Das ist nicht hinzunehmen. Wir müssen daher die betroffenen Menschen, mitnehmen und ihnen eine soziale Teilhabe ermöglichen. Es besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf, um die Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit zu verhindern."

Kommunale Arbeitsmarktstrategie 2020

Dazu mahnte der Oberbürgermeister einen "Kraftakt aller beteiligten Akteure" an. So plane die Stadt mit der "Kommunalen Arbeitsmarktstrategie 2020" (Befassung im Rat der Stadt am 28. April) vier Themenfelder zu fokussieren: Bildung und Erziehung, Initiativen U25, Initiativen Langzeitarbeitslosigkeit senken und Integrationsarbeitsmarkt. "Mit der 'Kommunalen Arbeitsmarktstrategie 2020' zielen wir auf eine noch optimalere Vernetzung von Strukturen und Fördermöglichkeiten auf kommunaler Ebene ab." Sierau betonte, dass es den Kommunen nicht an Ideen mangele, sie aber zunehmend an ihre Grenzen stießen. "Wir brauchen kraftvolle, den Dimensionen des Problems gerecht werdende und innovative Finanzierungsstrukturen. Und wir brauchen Entlastung von Bürokratie bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen und Projekten", appellierte der Oberbürgermeister.

Nahles: "Um neue Perspektiven ringen"

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles lobte den Dortmunder Konsens: "Das ist etwas, das es nicht überall gibt." Sie stellte ebenfalls fest, dass es in Sachen Langzeitarbeitslosigkeit zu wenig Bewegung gebe und die sogar manchmal in die falsche Richtung ginge. "Wir müssen um neue Perspektiven ringen", so die Ministerin, "und mein Angebot ist, dass wir das zusammen machen." Konzepte seien dabei eng zu verzahnen. "Es gibt noch Absprachebedarf", konstatierte Nahles.

Projekte aus bundesdeutschen Kommunen

Die zweite Dortmunder Arbeitskonferenz erörterte im weiteren Verlauf praktische Erfahrungen aus bundesdeutschen Kommunen und Eckpunkte einer nationalen Initiative zur Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit mit Bundesarbeitsministerin Nahles. Die Kommunen Dortmund, München, Leipzig und die Hansestadt Bremen stellten konkrete Projekte und innovative Konzepte vor.

Anja Kador

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