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11.03.2016Wirtschaftsförderung

Preise für Top-Firmen in Dortmund

Dachdeckermeisterin Nicola Weller-Burmann ist Gewinnerin des Dortmunder Unternehmerinnenpreises 2015. Der Dortmunder Wirtschaftspreises 2015 ging an Weltmarktführer Murtfeldt Kunststoffe.

(v. l. n. r.): Prof. Dr. Volker Gruhn (adesso AG) Uwe Samulewicz (Sparkasse Dortmund) Regina Bieber (Architekturbüro Bieber) Nicola Weller-Burmann (Bedachungen Burmann/ Weller GmbH & Co KG) Detlev Höhner (Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG) Ullrich Sierau, Oberbürgermeister Klaus Kraft (Sanitätshaus Emil Kraft & Sohn GmbH & Co. KG) Anja Fischer (TRD-Reisen Fischer GmbH & Co. KG) Thomas Westphal (Wirtschaftsförderung Dortmund)

Lupe: Klicken zum Vergrößern (v. l. n. r.): Prof. Dr. Volker Gruhn (adesso AG), Uwe Samulewicz (Sparkasse Dortmund), Regina Bieber (Architekturbüro Bieber), Nicola Weller-Burmann (Bedachungen Burmann/ Weller GmbH & Co KG), Detlev Höhner (Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG), Ullrich Sierau, Oberbürgermeister, Klaus Kraft (Sanitätshaus Emil Kraft & Sohn GmbH & Co. KG), Anja Fischer (TRD-Reisen Fischer GmbH & Co. KG), Thomas Westphal (Wirtschaftsförderung Dortmund)
Bild: Wirtschaftsförderung Dortmund/U. Halene

Die begehrten Trophäen wurden am Freitagabend, 11. März, im Dortmunder U an die Siegreichen übergeben. Die Preisträger bekennen sie sich bewusst zum Standort Dortmund, sind hier fest verwurzelt und sehr erfolgreich.

Zitat Gut, dass sie im schönen Dortmund geblieben ist  - Oberbürgermeister Sierau über Nicola Weller-Baumann

Oberbürgermeister Ullrich Sierau würdigte in seiner Laudatio die Gewinnerin des Unternehmerinnenpreises, Nicola Weller-Burmann: "Von klein auf ist sie in das Metier hineingewachsen und hat sich bewusst für diesen Weg entschieden. Beinahe wäre sie ins Hotelgewerbe gewechselt. Doch dann würde sie heute vielleicht ein Hotel irgendwo unter Palmen leiten. Gut, dass sie das nicht macht und im schönen Dortmund geblieben ist. Und das größte Dachdeckerunternehmen der Stadt in die Zukunft führt." Den elften Dortmunder Wirtschaftspreis erhält in diesem Jahr eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich Kunststoffe – die Firma Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG. Fast jeder hat von ihren hochwertigen technischen Kunststoffen schon einmal profitiert.

Dortmunder Unternehmerinnenpreis 2015

Nicola Weller-Burmann ist Dachdeckermeisterin mit Leib und Seele. Seit ihrer Meisterprüfung 1994 arbeitet sie im väterlichen Betrieb; seit 2005 leitet sie den Dortmunder Traditionsbetrieb als Geschäftsführerin gemeinsam mit ihrem Vater Peter Burmann – in dritter Generation. Mit Weller-Burmann kürt die Jury eine Unternehmerin, die bodenständig, mutig und zugleich einem traditionellen Bauhandwerk innovative Flügel verleiht. Sie hat keine Angst vor schwindelnden Höhen: Sie traute sich zu, einen Betrieb in einer von Männern dominierten Branche – dem Bauhandwerk – zu führen und erweiterte das Unternehmen. Mit 56 Mitarbeitern ist es heute der größte von 70 Dachdeckerbetrieben in Dortmund. Denn Nicola Weller-Burmann ist bereit, auch neue Wege zu gehen in einer alten Branche. Ihre Mitarbeiter decken, dämmen und sanieren nicht nur Dachflächen aller Art. Zudem spezialisierte die pfiffige Unternehmerin ihren Betrieb auf Gerüstbau, Metallbearbeitung und die energetische Sanierung von Gebäuden. So kann Nicola Weller-Baumann ihre Mitarbeiter auch in den für ihre Branche so schwierigen Schlechtwetterperioden sinnvoll einsetzen. Bei der Umsetzung ihrer neuen Ideen, setzt Weller-Burmann ganz bewusst auf Teamarbeit, bezieht ihre Mitarbeiter bei der Entwicklung neuer Projekte jederzeit mit ein.

Insgesamt waren für den dritten Dortmunder Unternehmerinnenpreis 43 starke Frauen nominiert. Neben Nicola Weller-Burmann haben sich am Ende zwei weitere Finalistinnen durchgesetzt: Anja Fischer, die das Busunternehmen ihrer Familie, die TRD-Reisen Fischer GmbH & Co. KG, leitet. Mit ihren Bussen reisen auch BVB-Fans zu Auswärtsspielen ihres Lieblingsvereins. Die dritte im Bunde ist die selbstständige Architektin Regina Bieber, die viele Einzelhandelsmärkte in der Region entworfen hat.

Dortmunder Wirtschaftspreis 2015

Gleitprofile, Ketten- und Riemenführungen, Kettenspanner und individuelle Maschinenteile – alles aus abriebfesten Kunststoffen: Damit hat sich das innovative Dortmunder Unternehmen Murtfeldt Kunststoffe GmbH & Co. KG weltweit einen Namen gemacht. Ihre Produkte kommen überall dort zum Einsatz, wo verpackt, abgefüllt und transportiert wird – in der Automatisierungs- und Montagetechnik ebenso wie in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie oder der Medizintechnik. Mit automatisierten Fertigungsverfahren wie dem 3-D-Drucker sind sie zudem auch in punkto Industrie 4.0 weit vorne. "Murtfeldt ist ein überaus erfolgreiches Dortmunder Unternehmen und wird es bleiben. Die Expansion findet hier statt. Murtfeldt zeigt uns, dass billige Löhne nicht ausschlaggebend für den wirtschaftlichen Erfolg sein müssen", so Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund, in seiner Laudatio über den Gewinner des Wirtschaftspreises, der von der Sparkasse Dortmund gestiftet wird. Das Familienunternehmen Murtfeldt, seit 60 Jahren in Dortmund ansässig, engagiert sich für soziale Projekte in der Region, aber auch weit darüber hinaus.

Zum Thema

Insgesamt wurden 158 Unternehmen für den Wirtschaftspreis vorgeschlagen. Zu den besten drei Dortmunder Unternehmen gehört neben dem Gewinner das Softwarehaus adesso AG, das derzeit mit beachtlichem Tempo wächst. Im letzten Jahr hat adesso 180 neue Mitarbeiter eingestellt (ein Plus von 15 Prozent). 2014 wurde es zum zweitbesten Arbeitgeber Deutschlands gekürt und landete 2016 auf Platz zwei in NRW (über 500 Mitarbeiter). Der Finalist mit der längsten Tradition in Dortmund ist das Sanitätshaus Emil Kraft & Sohn GmbH & Co. KG. 1912 hat es der Großvater des jetzigen Inhabers Klaus Kraft gegründet. Mittlerweile sind es vier Sanitätshäuser in Dortmund plus das Leistungs- und Rehabilitationszentrum Orthomed, das Klaus Kraft gemeinsam mit seinem Bruder aufgebaut hat. Alle drei Unternehmen zeichnen sich zudem durch hochmotivierte Mitarbeiter aus, die den Unterschied machen. "Dortmund ist nicht nur längst zur Wissensmetropole geworden mit innovativen Hochschulen und Unternehmen. Die hoch qualifizierten Mitarbeiter der Firmen wissen auch genau, wie sie dieses Wissen zur Weiterentwicklung und Zukunftssicherung des Wirtschaftsstandortes Dortmund einsetzen", sagte Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

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