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Bild: Jesús González Rebordinos

Klimaschutz

KlimaExpo.NRW nimmt drei Dortmunder Projekte in Leistungsschau auf

Nachricht vom 12.09.2017

Bis 2020 hat sich die Stadt das Ziel gesetzt, ihre CO2-Emissionen im Vergleich zu 1990 um 40 Prozent zu reduzieren. Zu diesem Zweck hat die Stadt drei Projekte ins Leben gerufen, die nun von der KlimaExpo.NRW als Vorreiter für den Klimaschutz in die landesweite Leistungsschau aufgenommen wurden.

Ludger Wilde, Veronika Bluhm (Dienstleiterin und Abteilungsleiterin Klimaschutz des Umweltamtes), Diane Jägers, Dr. Heinrich Dornbusch (Vorsitzender Geschäftsführer der KlimaExpo.NRW).

Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen (AMeG), Diane Jägers, Dezernentin für Recht, Ordnung Bürgerdienste und Feuerwehr sowie für das Dortmunder Systemhaus (Green IT) und Veronika Bluhm, Dienstleiterin und Abteilungsleiterin Klimaschutz (Energieeffizienzquartier Unionviertel) hinterließen symbolisch für die neuen "Schritte" der Stadt Dortmund mit einem Stempelkissen ihre Fußabdrücke
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Die Stadt Dortmund ist Vorreiter im Bereich Energieberatung und Green IT. Zur Reduzierung der CO2-Emissionen soll insbesondere das Einsparpotenzial beim Energieverbrauch in privat genutzten Gebäuden ausgeschöpft werden, aber auch die städtische IT-Infrastruktur wird konsequent klimafreundlich optimiert. Dr. Heinrich Dornbusch, Vorsitzender Geschäftsführer der Klima-Expo.NRW, überreichte in Dortmund die offiziellen Urkunden für die Projekte "Green IT", "Effizienzquartier Unionviertel" und "Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudesanierung (AMeG)".

Die drei Vorreiterprojekte setzen an unterschiedlichen Herausforderungen an

Im Unionviertel erprobte die Stadt Dortmund bis 2015 Maßnahmen, um den Bürgerinnen und Bürgern das Thema Energieeffizienz näher zu bringen. So hat sich dort eine Klimaschutzdynamik entwickelt. Außerdem ist im Zuge des Projekts eine Photovoltaikanlage im Quartier installiert worden, die sinnbildhaft für die dauerhafte Förderung des ökologischen und sozio-kulturellen Engagements im Unionviertel steht.

Mit dem Projekt "AMeG" (Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudesanierung) testete die Stadt zudem neue Kommunikationswege, um die gezielte Ansprache von Immobilienbesitzern und Mietern mit unterschiedlichem Migrationshintergrund zu verbessern. Von den neuen Erkenntnissen profitiert nicht nur der Klimaschutz, sondern auch die Integration.

Als eine wichtige Stellschraube zur Erreichung der städtischen Klimaschutzziele wurde auch das Thema "Green IT" identifiziert. Mit einem entsprechenden Klimaschutzteilkonzept geht die Stadt mit beispielhaftem Engagement voran und trimmt ihre komplette Infrastruktur im Bereich Informationstechnik auf Effizienz. Das spart Ressourcen und entlastet dank effizienterer Geräte mittelfristig auch den städtischen Haushalt.

"Mit den Projekten, die wir heute in die KlimaExpo.NRW aufnehmen, hat die Stadt Dortmund individuelle Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen identifiziert, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen. Wir möchten dieses Engagement in ein landesweites Schaufenster stellen, um andere Kommunen zur Nachahmung zu motivieren", so Dr. Heinrich Dornbusch im Rahmen der Urkundenübergabe.

Bis 2022 präsentiert die KlimaExpo.NRW als Initiative der NRW-Landesregierung in 1.000 Schritten positive Beispiele für den Klimaschutz in und aus Nordrhein-Westfalen. Ludger Wilde, Dezernent für Umwelt, Planen und Wohnen (AMeG), Diane Jägers, Dezernentin für Recht, Ordnung Bürgerdienste und Feuerwehr sowie für das Dortmunder Systemhaus (Green IT) und Veronika Bluhm, Dienstleiterin und Abteilungsleiterin Klimaschutz (Energieeffizienzquartier Unionviertel) hinterließen symbolisch für die neuen "Schritte" der Stadt Dortmund mit einem Stempelkissen ihre Fußabdrücke.

"Bis 2020 die CO2-Emission um 40 zu reduzieren geht nur schrittweise durch viele Projekte und vorbildliche Maßnahmen, die ineinander greifen. Dabei setzen wir weiterhin auf engagierte Dortmunderinnen und Dortmunder, um gemeinsam als Vorbild für kommunalen Klimaschutz voranzugehen", sagt Ludger Wilde.

Energieberatung macht Unionviertel zum Effizienzquartier

Mit über 10.000 Einwohnern ist das Unionviertel eines der am dichtesten besiedelten Quartiere in Dortmund. Beratungsangebote zu energiesparendem Verhalten und technischen sowie baulichen Möglichkeiten waren zwar vorhanden, wurden aber wenig genutzt. Daher erprobte das Projekt "Effizienzquartier Unionviertel" neue, speziell auf die individuelle Einwohnerstruktur ausgerichtete Angebote. Die Ausweitung und Anpassung der Energieberatung hat zusammen mit neuen Kommunikationswegen zum Erfolg geführt: Seit dem Start des Projekts hat sich im Unionviertel eine positive Klimaschutzdynamik entwickelt.

Forschungsprojekt erprobt neue Kommunikationswege

Nur wenige Hauseigentümer mit Migrationshintergrund machten in Dortmund bislang von den klassischen Instrumenten der Umwelt- und Verbraucherberatung Gebrauch. Die Stadt nahm dies als Herausforderung an und begann, neue Kommunikationswege zu erproben. Das Forschungsprojekt "Aktivierung von MigrantInnen zur energetischen Gebäudesanierung (AMeG)" testete verschiedene Mittel und Methoden, die Bürger direkt anzusprechen. Mit wissenschaftlichen Erkenntnissen konnten so kultursensible Vermittlungswege der Beratungs- und Förderangebote etabliert und gleichzeitig deren Bekanntheit gesteigert werden. Die erzielten Ergebnisse sind als Konzept übertragbar und können von anderen Kommunen, Verbraucherzentralen, Initiativen und Vereinen angewendet werden.

IT-Infrastruktur mit hohen Einsparpotenzialen

Um weitere Einsparpotenziale zu identifizieren, wurde die gesamte IT-Infrastruktur der Stadt durchleuchtet, Optimierungspotenziale aufgezeigt und entsprechende Maßnahmen sukzessive umgesetzt. Ziel des Projektes "Green IT" ist es, den verwaltungsweiten IT-Einsatz über den gesamten Lebenszyklus hinweg umwelt- und ressourcenschonend zu gestalten. Das beginnt bei der fairen und nachhaltigen Beschaffung, beinhaltet einen energieeffizienten, klimaschonenden Betrieb und endet mit der fachgerechten Entsorgung bzw. dem Recycling. So konnte die Stadt Dortmund ein Einsparpotenzial von über 5.000 Tonnen CO2 erreichen. Der IT-Fachbereich erarbeitet konsequent neue Handlungsfelder, um die IT-Infrastruktur zukunftsfähig zu machen und Verbräuche zu reduzieren.