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Bild: photocase.com / c-promo.de

07.03.2017Grundsteinlegung

Rhein Ruhr Express-Depot entsteht in Dortmund

Mit dem Grundstein für das Rhein Ruhr Express-Depot wurde in Dortmund ein wichtiger Meilenstein zur planmäßigen Umsetzung des Rhein-Ruhr-Express, kurz RRX, gelegt. Der Regionalzug soll demnächst die Situation hunderttausender Pendler nachhaltig verbessern.

Baustelle Grundsteinlegung RRX

Lupe: Klicken zum Vergrößern Bild: Stadt Dortmund / Gaye Suse Kromer

"Das nächste Etappenziel ist erreicht", zeigte sich NRW-Verkehrsminister Michael Groschek während der feierlichen Zeremonie zufrieden. Der RRX werde den schienengebundenen Personennahverkehr des Landes revolutionieren, die Situation hunderttausender Pendler nachhaltig verbessern sowie neue Maßstäbe etwa hinsichtlich Komfort, Takt- und Reisezeiten setzen.

99-prozentige Verfügbarkeit der Züge

Martin Husmann, Vorstandssprecher beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), sprach auch im Namen der anderen am RRX-Projekt beteiligten Aufgabenträger, dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), dem Nahverkehr Rheinland (NVR), dem SPNV-Nord und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV): "Ich freue mich besonders für die Fahrgäste, denn die heutige Grundsteinlegung markiert eine bedeutende Investition in die Zukunft für die täglich rund 2,4 Millionen Menschen, die im Schienenpersonennahverkehr im Land unterwegs sind. Wir erwarten, dass das neue Dortmunder Werk bald maßgeblich dazu beiträgt, eine bestmögliche Einsatzfähigkeit der neuen Fahrzeuge zu garantieren."

"In Dortmund-Eving überführen wir den Service und die Wartung von Zügen in das digitale Zeitalter. Wir benutzen Algorithmen, um von den Zügen gelieferte Daten zu analysieren und können so Fehlfunktionen beheben, bevor sie überhaupt eintreten. So können wir unserem Kunden VRR und allen Fahrgästen eine über 99-prozentige Verfügbarkeit unserer Züge garantieren. Wir freuen uns, dass wir dieses Depot in Dortmund errichten können", sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.

Grundsteinlegung RRX

Lupe: Klicken zum Vergrößern Ludger Wilde (Stadt Dortmund), Polier Stefan Schütz, Dr. Jürgen Eickholt (Siemens), Verkehrsminister Michael Groschek, Martin Husmann (VRR)
Bild: Stadt Dortmund / Gaye Suse Kromer

Bis zu 100 langfristige Arbeitsplätze

Ludger Wilde, Planungsdezernent der Stadt Dortmund freute sich über die Wahl des Standorts und die damit verbundenen neuen Arbeitsplätze: "Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs an der Bornstraße ist ideal." So sei der RRX schon jetzt ein wichtiger Impulsgeber für die Entwicklung des Standortes Dortmund und ein gutes Beispiel für gelungenen Strukturwandel. "Das RRX-Instandhaltungswerk stützt die Nordwärts-Strategie der Stadt zur Förderung der nördlichen Stadtbezirke", betonte Wilde. Das bedeute bis zu 100 langfristige Arbeitsplätze – von der Instandhaltung und Reinigung der Züge bis hin zur Verwaltung und Bewachung der Anlage.

Hauptgebäude mit sechs Gleisen

Das Werk wird bestehen aus einem sechsgleisigen Werkstattgebäude, einem dreigeschossigen Lager und Sozialgebäude, Pförtnergebäude, Außenlagerflächen, einer Außenreinigungsanlage, einer Unterflurdrehmaschine für die Radsatzüberarbeitung und einer Radsatzdiagnoseanlage als Teil eines modernen Wartungskonzeptes.

Das sechs Gleise beherbergende Hauptgebäude wird rund 163 Meter lang, 63 Meter breit und 12,40 Meter hoch. Das Grundstück in Dortmund-Eving, Bornstraße 333, misst rund 70.000 Quadratmeter, was der Fläche von etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Grundstückseigentümer ist der VRR, der die Fläche von der Deutschen Bahn gekauft hat. Über einen Teil der Fläche ist ein bis zum Jahr 2050 geltender Erbbaurechtsvertrag mit der Siemens AG geschlossen worden. Siemens investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in die Errichtung des Werkes, das besonders energieeffizient die Wertevorgaben der neuen Europäischen Energieeinsparverordnung (EnEV) um 15 Prozent unterschreiten wird.

Quelle: YouTube

Testbetrieb ab Mitte 2018

Auf dem Werksgelände werden einschließlich der Werkstattgebäude rund 5,5 Kilometer Gleise verlegt. Sie werden mit zwei Anschlussweichen im Norden und Süden des Geländes verbunden, die von der Lage her identisch sein werden mit dem alten Anschluss des ehemaligen Rangierbahnhofs Dortmund-Eving an der Bahnstrecke Hauptbahnhof Dortmund in Richtung Lünen/Münster. Demnach wird sich der südliche Anschluss in Höhe des Baumarktes der nördliche Anschluss etwa 150 Meter nördlich der Hildastraße befinden. Das Werk wird bereits Mitte 2018 den Testbetrieb aufnehmen.

Bilderstrecke: Grundsteinlegung Rhein Ruhr Express-Depot

Der Grundstein wird Verplombt.

Verplombung mit Ludger Wilde, Stefan Schütz, Dr. Jürgen Eickholt, Michael Groschek und Martin Husmann (von links)   Bild: Dortmund-Agentur / Gaye Suse Kromer

Alle Bilder dieser Serie finden Sie auch im Medienportal.

Infobox

  • Für das RRX-Projekt stehen 2,65 Milliarden Euro Bundesmittel zur Verfügung
  • Weitere 800 Millionen Euro fließen in Bau und Entwicklung der neuen "Desiro HC"-Triebwagen
  • Diese Wagen gelten als "der letzte Schrei" im regionalen Schienennahverkehr: Kostenloses WLAN, Barrierefreiheit, Funkwellen durchlässige Spezialscheiben
  • Die Taktzeiten werden auf 15 Minuten verkürzt
  • Im Endausbau, vorgesehen 2027 bis 2030, werden dann 18 zwischen Dortmund und Köln liegende Städte angefahren. Darunter Bochum, Essen, Mülheim und Duisburg
  • Am RRX-Projekt direkt beteiligte Aufgabenträger sind: Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR), Schienenpersonen-Nahverkehr in NRW, Nahverkehr-Westfalen Lippe (NWL) und der Nordhessische VerkehrsVerbund (NVV)
  • Neben dem Werk in Dortmund werden wegen des RRX Bahnhöfe und Strecken in ganz NRW ausgebaut
  • Gebaut wird der Zug in Krefeld, getestet und in Betrieb genommen in Wegberg. Beides ebenfalls durch Siemens
  • In Dortmund entsteht eines der modernsten Wartungs- und Instandhaltungswerke seiner Art
  • Siemens investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag
  • Im Instandhaltungswerk werden alle 82 RRX-Züge 32 Jahre lang gewartet und instand gehalten
  • Durch das Werk werden bis zu 100 langfristige Arbeitsplätze geschaffen
  • Mitte 2018 soll der Testbetrieb aufgenommen werden

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