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Spar- und Bauverein investiert in Wohn- und Bürokomplex am Königswall

Nachricht vom 12.09.2017

Zwischen Fussballmuseum und Dortmunder U tut sich was. Gemeinsam mit dem Architekturbüro Kuschany + Zimmer investiert der Spar- und Bauverein rund 15 Millionen Euro in drei Neubauten. Auf dem Grundstück sollen Wohnungen und Gewerbe entstehen.

Spar- und Bauverein und Architekturbüro Koschany + Zimmer stellen Konzept für Königswall 44/46 vor

Der entworfene Gebäudekomplex sieht eine gemischte Nutzung mit Wohnungen, Büroflächen und einer Tiefgarage mit zwei Parkebenen vor.
Bild: Koschany + Zimmer

"Der Bereich ist Bestandteil einer der vier Entwicklungsräume für eine städtebauliche Weiterentwicklung der City von Dortmund (Konzept City 2030)", erklärt Stadtsprecher Michael Meinders. "Das Grundstück liegt im westlichen Bereich der City am stadtbildprägenden Wallring. Es befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Dortmunder U und dem DFB Fußballmuseum und damit zur Kunst- und Kulturmeile, zum bereits fertiggestellten neugestalteten Teil des Boulevards Kampstraße und zum Hauptbahnhof."

Gruppe von drei Gebäuden

Der von KZA entworfene Gebäudekomplex sieht eine gemischte Nutzung mit Wohnungen, Büroflächen und einer Tiefgarage mit zwei Parkebenen vor. Kernidee des Entwurfs ist, dem langgezogenen Schwung der gegenüberliegenden Bebauung eine Gruppe von drei Gebäuden mit fünf, sechs beziehungsweise acht Geschossen gegenüberzustellen. In ihrer Abstaffelung folgen sie der Höhenentwicklung des Straßenverlaufs.

Das höchste Gebäude wendet sich mit seiner Schmalseite den Ankommenden zu. Ein Sockel verbindet die Elemente zu einer Einheit und wird mit seiner zweiten Ebene zum Podium für einen grünen Innenhof und das Haus an der Schmiedingstraße.

Spar- und Bauverein und Architekturbüro Koschany + Zimmer stellen Konzept für Königswall 44/46

Das neue Gebäude steht vor dem Harenberg-Haus in unmittelbarer Nähe zum Dortmunder U
Bild: Koschany + Zimmer

Der Dreiklang der Gebäude setzt vor der Kulisse des Harenberg-Hauses und in direkter Nachbarschaft zum Dortmunder U einen besonderen Akzent. Und genau dieser selbstbewusste Auftritt sei Grundgedanke des Konzepts, betont KZA-Geschäftsführer Axel Koschany. "Es ging darum, den prominenten Standort durch etwas Eigenständiges, Unverwechselbares adäquat zu ergänzen."

Gesamtinvest von rund 15 Millionen Euro

"Wir möchten hier eine interessante Mischung für eine breite Zielgruppe schaffen", erläutert Franz-Bernd Große-Wilde, Vorstandsvorsitzender der Spar- und Bauverein eG, den Plan, an dieser Stelle in drei Gebäuden sowohl barrierearmen Wohnraum als auch attraktive Büroflächen zu schaffen. "Die Gebäudekubatoren erlauben Wohngrößen von knapp 60 bis 160 qm", erläutert Große-Wilde weiter. Der aktuelle Planstand berücksichtige Wohnungstypen von ca. 56 - 90 Wohnfläche, sodass sich 36 Wohnungen ergeben könnten. Die Ausformulierung des Wohnungsmix bleibe der weiteren Planung überlassen. Insgesamt stünden darüber hinaus ca. 1.100 qm Bürofläche zur Verfügung. Der Spar- und Bauverein plant zurzeit ein Gesamtinvest von rund 15 Millionen Euro ein.

Im Zuge der Verfahrensrealisierung erklärten 31 im Bundesgebiet ansässige Interessenten ihre Teilnahme. Ein Auswahlkomitee der Stadt Dortmund unter der Leitung von Herrn Stadtrat Wilde, dem auch Frau Prof. Reicher, Vorsitzende des Gestaltungsbeirates der Stadt Dortmund, angehörte, qualifizierte 6 Interessenten, aus denen nun die Planungen des Spar- und Bauverein eG, Dortmund, mit dem Entwurf des Architekturbüros Koschany + Zimmer Architekten KZA aus Essen herausgestellt werden konnte. Diese von Seiten der Verwaltung favorisierte Planung stellt eine gelungene Einfügung in den vorhandenen städtebaulichen Raum dar, bietet eine angemessene Nutzung an und entwickelt mit dem Entwurf des Baukörpers eine hohe architektonische Qualität.

Zum Thema

Die Vorlage der Verwaltung wird an die politischen Gremien weitergeleitet, und im September 2017 wird dem Rat der Stadt Dortmund empfohlen, mit dem ausgewählten Vorhabenträger und Architekten in die nächste Planungsphase einzutreten.