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Bild: Jesús González Rebordinos

Parken

Neue Parkzonen für Anwohner in der City

Nachricht vom 27.09.2017

Nachdem bereits im Gerichtsviertel und im Bereich "Joseph-Scherer-Straße" Bewohnerparkzonen eingerichtet wurden, sollen jetzt weitere in der Innenstadt folgen. In einem Vier-Stufen-Konzept werden maximal sechs neue Zonen eingerichtet. Den Anfang machen Zonen in Wallring-Nähe.

Nachdem sich der Rat der Stadt Dortmund im Februar 2013 dazu entschieden hat, grundsätzlich wieder das Instrument der Bewohnerparkzonen in Dortmund zur Verbesserung der Parksituationen für Anwohner zu nutzen, hat die Verwaltung sowohl im Gerichtsviertel – zum 1. Oktober 2014 – als auch im Bereich "Joseph-Scherer-Straße" – zum 1. Januar 2016 – neue Bewohnerparkzonen erfolgreich eingerichtet.

Aus vielen Wohnbereichen im Umfeld der City ist daraufhin der Wunsch vorgetragen worden, auch in weiteren Quartieren neue Bewohnerparkzonen einzurichten, um gebietsfremdes Parken durch Beschäftigte und (City-)Besucher zu reduzieren und dafür mehr Parkchancen für Bewohner der jeweiligen Quartiere zu schaffen. Mit Bewohnerparkzonen wird nachweislich der Parksuchverkehr reduziert und ein Beitrag zur Emissionsminderung geleistet. Das Konzept flankiert damit auch die Bewerbung um die "Emissionsfreie Innenstadt".

Maximal sechs neue Zonen

Die Verwaltung hat daraufhin 21 Gebiete im Umfeld der City identifiziert, in denen hoher Parkdruck besteht. Zwischen den Quartieren ist aber sowohl der Parkdruck, die politische Beschlusslage als auch der Stand der Vorbereitungen unterschiedlich. Auch sind die personellen Kapazitäten zur Erarbeitung, Umsetzung und Einführung sowie zur Kontrolle begrenzt, so dass die Verwaltung nun ein Stufenkonzept mit vier Realisierungsstufen mit je vier bis sechs potenziellen Zonen für die Umsetzung vorschlägt (vgl. Anlage). Damit liegt nun ein klarer Fahrplan vor, wie mit dem Thema Bewohnerparken in den nächsten Jahren umgegangen werden soll.

Zunächst Zonen in Wallring-Nähe

In der Realisierungsstufe 1 mit höchster Priorität sollen zum einen die Quartiere auf eine Bewohnerparkzone hin untersucht werden, die unmittelbar an den Wallring bzw. an bestehende Bewohnerparkzonen angrenzen. Hierzu gehören "Gutenbergstraße", "Geschwister-Scholl-Straße", "Löwenstraße", "Ritterstraße" und "Unionviertel". In den letzten beiden genannten ist der Parkdruck durch die neuen Berufskollegs am Dortmunder U deutlich gestiegen. Darüber hinaus ist das Quartier "Hbf/Westerbleichstraße", für das es bereits einen politischen Beschluss gibt und wo es ebenfalls einen besonderen Parkdruck gibt in die erste Stufe aufgenommen worden. Eine konkrete Reihenfolge der Umsetzung innerhalb der Realisierungsstufe wird nicht vorgegeben, um evtl. Unwägbarkeiten, die im Rahmen der Konzepterstellung oder Beteiligung auftreten, begegnen zu können.

Um eine Bewohnerparkzone einzurichten, bedarf es zunächst umfangreicher Voruntersuchungen. Mit der Untersuchung eines Gebietes ist aber nicht zwingend die Einführung einer Bewohnerparkzone verknüpft. Vielmehr kann die Untersuchung auch zum Ergebnis haben, dass eine Bewohnerparkzone für das untersuchte Quartier oder einen Teil des Quartiers nicht das richtige Instrument ist, um dem Parkraummangel der ansässigen Wohnbevölkerung zu begegnen.

Für die Einführung jeder einzelnen Bewohnerparkzone sind folgende Schritte erforderlich:

  • Untersuchung des Parkdrucks und Erarbeitung eines ersten Entwurfs für ein Bewohnerparkkonzept (in der Regel durch externe Ingenieurbüros)
  • Kenntnisnahme der jeweiligen Bezirksvertretung über diesen Konzeptentwurf und Beschluss über eine Einwohnerversammlung
  • Durchführung der Einwohnerversammlung und Aufnahme von Änderungsvorschlägen
  • Überarbeitung des Entwurfs durch die Verwaltung in ein Bewohnerparkkonzept
  • Beschluss der jeweiligen Bezirksvertretung über das Bewohnerparkkonzept
  • Einführung der Bewohnerparkzone durch Umsetzung des Beschlusses (Beschilderung, Markierung, Information der Haushalte)
  • Kontrolle der Parkregelungen durch die Verkehrsüberwachung

Aufgrund des Bearbeitungsaufwandes wird für die Umsetzung der ersten Realisierungsstufe durch die Planungsverwaltung ein Zeitraum von etwa drei Jahren nach Ratsbeschluss kalkuliert.

Neue Planstellen für die Verkehrsüberwachung

Da die Akzeptanz von Bewohnerparkzonen nur mit entsprechenden Kontrollen durch die Verkehrsüberwachung erreicht werden kann, ist für die sechs potenziellen Bewohnerparkzonen der ersten Stufe sowie die bereits eingeführten Bewohnerparkzonen "Gerichtsviertel" und "Joseph-Scherer-Straße" ein Bedarf von 2,43 Planstellen bei der Verkehrsüberwachung im Ordnungsamt kalkuliert worden. Diese Stellen sollen ab Mitte 2018 geschaffen werden.