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Bild: Jesús González Rebordinos

Welt-Alzheimertag

1. Dortmunder Demenz Woche macht Mut für den "anderen Alltag"

Nachricht vom 04.09.2017

Am 21. September ist Welt-Alzheimertag. Das "Netzwerk Demenz" organisiert aus diesem Anlass erstmals die Dortmunder Demenz Woche. Während der Aktionswoche vom 17. bis 24. September, gibt es im gesamten Stadtgebiet rund 60 Veranstaltungen rund um Demenz.

Erste Dortmunder Demenz-Woche

Vorstellung des Programms der Demenz-Woche mit Schirmherrin Birgit Zoerner (Sozialdezernentin, 4.v.li.) und Brigitte Heller, Demenz-Servicezentrum.
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Zentrale inhaltliche Aspekte sind die Vermeidung von Isolation, die soziale und gesellschaftliche Teilhabe und die Möglichkeiten, im Krankheitsverlauf vorzubeugen. Im Vordergrund steht die Lebensfreude, die auch Menschen mit Demenz erleben können – ob beim gemeinsamen Singen bekannter Melodien, beim Spaziergang in kundiger Umgebung, beim Tanzen oder beim bunten Nachmittag.

Die Woche der Demenz will informieren, aufklären, Betroffenen und Angehörigen das Spektrum ihrer Möglichkeiten zeigen und Mut machen für neue Eindrücke und Erlebnisse. Die Veranstaltungen sind auf unterschiedliche Krankheitsstadien ausgerichtet. Es gibt Angebote für Menschen im frühen Stadium ebenso wie für Menschen mit mittelschwerer und schwerer Demenz.

Initiatoren sind das Netzwerk Demenz in Kooperation mit der Stadt Dortmund und dem Demenz-Servicezentrum Dortmund. "Einen Menschen mit Demenz zu pflegen und zu betreuen, braucht ein gutes Netzwerk aus professionellen und ehrenamtlichen Hilfen. In Dortmund leistet die Stadt einen wichtigen Beitrag, gemeinsam mit den Verbänden der Freien Wohlfahrtspflege, privaten Pflegeanbietern und einer Vielzahl weiterer Initiativen wie der Alzheimergesellschaft und dem Dortmunder Demenz-Servicezentrum", sagt Sozialdezernentin Birgit Zoerner, die die Schirmherrschaft für die 1. Dortmunder Demenz Woche übernommen hat.

Auftakt und Abschluss: der Rahmen

Die Aktionswoche startet mit einer Auftaktveranstaltung bereits am 13. September im Wilhelm-Hansmann-Haus: Prof. Tobias Hartmann vom Deutschen Institut für Demenzprävention aus Saarbrücken referiert über die Möglichkeiten der Prävention bei Demenz im Krankheitsverlauf. Detlef Rüsing vom Dialogzentrum Witten-Herdecke spricht über neue Wege im gesellschaftlichen Miteinander. Zum Abschluss der Woche findet am Sonntag, 24. September ein ökumenischer Gottesdienst in der St. Suitbertus Kirche statt.

Mit der Aktionswoche wollen wir öffentlich zeigen, dass es auch mit der Diagnose Demenz den Betroffenen und ihren Angehörigen möglich ist, in unserer Stadt ein vielschichtiges und aktives Leben zu führen.

Sozialdezernentin Birgit Zoerner

Schwerpunkt: Bewegungsangebote

Einen besonderen Schwerpunkt in der Aktionswoche bilden Bewegungsangebote. Bewegung fördert nicht nur die motorischen Fähigkeiten, sondern stärkt auch die geistige Beweglichkeit. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass auch Menschen mit einer mittelschweren Demenz von regelmäßiger Bewegung und Aktivierung profitieren. Balancegymnastik, Sturzprophylaxe oder Sitzgymnastik stehen ebenso im Programm wie Tanzen, Qi Gong oder Boule-Spielen im Freien.

Angebote für Angehörige

Vielfältig ist auch das Programm für pflegende Angehörige. Neben zahlreichen Informationsveranstaltungen rund um das Krankheitsbild laden verschiedene Anbieter zu Entspannungs- und Wohlfühlstunden ein. Entspannen und Kraft sammeln können Angehörige bei Yoga oder Qi Gong; völlig abtauchen und genießen bei den Angeboten einer Hand- oder Kopfmassage. Zu den meisten Angeboten gehört eine kostenfreie zeitgleiche Betreuung der an Demenz erkrankten Menschen.

Öffentlichkeit für Demenz

Der "Demenz Chor" tritt am 19. September in der U-Bahnstation Stadthaus auf und bringt das Thema singend in die Öffentlichkeit. In Huckarde startet das Frauenzentrum am 22. September eine Aktion zum Mitlaufen, Walken, Gehen oder Rollen: "Demenz bewegt - Jung und Alt bewegen sich für ein Leben mit Demenz in der Gesellschaft".

Die Aktionswoche in Zahlen

  • 15 Informationsveranstaltungen zu unterschiedlichen Themen, z.B. Wissenswertes zum Krankheitsbild, Zahnpflege bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen oder der Fachtag der Caritas Altenhilfe zum Thema "Menschen mit Demenz und geistiger Behinderung".
  • 20 Angebote zu Sport und Bewegung: Tanzen, Balancetraining, Sturzprophylaxe, Yoga und Qi Gong bis hin zum Boule spielen im Freien.
  • 7 Angebote zur Förderung der Sinnesorgane bzw. zur Aktivierung im Alltag, als Ideeninput für pflegende Angehörige zu Hause.
  • 8 Angebote zur Wellness und Entspannung für pflegende Angehörige, z.B. tägliche Handmassage im Städtischen Seniorenheim Weiße Taube.
  • 6 Angebote für ein gutes Miteinander wie singen, Spielnachmittag oder eine geführte Wanderung durch den Rombergpark.

Zum Thema

Information und Anmeldung

Das Programm zur Dortmunder Demenz Woche gibt es als Download oder gedruckt in allen Seniorenbüros in den Stadtbezirken. Die meisten Angebote sind kostenfrei.

Eine Anmeldung zur Auftaktveranstaltung, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind, sowie weitere Informationen zur 1. Dortmunder Demenz Woche erteilt Brigitte Heller, Stadt Dortmund, Demenz-Servicezentrum,
Tel. (0231) 50-2 65 00.