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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Inklusion

Förderschulen neu mit Diagnostikzentren ausgestattet

Nachricht vom 01.03.2017

Vier Dortmunder Förderschulen haben in den vergangenen Monaten je ein Diagnostikzentum erhalten: Sonderpädagogische Lehrkräfte, die an allgemeinen Schulen eingesetzt sind, können dort Diagnosematerial für den sonderpädagogischen Förderbedarf ausleihen und Beratung bekommen.

In der Schule an der Froschlake, Paul-Dohrmann-Schule, Johannes-Wulff-Schule und Adolf-Schulte-Schule stehen dazu Räume und Testmaterial zur Verfügung, außerdem können die Lehrkräfte auf Beratung vor Ort zurückgreifen.

Die vier Zentren verfügen über eine umfassende Ausstattung für Diagnostiken in den sonderpädagogischen Förderschwerpunkten "Sprache", "Lernen" und "Emotionale und soziale Entwicklung". Notwendig wurde die Einrichtung der Zentren, weil sonderpädagogische Lehrkräfte aufgrund des Gemeinsamen Lernens mittlerweile auf zahlreiche Dortmunder Schulen im Stadtgebiet verteilt sind und nicht mehr wie früher ausschließlich an einer entsprechend ausgestatteten Förderschule arbeiten. Bislang war es für die Lehrkräfte mit aufwändigen Nachfragen, Wartezeiten und langen Wegen verbunden, das an den Förderschulen weiterhin vorhandene Material zur Diagnostik zu nutzen.

"Inklusive Schulentwicklung hat in Dortmund einen hohen Stellenwert. Mit den Diagnosezentren erfüllen wir einen lang gehegten Wunsch aus Schulen, von Personalräten und Lehrerverbänden", sagt Schuldezernentin Daniela Schneckenburger. Die vier Diagnostikzentren finden sich in der Schule An der Froschlake, an der Paul-Dohrmann-Schule, der Johannes-Wulff-Schule und der Adolf-Schulte-Schule. "Wir haben das Angebot in einem dialogischen Prozess mit den Schulen entwickelt. Es wird von allen Beteiligten als eine sinnvolle Bündelung der Ressourcen begrüßt", so die Leiterin des Fachbereichs Schule, Martina Raddatz-Nowack. "Wir haben uns dafür entschieden, die Diagnosezentren an vorhandenen Schulen einzurichten und rund 40.000 Euro zusätzlich zur bereits vorhandenen Ausstattung investiert."

Dass die Diagnosezentren über das Stadtgebiet verteilt an Förderschulen angegliedert sind, mag verwundern. "Wir wollen aber", so Schulamtsdirektor Peter Rieger, "die an diesen Schulen vorhandene Expertise weiterhin optimal nutzen". Die Schulaufsicht stellt daher Stellenanteile von Lehrkräften dieser Schulen zur Verfügung, um Nutzer beraten und in die Handhabung des Materials einweisen zu können.

Die Lehrkräfte aller Schulen haben die Möglichkeit, die benötigten Diagnostikmaterialien zeitnah und ohne kompliziertes Ausleihverfahren zu erhalten.

Die Einrichtung der Diagnosezentren erfüllt einen Auftrag des Dortmunder "Referenzrahmens Inklusive Schule". Darin werden Gelingensbedingungen und Herausforderungen im Zusammenhang mit inklusiver Schulentwicklung beschrieben.

Die Standorte der Diagnosezentren

  • Do-Süd/-Ost: Adolf-Schulte-Schule (Förderschwerpunkt Lernen), Diakon-Koch-Weg 3, 44287 Dortmund
  • Dortmund-Mitte: Johannes-Wulff-Schule (Förderschwerpunkt Sprache), Kreuzstraße 155, 44137 Dortmund
  • Do-Nord/-Ost: Paul-Dohrmann-Schule (Förderschwerpunkt Lernen), Sanderoth 2-4, 44328 Dortmund
  • Do-West: Schule an der Froschlake (Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung), Froschlake 45, 44379 Dortmund