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23.03.2016Auftakt

Neue Reihe zum Thema "Altern" startet mit Franz Müntefering

Altwerden gehört zum Tabuthema in der Community der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transpersonen und Heteros. Vorhandene Beratungsangebote werden von Älteren zu selten benutzt. Um das zu ändern, startet am 2. April eine neuartige Themenreihe.

drei Personen mit Plakaten

Lupe: Klicken zum Vergrößern Frank Siekmann, Susanne Hildebrandt und Carolina Brauckmann stellten die neue Reihe vor
Bild: Angelina Querfurt

Altwerden gehört zum Tabuthema in der LSBT-Community. An Beratungsangeboten für Seniorinnen und Senioren ist kein Mangel in Dortmund, allerdings nutzen die Älteren in der Community sie viel zu wenig.

Um das zu ändern, plant eine Initiativgruppe in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst für Senioren der Stadt Dortmund eine neuartige Themenreihe. Ziel soll es sein einmal in dezentralen Dialogveranstaltungen über Themen wie Demenz oder Vorsorge zu informieren aber auch das Thema Älterwerden aus seinem Schattendasein in der Community zu befreien.

Auftakt mit Franz Müntefering

Für die Auftaktveranstaltung am 2. April im Dortmunder Rathaus konnte Franz Müntefering gewonnen werden. Der frisch gewählte Vorsitzende der BAGSO (Bundesarbeitsgemeisnchaft Senioren) hatte als NRW Sozialminister schon vor 20 Jahren die aktive Minderheitenpolitik von Lesben und Schwulen auf die politische Tagesordnung gesetzt und damit einen bedeutenden Beitrag zur Anerkennung vielfältiger Lebensformen geleistet.

Im Anschluss an den Talk mit dem Ehrengast geht es um die Inhalte der geplanten Reihe "Stadtgespräche. Was im Alter wichtig ist. Informationen und Austausch für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*personen und Heteros". Fragen und Anregungen aus dem Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

Zu der Initiativgruppe gehören neben einzelnen Akteurinnen: SLADO e.V., KCR e.V., Vielfalt e.V., Fachdienst für Senioren der Stadt Dortmund, Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente der Stadt Dortmund und die Landesfachberatung für gleichgeschlechtliche Lebensformen in der Seniorenarbeit.

Gemeinsam wollen sie sich dem Thema der alternden Gesellschaft stellen. "Lesben und Schwule werden nicht alt. Alles über 30 ist jahrelang in der Szene nicht sichtbar gewesen", erklärt Frank Siekmann, Vorstandsmitglied von SLADO, dem Dachverband der Schwulen, Lesben- und Transidenten-Vereine in Dortmund. "Das hat mit Diskriminierung zu tun und damit, dass sie nicht sichtbar sein durften. Erst in letzter Zeit gibt es mehr selbstbewusste ältere Schwule und Lesben", so Siekmann. "Altwerden ist in der Community ein doppeltes Tabu-Thema. Das liegt auch am Jugendwahn in unserer Gesellschaft."

Susanne Hildebrandt von der städtischen Koordinierungsstelle hat den Anstoß für die Reihe gegeben und auch die Seniorenfachberatung ins Boot geholt: "Als Kommune möchten wir hiermit, in Kooperation mit unseren Partnerinnen und Partnern, ein offenes Angebot für ältere gleichgeschlechtlich orientierte und transgeschlechtliche Menschen schaffen und das Bewusstsein für die Zielgruppe erhöhen."

Lebensentwürfe älterer Menschen stärker in den Blick nehmen

Reinhard Pohlmann, Leiter des Fachdienstes für Senioren: "Die kommunale Seniorenpolitik ist heute sehr viel differenzierter ausgerichtet als noch vor 20 Jahren. Wir wollen die unterschiedlichen Lebenslagen und Lebensentwürfe älterer Menschen stärker in den Blick nehmen. Dazu gehören die gleichgeschlechtlich orientierten älteren Menschen, ältere behinderte Menschen bis hin zu älteren Migrantinnen und Migranten. Dabei geht es darum, die jeweiligen Bedürfnisse und Teilhabechancen im Dialog mit den Menschen zu erfahren und daraus die fachlichen Angebote zu entwickeln. Unser Motto lautet daher: "Alle einbeziehen und niemanden zurücklassen".

Carolina Brauckmann, Fachberatung gleichgeschlechtliche Lebensweisen in der offenen Senior/-innenarbeit in NRW: "Angebote für ältere Menschen wenden sich bislang ausschließlich an eine heterosexuell lebende Generation. Die Lebenserfahrungen von älteren Lesben und Schwule sind kein Thema in der Seniorenarbeit. Erst jetzt werden Pläne umgesetzt, Begriffe wie 'Vielfalt' und 'Partizipation' mit Leben zu füllen - auch mit lesbisch-schwulem Leben! Als Landesfachberatung freuen wir uns über die gute Zusammenarbeit mit der Dortmunder Community und dem Fachdienst für Senioren. Hier wird viel von dem umgesetzt, was wir landesweit anschieben."

Zum Thema

Die musikalisch begleitete Veranstaltung findet von 15 bis 17 Uhr im Dortmunder Rathaus Friedensplatz 1, Saal Westfalia statt. Der Eintritt ist frei.

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