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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Jahresbilanz

Dortmunder Hafen meldet für 2016 stabiles Ergebnis

Nachricht vom 07.07.2017

Rund 2,73 Mio. Tonnen Güter wurden im Jahr 2016 im Dortmunder Hafen umgeschlagen - damit liegt der Umschlag um etwa vier Prozent unter der Vorjahresmenge, aber trotzdem über dem durchschnittlichen Umschlagniveau der letzten zehn Jahre von 2,6 Mio. Tonnen.

Der Dortmunder Hafen präsentierte sich auch 2016 wieder als wichtigste Logistikdrehscheibe im östlichen Ruhrgebiet.

Der Schiffsgüterumschlag lag mit 2,73 Mio. Tonnen um etwa vier Prozent unter der Vorjahresmenge. Hafenvorstand Uwe Büscher hierzu: "Wir haben zwar gegenüber dem Vorjahr wegen weggefallener Sonderaufträge Umschlageinbußen zu verzeichnen, liegen aber trotzdem über dem durchschnittlichen Umschlagniveau der letzten zehn Jahre von 2,6 Mio. Tonnen. Zudem hat sich das Niedrigwasser des Rheins im 4. Quartal 2016 negativ auf unseren Umschlag ausgewirkt."

Der Gütertransport per Bahn ist im Dortmunder Hafen um etwa 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,1 Mio. Tonnen gesunken. Uwe Büscher: "Die Schließung von Hoesch Spundwand und Profil und die weltweite Stahlkrise haben 2016 leider zu Transportverlusten per Bahn geführt. Dies zu kompensieren, ist schwierig, aber machbar."

Per Saldo ging der Umschlag per Schiff und Bahn um etwa elf Prozent auf insgesamt 4,83 Mio. Tonnen zurück.

Entwicklung des Schiffsgüterumschlags einschließlich Container nach Umschlagbereichen und Umschlaghöhe

  Tonnen %
Komb. Verkehr (Container) 1.054.000 + 7
Mineralöl 579.000 + 6
Baustoffe 451.000 - 19
Schrott 309.000 - 8
Eisen u. Stahl 192.000 - 32
Importkohle 124.000 + 16
Sonstiges 25.000 - 18
Insgesamt 2.734.000 - 4

Entwicklung des Kombinierten Verkehrs

In 2016 wurden mit rund 202.000 Ladeeinheiten – wie auch 2015 – zwar noch keine Mengensteigerung durch die Container Terminal Dortmund GmbH als Betreiber der zwei KV-Anlagen im Hafen erzielt. Aber, so Hafenchef Uwe Büscher, die drohende Abwanderung von Kunden wegen fehlender Expansionsmöglichkeiten im Dortmunder Hafen wurde abgewendet. Mehr noch: Kundenbeziehungen konnten intensiviert, zusätzliche Kunden akquiriert werden. Uwe Büscher: "Wir sehen der Entwicklung des Kombinierten Verkehrs im Bereich Dortmunds optimistisch entgegen, denn wir sind diesbezüglich jetzt gut aufgestellt."

Liegenschaften im Dortmunder Hafengebiet

Die Grundstücke im Hafengebiet werden von der Dortmunder Hafen AG verwaltet. Aufgrund der hohen Standortqualität ist mit rund 94 Prozent der weitaus größte Teil der Grundstücke vermietet oder im Erbbaurecht vergeben. Es gibt viele Unternehmen, die den Dortmunder Hafen schon seit Jahrzehnten als Standort schätzen und nutzen. Hiervon profitiert die Stadt Dortmund, die mehr als 90 Prozent der Flächen im Hafengebiet ihr Eigen nennt, Jahr für Jahr erheblich. Für 2016 überwies die Dortmunder Hafen AG rund 4,5 Mio. Euro an die Stadt Dortmund und trug so zur Haushaltskonsolidierung bei.

Städtebauliche Perspektiven im Hafen

Die Standortqualität des Hafens zu steigern und die Attraktivität zu erhöhen, sind laut Hafenchef Uwe Büscher mittelfristige Zielsetzungen, an denen bereits mit Hochdruck gearbeitet wird.

Die Speicherstraße wurde komplett überplant, um sie attraktiver zu gestalten. Die Entwicklung im südlichen Bereich der Speicherstraße wird unter der Federführung der Wirtschaftsförderung realisiert. Auch für den nördlichen Teil der Speicherstraße gibt es bereits konkrete Vorstellungen, die gemeinsam mit dem Architekturbüro Gerber entwickelt und mit der Stadt Dortmund abgestimmt wurden.

Die Federführung für die städtebauliche Neuordnung liegt für die nördliche Speicherstraße bei der Dortmunder Hafen AG. Die wenig attraktiven Nutzungen auf der Ostseite der Speicherstraße werden Ende dieses Jahres eingestellt, alle Aufbauten werden abgerissen. Sodann schließt sich ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren an, in dessen Verlauf sich Investoren um den Bau und die anschließende Vermarktung attraktiver Gebäude für beispielsweise Büro, Gewerbe und Gastronomie bewerben können. Uwe Büscher rechnet mit einer baulichen Umsetzung innerhalb eines Zeitraumes von fünf Jahren.