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Bild: Jesús González Rebordinos

Digitale Infrastruktur

Wirtschaftsförderung legt Förderantrag für Breitbandausbau vor

Nachricht vom 12.09.2017

Die Verwaltung hat am Dienstag, 12. September, die Teilnahme am Call des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur beschlossen. Auf Basis eines bereits erstellten Ausbauplanes sollen ca. 3.200 Adresspunkte in Dortmund an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Der TÜV Rheinland hat im Auftrag der Wirtschaftsförderung Dortmund ein Markterkundungsverfahren durchgeführt, um den aktuellen Ausbaustand der Breitbandversorgung in Dortmund zu untersuchen.

Bei dem durch die Bundesregierung geförderten Verfahren wurde der Ausbaustand analysiert. Dabei wurden auch die Ausbaupläne der Telekommunikationsunternehmen der nächsten drei Jahre berücksichtigt. Hierbei wurde festgestellt, dass von den rund 108.000 Adresspunkten (Adresspunkt = Gebäude, nicht Haushalt oder Einzelanschluss) die es in Dortmund gibt, ca. 3.200 Adresspunkte unterversorgt sind (sog. "weiße Flecken"). Unterversorgt ist ein Adresspunkt gemäß der Richtlinien des Bundesförderprogramms dann, wenn die maximale Internetanbindung unter 30 M/Bits (Downloadgeschwindigkeit) liegt.

Auf Basis des Markterkundungsverfahrens wurde eine Netzplanung zum Ausbau der Breitbandinfrastruktur erstellt. Hieraus gehen die o.g. 3.200 unterversorgten Adresspunkte hervor. "Die Anbindung aller Dortmunder Haushalte, Unternehmen und Bildungseinrichtungen an schnelles Internet ist ein wichtiges Ziel für die Zukunftsfähigkeit unsere Stadt. Daher engagieren wir uns, um mit dem geförderten Breitbandausbau die erforderliche Infrastruktur zu schaffen", sagt Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund.

"Digitales Klassenzimmer" im Fokus

Das Gesamtvolumen des Förderantrags liegt bei 19,7 Mio. Euro, hiervon werden 17,76 Mio. Euro (90%) durch den Bund und das Land gefördert. Der Eigenanteil der Stadt Dortmund würde 1,97 Mio. Euro (10%) betragen. Durch die Antragstellung zum 5. Call ist auch das Ziel "Digitales Klassenzimmer" stärker in den Fokus gerückt, denn ab jetzt sind auch die Anbindungen von Schulen und außerschulische Bildungseinrichtungen förderfähig, die bereits über eine Anschlusskapazität von bis zu 60 M/Bits Download verfügen.

"Der konsequente Ausbau der Internetversorgung ist von besonderer Bedeutung. Dortmund hat sich als digitales Oberzentrum etabliert. Wir benötigen daher schnelles Internet für Unternehmen und die Weiterentwicklung des Wirtschaftsstandortes. Daher ist die Teilnahme erst am 5. Call vor allem durch die bessere Einbindung von Schulen und Bildungseinrichtungen die richtige Strategie", sagt Thomas Westphal, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund.

Um die Anforderungen der Netzplanung umzusetzen, sollen

  • über 1.600 Kilometer neue Glasfaserleitungen
  • ca. 250 km neue Leerrohre zur Vorbereitung weiterer Ausbauschritte
  • rund 200 km Tiefbauarbeiten
  • und ca. 35 km über alternative Verlegemethoden

realisiert werden. Durch den Anschluss von ca. 3.200 Adresspunkten können

  • ca. 7.650 Haushalte
  • über 950 Unternehmen
  • rund 200 Institutionen (Schulen und außerschulische Bildungsstandorte)

durch die Versorgung mit schnellerem Internet profitieren.

Zum Thema

Um den Breitbandausbau nachhaltig voran zu treiben, hat der Verwaltungsvorstand auf seiner Sitzung am 12. September 2017 die Teilnahme am 5. Call des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur für den geförderten Breitbandausbau beschlossen. Im Anschluss wird das Vorhaben in den zuständigen Ausschüssen und dem Rat behandelt, die letztendlich über die Antragstellung entscheiden.