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Bild: Jesús González Rebordinos

Olympische Spiele 2032

"Olympia-Initiative Rhein Ruhr" setzt auf Standort Dortmund

Nachricht vom 17.07.2017

Die Idee von Olympia an Rhein und Ruhr nimmt Formen an: Die "Olympic City-Initiative" stellte ihr Sportstättenkonzept vor. Demnach könnte auch in Dortmund um olympisches Gold gekämpft werden.

Luftbild Westfalenhallen

Rund um die Strobelallee könnten einige Wettkämpfe der Olympischen Spiele 2032 ausgetragen werden.
Bild: Westfalenhallen Dortmund

"Als Sportstätten für die verschiedenen Disziplinen der Olympischen und Paraolympischen Spiele böten sich Anlagen in Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Oberhausen und Recklinghausen an", so die federführende MMP Event GmbH von Sport-Manager Michael Mronz. Insgesamt weist das Planungspapier 13 NRW-Städte aus, die zu Austragungsorten werden könnten.

Mronz sieht die Region als geeignet an: Die Metropolregion Rhein Ruhr könnte auf 24 Großsporthallen mit einer Kapazität von über 3.000 Plätzen sowie 16 Stadien mit einer Kapazität von über 30.000 Plätzen zurückgreifen. Bereits heute sind mehr als 80 Prozent der benötigten Sportstätten und Veranstaltungsorte zwischen Aachen und Dortmund (13 Städte schließen sich zur "Rhein Ruhr Olympic City" zusammen) vorhanden.

Fußball, Ringen, Skateboard und Schießen in Dortmund

Die aktuelle Zuordnung sieht gleich mehrere Sportarten und Wettkämpfe in Dortmund. Fußball-Gold würde im Signal Iduna Park ausgespielt werden. Kein anderes Stadion hat eine solche Kapazität (65.851). Ringen und Skateboard, ab 2020 erstmals olympisch, würden ein zuhause in der Westfalenhalle finde. Die Wettkämpfe im Schießen könnten auf den Freiflächen des Messegeländes statt finden. Besonderes Highlight wären die Straßenrennen. Sowohl im Laufen, als bei den Radrennen ist die Dortmunder Innenstadt als Austragungsort im Fokus.

Wir haben eine hervorragende Sportinfrastruktur

OB Sierau

"Dortmund und die gesamte Metropole Ruhr sind sportbegeistert wie keine zweite Region in Deutschland", unterstützt auch Oberbürgermeister Sierau das Vorhaben. "Das zeigt schon die Vielzahl an Sportarten, die hier Zuhause sind und sowohl im Breiten- wie auch im Spitzensportbereich erfolgreich und mit viel Begeisterung ausgeübt werden. Nicht zuletzt die tollen Erfolge der Athletinnen und Athleten des Olympiastützpunktes Dortmund bei Olympischen Spielen tragen zu einer positiven Grundstimmung für den Sport in unserer Region bei."

Initiative für nachhaltige Spiele

Derzeit wird ein Planungspapier erstellt, welches auf Austausch mit den Kommunen und der Landespolitik beruht und aus der Mitte der Gesellschaft finanziert wird. Es berücksichtigt eine sachgerechte Aufteilung von Sportstätten, unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und Beibehaltung der olympischen Atmosphäre. Um ein nachhaltigeres und kostengünstigeres Konzept anbieten zu können steht die Nutzung einer möglichst hohen Anzahl von bereits existierenden und temporär errichteten Sportstätten im Vordergrund.

Die zur Verfügung stehende Messefläche lässt eine enorme Flexibilität bei den Indoor-Sportarten zu und unterstreicht die Nachhaltigkeit im vorliegenden Sportstättenkonzept. Ringen, Schießen und Skateboardfahren in der Westfalenhalle Dortmund.

"Wir haben eine hervorragende Sportinfrastruktur und damit einen klaren Startvorteil gegenüber anderen. Bleibt die Frage: Wenn nicht jetzt, wann dann?", so Sierau abschließend.

Zum Thema

Den Plänen zufolge sollen sich alle 13 Kommunen erstmals zu einer "Rhein Ruhr Olympic City" verbinden, was nach den reformierten Statuten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) inzwischen zulässig ist. Eine Bewerbung müsste 2020 offiziell über den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angemeldet werden.