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09.03.2016Eröffnung

Multikulturelles Forum zieht an den Friedensplatz

Das Multikulturelle Forum ist jetzt auch mit einer Zweigstelle in Dortmund vertreten. Rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft kamen am 9. März zur Eröffnung in die neuen Räumlichkeiten am Friedensplatz.

Eröffneten das MkF im Beisein von rund 100 Gästen: (v.l.) Deniz Greschner (MkF), Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Kenan Küҫük (Geschäftsführer MkF)

Lupe: Klicken zum Vergrößern Eröffneten das MkF im Beisein von rund 100 Gästen: (v.l.) Deniz Greschner (MkF), Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Kenan Küҫük (Geschäftsführer MkF)
Bild: Dortmund-Agentur / Anja Kador

Stark durch Vielfalt – Unter diesem Motto setzt sich das Multikulturelle Forum (MkF) seit über 30 Jahren für die Förderung und Unterstützung von MigrantInnen in beruflicher, sozialer und politischer Hinsicht sowie für ein respektvolles Miteinander zwischen verschiedenen Kulturen ein. Ob Kurse von Sprachen bis EDV, Beratung in jeder Lebenslage von Migrations- und Flüchtlingsberatung bis zum Arbeitslosenzentrum, kulturelle Veranstaltungen oder Angebote der Berufsorientierung und Arbeitsvermittlung:

Das Angebot ist vielfältig, ebenso wie seine 96 Mitarbeitenden aus über 20 Kultur- und Sprachräumen, die zusammen rund 25 Sprachen sprechen. Neben Lünen, Bergkamen, Hamm und Düsseldorf ist das Multikulturelle Forum jetzt auch mit einer Zweigstelle in Dortmund vertreten. Rund 100 BesucherInnen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft kamen am 9. März zur offiziellen Eröffnungsfeier in die neuen Räumlichkeiten am Friedensplatz.

Wurzeln schlagen in Dortmund

Oberbürgermeister Ullrich Sierau drückte seine Wertschätzung für die Integrationsarbeit aus: "Es ist eine Auszeichnung, dass das Multikulturelle Forum hierher gekommen ist."

"Viele unserer Projekte fanden bereits in den vergangenen Jahren in Dortmund und Umgebung statt", betonte der Geschäftsführer des Multikulturellen Forums e.V., Kenan Küҫük, in seiner Begrüßungsrede. "Da war es nur eine Frage der Zeit, dass wir auch wirklich Wurzeln schlagen in dieser Stadt, in der kulturelle Vielfalt großgeschrieben wird."

Das MkF werde sich aktiv in die Dortmunder Netzwerke einbringen und sich gemeinsam mit anderen Akteuren für eine Willkommenskultur und gegen rassistische Einstellungen einsetzen. "Insbesondere in der Flüchtlingsarbeit möchten wir verschiedene Angebote auf den Weg bringen", sagte Küҫük.

Beratung, Exkursionen und Seminare

Aktuelle Projekte in der Dortmunder Niederlassung des MkF beschäftigen sich beispielsweise mit den Themen Antisemitismus, religiöser Extremismus, aber auch mit interkultureller Öffnung und Umweltschutz: So werden Workshops angeboten, die den Blick dafür schärfen, auf welche Weise in einigen Medien jüdische Klischees, Stereotype, Vorurteile und Antisemitismen verbreitet werden.

Die Mitarbeitenden der "Wegweiser"-Anlaufstelle zum Thema extremistischer Salafismus bieten Ratsuchenden individuelle, mehrsprachige und kultursensible Beratung und Begleitung an. Sie stehen auch Schulen, Ämtern und Fachstellen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im Bereich der interkulturellen Öffnung führt die Einrichtung für das Personal der örtlichen Jobcenter und Kommunalverwaltungen Seminare, Exkursionen und Dialogforen durch, um sie in ihrer alltäglichen Arbeit zu stärken.

Auch auf dem Gebiet des Klimaschutzes ist das Multikulturelle Forum aktiv: Gemeinsam mit der Fachhochschule Dortmund erprobt es seit vergangenem Jahr verschiedene Formate zur Information und Aufklärung von MigrantInnen.

Auch Sprachkurse im Programm

Darüber hinaus bietet das MkF auch Sprachkurse an: "Dazu gehören an erster Stelle Deutschkurse für MigrantInnen - derzeit insbesondere für Flüchtlinge - aber auch Fremdsprachinteressierte kommen bei uns auf ihre Kosten", so Standortleiterin Deniz Greschner. Im Februar begann bereits ein erster Kurdischkurs, weitere Sprachangebote sollen in Kürze starten.

Zum Thema

Multikulturelles Forum e.V., Friedensplatz 7, 44135 Dortmund, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 9 bis 16:30 Uhr, Freitag 9 bis 12:30 Uhr, Telefon 0231 288607-30.

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