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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Standortentwicklung

Investorengemeinschaft plant Büro-Ensemble auf PHOENIX West

Nachricht vom 19.09.2017

"PHOENIXWERK" heißt ein Ensemble aus mehreren Bürogebäuden, den eine Investorengemeinschaft auf PHOENIX West, an zentraler Stelle, zwischen dem Phoenixplatz mit den historischen Gebäuden der PHOENIX Halle und dem Schalthaus 101, plant. Langfristig sollen dort über 250 Beschäftigte Platz finden.

Entwurf PHOENIXWERK

Tatsächlich liegt die Besonderheit des Entwurfs im Gemeinsinn der Gebäude
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): SHA Scheffler Helbich Architekten

"Als Stadtplaner sind wir von der hohen gestalterischen Qualität des Gesamtentwurfes begeistert", sagt Planungsdezernent Ludger Wilde, der den Projektfortschritt bereits seit einem Jahr verfolgt, als die Investoren um das Büro SHA Scheffler Helbich Architekten, das Projekt dem Gestaltungsbeirat vorstellten. "Der Backstein der Fassaden bildet ein wertiges und zugleich zeitgemäßes Gegenüber zu den historischen Industriehallen aus der Zeit des alten Stahlwerks. Er hält alle Gebäude zusammen. Gleichzeitig verfügen die Fassaden jedes einzelnen Gebäudes über einen eigenen Charakter und sichern so die Maßstäblichkeit und individuelle Eigenständigkeit der Einzelgebäude."

Tatsächlich liegt die Besonderheit des Entwurfs im Gemeinsinn der Gebäude. In einer Zeit, in der jeder versucht, sich in der Einzigartigkeit zu exponieren, ist es den Architekten von SHA mit den drei Investoren gelungen, die Gebäude als gestalterische Einheit um den gemeinsamen grünen Innenhof zu gruppieren, der allen Beschäftigten zur Verfügung steht. Im ersten Schritt werden drei Bürogebäude mit ca. 7.000m² und die ersten Geschosse des Parkhauses errichtet. Später können zwei weitere Gebäude ergänzt und das Parkhaus aufgestockt werden.

PHOENIX-West Hochofenwerk

Blick auf den alten Hochofen
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Zoonar.com/Stefan Ziese

"Uns hat von Anfang an das Grundstück am Phoenixplatz mit direktem Blick auf den Hochofen begeistert", sagt Christoph Helbich, der mit der Suche nach einem neuen Standort für sein Architekturbüro SHA vor über einem Jahr die Initiative übernommen hat. "So ein charakterstarker Ort mit Blick auf den Hochofen ist absolut einmalig und auch außerhalb Dortmunds nicht allzu oft zu finden. Daher öffnen wir die Fassade unseres Gebäudes auch zu diesen beiden städtebaulichen Besonderheiten."

Carsten Scherer, Inhaber des Softwareunternehmens Remira, und er waren sich schnell einig, welche Funktion ihre beiden Gebäude am Phoenixplatz übernehmen sollten: "Mit einer belebten Raumkante und gastronomischem Angebot im Erdgeschoss können wir den Phoenixplatz langfristig zum zentralen Ort des Quartiers machen." Zukünftig soll den Beschäftigten der Bürogebäude ein abwechslungsreiches Mittagsangebot zur Verfügung stehen. Abends wird es rege Wechselwirkungen mit dem Betrieb der PHOENIX Halle geben, wodurch der Platz zusätzlich belebt wird. "Als Praktikant habe ich am Hochofen 7 und in der ehemaligen Maschinenhalle 1992 gearbeitet und kenne daher das Gelände als aktives Hochofenwerk. Jetzt arbeite ich bald wieder im PHOENIXWERK® und setze die Tradition meiner Familie fort, die fast ausschließlich in der Montanindustrie beschäftigt war", so Scherer.

Für Dr. Stephan Wilforth und Marius May, die für ihre Unternehmen tetraeder. solar und tetraeder.com planen und so gemeinsam das Team der Investoren komplettieren, ist die Wahl sehr schnell auf den Baukörper an der Kreuzung von Hochofenstraße und Konrad-Zuse-Straße an den Wasserkaskaden gefallen. Neben der freiräumlichen Qualität sehen sie vor allem die neue Adresse: "Wir können bei unseren Kunden mit der Konrad-Zuse-Straße die Assoziation zum deutschen Pionier des Computers wecken und zugleich als nachhaltiges Unternehmen der Solarindustrie an der Hochofenstraße exemplarisches Beispiel für den Strukturwandel sein. Das hat schon was!"

In allen drei Gebäuden sind zusätzlich zu den Flächen der jeweils eigenen Unternehmen weitere Flächen vorhanden, die fremdvermietet werden sollen. "Das ist ein positives Signal für den Standort. Durch das neue Flächenangebot können wir nun verstärkt Mietanfragen für PHoenix West positiv beantworten", sagt Robert Litschke, Pressesprecher der Dortmunder Wirtschaftsförderung. Die drei Investoren wünschen sich für das PHOENIXWERK® innovative Mieter, die den Wert der Campusidee um den gemeinsamen grünen Innenhof, das gastronomische Angebot und nicht zuletzt die gute Verkehrsanbindung mit Parkhaus für ihre Mitarbeiter schätzen und auf der Suche nach genauso einer hochwertigen Mietfläche sind, in der der Gemeinsinn sehr stark betont wird.

Mit einem Baubeginn rechnet das Architekturbüro SHA Anfang kommenden Jahres, sodass 2019 mit dem Einzug in das neue Vorzeigeprojekt gerechnet wird. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller beteiligten Unternehmen sind schon jetzt voller Vorfreude.

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