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Bild: Jesús González Rebordinos

Baumaßnahme

Lärmmindernder Asphalt für die Rüschebrinkstraße

Nachricht vom 07.03.2017

Das Tiefbauamt plant den Einbau von lärmminderndem Asphalt in der Rüschebrinkstraße. Über den Baubeschluss beraten die Bezirksvertretung Brackel, der Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün, und der Ausschuss für Finanzen, Beteiligungen und Liegenschaften, am 24. Mai 2017.

Im Stadtbezirk Brackel, Ortsteil Wambel befinden sich beidseits der Juchostraße gewerblich-industriell genutzte Flächen. Größere Teilflächen östlich und westlich der Juchostraße nutzt die Firma KHS GmbH, die an diesem Standort Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränke-, Food- und Non-Food-Industrie fertigt, für ihre Werksanlagen.

Geschlossener Betriebsablauf

Die Durchschneidung des Betriebsgeländes mit einer öffentlichen Straße führt im Produktions- und Organisationsablauf des Unternehmens zu weitgehenden Restriktionen, da kein geschlossener Betriebsablauf möglich ist. Für innerbetriebliche Transportvorgänge muss die öffentliche Straßenverkehrsfläche der Juchostraße gequert werden.

Vor dem Hintergrund der veränderten Sicherheitsbestimmungen im Welthandel und der daraus folgenden veränderten Bestimmungen im Zollrecht behindert eine solche Durchschneidung des Werksgeländes durch öffentliche Flächen die Betriebsabläufe. Die neuen Vorschriften machen strikte Wareneingangs- und Zugangskontrollen notwendig. Eine Einziehung der Straße in das Betriebsgelände erleichtert es dem Unternehmen, die Vorschriften einzuhalten. Ein solcher Schritt trägt zudem zur Standortsicherung bei.

Lärmschutz für Anwohner

Zu diesem Zwecke wurde mit Beschluss des Rates der Stadt Dortmund vom 26. März 2015 der Bebauungsplan "Br 143" so geändert, dass eine Einziehung der Straße möglich ist. Ein Städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt Dortmund und der Firma KHS GmbH regelt, dass die öffentliche Wegefläche der Juchostraße im Bereich des Betriebsgeländes des Unternehmens eingezogen wird. Aufgrund der geänderten Verkehrsführung ist mit einer Verkehrsverlagerung zur Rüschebrinkstraße zu rechnen. Damit verbunden sind höhere Lärmpegel für die Anwohner.

Aus diesem Grund sind in der Rüschebrinkstraße planbedingt Lärmschutzmaßnahmen erforderlich.

Es ist deshalb vorgesehen, dass die Stadt Dortmund unter finanzieller Beteiligung der Firma KHS GmbH lärmoptimierten Asphalt in den Straßenkörper der Rüschebrinkstraße zwischen Wambeler Hellweg und Hannöverscher Straße einbaut.

Um Lärmminderungen zu erzielen, ist auf Grundlage der vorliegenden Bestandsgutachten im Fahrbahnbereich ein Vollausbau erforderlich. Dieser Vollausbau bezieht sich auf die gesamte Straßenkonstruktion sowie die Barrierefreiheit im Bereich der Buskaps und Fußgängerüberwege.

Baumaßnahmen und Kosten

Die Baumaßnahmen werden voraussichtlich Ende 2017 begonnen. Die Bauzeit beträgt ca. acht Monate. Die Investitionskosten betragen 800 000 Euro. Die Firma KHS GmbH beteiligt sich mit 157 500 Euro an den Kosten. Erst nach Abschluss der Bauarbeiten auf der Rüschebrinkstraße wird die Juchostraße in das Werksgelände eingezogen.