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Bild: Jesús González Rebordinos

Workshop

Studenten entwicklen Verkehrs-Konzept für den Wallring

Nachricht vom 04.09.2017

Ein studentischer Verkehrsplanung-Workshop hat sich vom 26. August bis zum 2. September mit der verkehrlichen Situation des Wallrings beschäftigt. Die Idee beinhaltet unter anderem mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer.

Ostwall

Rund um den Wall sollen weitere Bäume gepflanzt werden - so die Idee der Studenten
Bild: Stadt Dortmund

Zwei neue Eingangstore in die Innenstadt, ein Promenadenring und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer – das sind die Vorschläge, die die Studierenden eines internationalen Verkehrsplanungs-Workshops vom 26. August bis 2. September 2017 für den Wallring in Dortmund erarbeitet haben.

Prof. Dr. Jürgen Gerlach von der Bergischen Universität Wuppertal hat sich den Innenstadtring Dortmunds ausgesucht, um Studierenden aus Rostow am Don (Russland), Stellenbosch (Südafrika), Bern (Schweiz) und Wuppertal ein praxisnahes Beispiel zum Üben zu geben. Für einige Studenten aus Südafrika und Russland war es der erste Auslandsaufenthalt überhaupt.

Workshop 2017 DO Wallring Presentation

Die Gäste fanden viel Lob für Dortmund: "Es sei eine lebendige Stadt mit vielen Grünflächen, mit attraktiven Angeboten und mit ganz viel Charme".

Die Verbesserungsvorschläge der Studenten für den Wallring basierten auf dem Prinzip "Koexistenz statt Dominanz". Die Verteilungsfunktion des Wallrings für den Straßenverkehr solle auch künftig leistungsfähig erhalten bleiben. Dennoch soll viel mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden. Gelingen kann dieses, wie die Teilnehmenden anhand von Simulationen des Verkehrsflusses und von Gestaltungskonzepten mit viel neuem Grün in der Innenstadt eindrucksvoll nachweisen konnten, mit zwei Alternativen:

  • entweder durch eine Umwandlung in einen Einbahnstraßen-Ring
  • oder durch eine Unterbrechung des Ringes am Hauptbahnhof

Beide Alternativen führen zu weniger Fahrstreifen, so dass am Ring Platz für einen Boulevard entsteht, der ähnlich des Promenadenringes in Münster eine neue "Erfahrung" der am Ring gelegenen attraktiven Angebote, wie dem Dortmunder U, der Hövels Brauerei oder dem Bergmann Kiosk bieten kann, die ihre Aufenthaltsbereiche zur Innenstadt hin erweitern könnten.

Autofreier Platz vor dem Hauptbahnhof

Der Bahnhofsvorplatz wird das nördliche Tor zur Innenstadt – es entsteht nach der Vorstellung der Studierenden dort ein autofreier Platz mit Belebung des Quartiers rund um das Fußballmuseum und die Stadtbibliothek. Ein zweites Tor entsteht im Süden – dort wo am Platz Rostow am Don der neue Radschnellweg RS 1 von Hamm nach Duisburg an die Innenstadt angebunden wird. Von dort würde dann der neue Boulevard rund um die Innenstadt mit vielen neuen Bäumen angeschlossen. Dies alles funktioniert zwar mit einigen Umwegen für Autos, aber ohne Stau und mit ganz neuen Möglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer.

Gastdozenten in diesem Jahr waren Dr. Ivan Topilin, Dekan an der Straßen- und Verkehrsfakultät der Don State Technical University in Dortmunds Partnerstadt Rostov am Don (Russland), Prof. Marion Doerfel, Professorin für Verkehr an der Berner Fachhochschule und Megan Bruwer, Dozentin an der University Stellenbosch. Das Projekt wurde unterstützt von der Stadtverwaltung Dortmund, der Dr. Joachim und Hanna Schmidt Stiftung für Umwelt und Verkehr und der Bergischen Universität Wuppertal.

Zum Thema

Die Stadt Dortmund beginnt Ende 2017 mit ersten Planungen zum Umbau des Wallrings, so dass die Ideen des Workshops in die Umplanungen einfließen können.