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Westfalenhütte

Amazon setzt Spatenstich für neues Logistikzentrum

Nachricht vom 23.03.2017

Der Onlinehändler Amazon hat am 23. März in Dortmund den ersten Spatenstich für sein neues Logistikzentrum gesetzt. Bis Ende 2017 sollen dort mindestens 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

Spatenstich am Amazon Logistikzentrum

v.l. Jan Dietrich Hempel, Geschäftsführer Garbe, Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Geschäftsführer der Wirtschaftförderung Thomas Westphal, Lars Krause, Geschäftsführer der Amazon Logistik Werne GmbH und Rene Kaldenhoven, Goldbeck West GmbH
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Amazon investiert allein im ersten Jahr 27 Millionen Euro. Zu der feierlichen Veranstaltung waren zahlreiche Gäste gekommen, die Lars Krause, Geschäftsführer der Amazon Logistik Werne GmbH, begrüßte: "Dortmund steht für Veränderung, Dortmund ist ein Hotspot für E-Commerce. Amazon trägt mit diesem Spatenstich zum Strukturwandel bei." Krause versprach langfristige Arbeitsplätze: "Hier finden wir tolle und hervorragende Arbeitsbedingungen." Perspektivisch sind weitere Arbeitsplätze geplant. Das Stellenangebot reicht von Versandmitarbeitern und Logistikkräften über Personal- und IT-Experten.

Das neue Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte wird auf 45.000 Quadratmetern mit der neuesten Fördertechnik und Klimaanlage ausgestattet sein. 72 Wechselbrückenstellplätze, 25 Lkw-Stellplätze sowie 100 Docks sind geplant. "Durch das neue Logistikzentrum können wir die steigende Kundennachfrage noch besser bedienen, die Produktauswahl vergrößern und die wachsende Zahl von unabhängigen Händlern, die den Versand durch Amazon nutzen, besser unterstützen", so der Onlinehändler.

Dortmund steht für Veränderung

Lars Krause, Geschäftsführer der Amazon Logistik

"Der Neubau von Amazon festigt Dortmunds Rolle als bedeutender Logistikstandort in Deutschland und Europa. Die Logistik ist ein Wachstumsmotor der Region. Dass der Handels- und Technologiekonzern Amazon nach Dortmund kommt, bedeutet Jobchancen für viele Menschen in der Region", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau Sierau freute sich, dass zu den insgesamt 900 Unternehmen mit 23.000 Mitarbeitern, die es in der Logistik und artverwandten Branchen in Dortmund bereits gibt, mit Amazon nun der Logistikstandort noch weiter gestärkt wird.

Die Firma Garbe Industrial Real Estate entwickelt derzeit den Logistikpark Westfalenhütte nördlich der Brackeler Straße. Dort haben sich bereits mehrere Logistikbetriebe angesiedelt. Die heutige Erschließung erfolgt über die Kaltband-, Warmbreitbandstraße und Westfalenhüttenallee zum Knoten Rüschebrinkstraße/B236. Die Erschließung an den ÖPNV erfolgt seit 7. Januar 2017 über die neue Buslinie 417 vom U-Bahnhaltepunkt Kirchderne über den Bahnhof Kirchderne in den Logistikpark Westfalenhütte.

Verbesserte Erschließung bis zur Eröffnung

Auf den letzten freien Flächen im Logistikpark Westfalenhütte erfolgt heute der Spatenstich für das Logistikzentrum Amazon. Da mit der Ansiedlung von Amazon ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen zu erwarten ist, sind folgende Maßnahmen in Abstimmung mit Garbe und Amazon entwickelt worden, die zu einer verbesserten Abwicklung der Verkehre und zur Reduzierung des Verkehrsaufkommens beitragen:

  • Schichtwechsel um 15 Uhr anstatt um 14 Uhr (und damit abweichend von den anderen Unternehmen im Logistikpark).
  • Der Parkplatz für das Gebäude DTM 2 der Firma Amazon wird dauerhaft an die Brackeler Straße angeschlossen.
  • Auf der nördlichen Richtungsfahrbahn der Brackeler Straße wird vor dem Knotenpunkt Brackeler Straße/Spähenfelde eine Wendemöglichkeit über den Mittelstreifen mit vorgelagerter Linksabbiegespur geschaffen.

Bilderstrecke: Westfalenhütte - Amazon setzt Spatenstich für neues Logistikzentrum

Der Onlinehändler Amazon hat am 23. März in Dortmund den ersten Spatenstich für sein neues Logistikzentrum gesetzt. Bis Ende 2017 sollen dort mindestens 1.000 Arbeitsplätze entstehen.

Der Spaten zum Spatenstich 7 Bilder
Willkommen zum Spatenstich von Amazons neuem Logistikzentrum in Dortmund
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Diese Wendemöglichkeit wird erforderlich, um den Abfluss der Mitarbeiterverkehre in Richtung B236 zu ermöglichen. Sie hat unabhängig von der Ansiedlung von Amazon eine entlastende Wirkung für den Knoten Brackeler Straße/Im Spähenfelde. Durch diese Wendemöglichkeit werden die Wendefahrten, welche die Besucher des Hoeschparks und des Freibads Stockheide erzeugen, vor dem Knoten abgewickelt.

  • Mittelfristig ist die Anbindung des Garbe Logistikparks nach Westen an die geplante Hoeschallee vorgesehen.
  • Ausbau des ÖPNV-Angebotes auf dem Gelände der ehemaligen Westfalenhütte. Bereits zur Inbetriebnahme von Amazon ist geplant, das Fahrtenangebot der bestehenden Linie 417 zu erhöhen und ein zusätzliches Linienangebot zu schaffen. Dieser Verkehr muss auf die jeweiligen Schichtanfangs- und -endzeiten aller ansässigen Betriebe ausgerichtet werden. Die genaue Linienführung wird derzeit noch abgestimmt. Mit ThyssenKrupp wurde sich bereits über eine Befahrung der Westfalenhütte mit Linienbussen geeinigt, so dass eine kurze Verknüpfung vom Logistikpark Westfalenhütte zur U44 eingerichtet werden kann. Da ein regulärer Linienbetrieb geplant ist, profitieren alle Mitarbeiter der ansässigen Unternehmen von der Erweiterung des ÖPNV-Angebotes.
  • Einführung eines Job-Tickets bei der Firma Amazon
  • Förderung von Fahrgemeinschaften und Schaffung von überdachten Abstellanlagen für Fahrräder, um die Pkw-Fahrten zu reduzieren.

Amazon-Logistikzentrum in Dortmund

So wird es schon Ende 2017 rund um das neue Logistikzentrum aussehen

All diese Maßnahmen reduzieren das Verkehrsaufkommen im Logistikpark Westfalenhütte und dem Umfeld und verbessern somit für alle Nutzer die Erreichbarkeit dieses wichtigen Logikstandorts.

Standort mit Historie

Das Gelände der Westfalenhütte, deren Wurzeln in das Jahr 1871 zurückreichen, wurde zum Inbegriff der Dortmunder Montanindustrie. Die Stahlkrise in den 70er Jahren und die damit verbundenen Konzentrationsprozesse gingen auch an der Westfalenhütte nicht spurlos vorüber. Der Strukturwandel einer ganzen Region spiegelt sich auf dem Gelände wider. Die Stilllegung des letzten Hochofens auf dem 450 ha großen Areal bedeutete 2001 das endgültige Aus der Stahlproduktion in Dortmund. Weite Teile der Westfalenhütte wurden ab- und in China wieder aufgebaut – zurück blieb eine riesige Fläche, die auf eine zukunftsorientierte Nutzung wartete. Auf einer 450.000 Quadratmeter großen Teilfläche der ehemaligen Westfalenhütte errichtet die Garbe Industrial Real Estate GmbH einen modernen Logistikpark.