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Bild: Jesús González Rebordinos

Nach Ausschreitungen

Oberbürgermeister Burkhard Jung und Ullrich Sierau fordern hartes Durchgreifen

Nachricht vom 07.02.2017

Die Oberbürgermeister der Städte Leipzig und Dortmund, Burkhard Jung und Ullrich Sierau, sind entsetzt nach den Ausschreitungen und Gewaltexzessen beim Spiel des BVB gegen RB Leipzig am Samstag, 4. Februar.

Gemeinsam fordern sie ein hartes Durchgreifen gegen die Gewalttäter. Sowohl der Deutsche Fußballbund (DFB), die Polizei, die Justiz sowie die Führung des BVB sind aufgefordert, mit aller Konsequenz die Ausschreitungen aufzuklären und harte Strafen zu verhängen.

Oberbürgermeister Burkhard Jung (Leipzig): "Grenzenlose Gewalt, die auch vor Kindern nicht Halt macht, Hass-Plakate im Stadion, Laserpointer gegen Spieler, Eisenstangenwürfe auf das Spielfeld – was bedarf es denn noch, damit die Verantwortlichen wach werden und erkennen, dass hier ein Riesenproblem liegt. Ich erwarte vom Fußballbund, von der Vereinsführung wie auch von Polizei und Justiz, dass mit aller Härte gegen diese Kriminellen vorgegangen wird. Wer Familien angreift, hat keine Nachsicht verdient. Wer Hass predigt, kann kein Verständnis erwarten. Die Palette möglicher Strafen ist groß und reicht von lebenslangem Stadionverbot bis zu Spielabbruch oder der Annullierung von Spielergebnissen."

Oberbürgermeister Ullrich Sierau (Dortmund): "Ich erwarte von Polizei, Justiz, DFB und BVB ein rigoroses Vorgehen gegen die Straftäter, die in meinen Augen keine Fans sind. Im Gegenteil: Sie haben dem sportlichen Miteinander einen maximalen Schaden zugefügt. Der Ruf der so genannten besten Fans der Liga wurde massiv beschädigt.

Dies ist einer Fußballhauptstadt in keinster Weise würdig. Es ist beschämend! Ich entschuldige mich bei allen Leipzigerinnen und Leipzigern, die in Dortmund Gastfreundschaft erwarten konnten, aber auf unerträgliche Weise mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen wurden.

Diese unfassbaren Vorgänge erfordern strikte Aufklärung. Alle Straftaten sind rigoros zu ahnden, die Gesetze müssen hier mit aller Härte durchgreifen. Nur so kann eine passende Signalwirkung entfaltet werden.

Wenn die Vorfälle polizeilich aufgeklärt und juristisch aufgearbeitet sind, gibt es hoffentlich eine Grundlage zwischen den Vereinen und Fans, aufeinander zuzugehen. In Erwartung einer solchen Beruhigung der Gemüter lade ich OB Burkhard Jung und die zu Schaden gekommenen Familien zu einem gewaltfreien Wochenende nach Dortmund mit einem Kulturprogramm inklusive einem Gang durch das Deutsche Fußballmuseum ein."