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Bild: Jesús González Rebordinos

Demografischer Wandel

Bürgerwerkstätten erarbeiten Konzept für seniorenfreundliche Wohnquartiere

Nachricht vom 28.09.2017

In diesem Jahr wird die Stadt Dortmund in vier ausgewählten Stadtteilen mit den Bürgern in Bürgerwerkstätten über den demografischen Wandel diskutieren. Die dritte Bürgerwerkstatt findet am 6. Oktober im im kath. Gemeindezentrum Heilig-Kreuz, Jungferntalstraße 47 im Stadtteil Huckarde, statt.

Teilnehmer der Bürgerwerkstatt vor dem Caritas Wohn- und Pflegezentrums St. Josef im Stadtteil Do-Derne

Die zweite Bürgerwerkstatt fand am 13. Juli in den Räumen des Caritas Wohn- und Pflegezentrums St. Josef im Stadtteil Do-Derne statt.
Bild: Dortmund-Agentur / Roland Gorecki

Seit Anfang 2016 befasst sich im Auftrag des Rates eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung unter Beteiligung der Wohlfahrtsverbände und der politischen Beiräte (Seniorenbeirat, Integrationsbeirat, Behindertenpolitisches Netzwerk) mit den Herausforderungen des demografischen Wandels.

Im Fokus steht die steigende Lebenserwartung der älter werdenden Bevölkerung. Zirka 160.000 Menschen in Dortmund sind bereits 60 Jahre alt und älter, 34.000 Menschen dieser Altersgruppe sind schon über 80 Jahre alt. Ziel ist es, eine gesamtstädtische Konzeption für seniorenfreundliche Wohnquartiere zu erarbeiten. In diesem Jahr wird die Stadt Dortmund in vier ausgewählten Stadtteilen mit den Bürgerinnen und Bürgern in Bürgerwerkstätten über den demografischen Wandel diskutieren.

Nach Bürgerwerkstätten in Dortmund-Menglinghausen und Dortmund-Derne im Sommer mit jeweils 70 Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen gibt es nun die dritte Auflage: am Freitag, 6. Oktober, 16:30 bis 21:00 Uhr im kath. Gemeindezentrum Heilig-Kreuz, Jungferntalstraße 47 in Dortmund-Jungferntal.

Bezirksbürgermeister Harald Hudy eröffnet die Veranstaltung um 17:00 Uhr. Anschließend bearbeiten Kleingruppen die Themen. Am Ende der Veranstaltung wünscht sich der Fachdienst für Senioren konkrete Vorschläge für gemeinschaftliche Aktivitäten, die im Jungferntal das nachbarschaftliche Miteinander nachhaltig beleben bzw. attraktiver werden lässt.

Demografiewerkstatt Kommunen

Die Bürgerwerkstattgespräche sind ein zentraler Bestandteil des Bundesprojektes "Demografiewerkstatt Kommunen". Der Bund unterstützt Dortmund und sieben weitere Kommunen bei ihren Aktivitäten, den demografischen Wandel zukunftsweisend zu gestalten. Ausgewählt für die Bürgerwerkstätten wurden die Stadtteile Menglinghausen (Hombruch), Derne (Scharnhorst), Jungferntal (Huckarde) und Marten (Lütgendortmund). Dabei stehen Ideen und Vorschläge im Mittelpunkt, um ein gutes nachbarschaftliches Miteinander von Jung und Alt im vertrauten Wohnumfeld zu stärken.

An wen wende ich mich, wenn ich Unterstützung brauche? Gibt es gute Kontakte zu anderen Bewohnerinnen und Bewohnern im Wohnquartier? Wie leben die Generationen zusammen und was können wir dafür tun, dass es ein gutes Miteinander für alle wird? Was ist dabei Aufgabe der Stadt und welchen Beitrag können die Menschen selbst leisten?

Im vergangenen Jahr haben sich zunächst Experten und Wissenschaftler in mehreren Fachtagungen damit befasst, wie die Wohn- und Lebensbedingungen im Alter angepasst werden können, damit die Menschen möglichst selbstständig und selbstbestimmt in vertrauter Umgebung gut leben können. Dazu gehören Themen wie barrierefreie Wohnangebote, wohnortnahe Einkaufsmöglichkeiten, sichere Fuß- und Radwege sowie Mobilität und Pflegeangebote.

Zum Thema

Die Reihe der Bürgerwerkstätten wird im Oktober 2017 in Dortmund-Jungferntal fortgesetzt. Mehr Informationen sind beim Fachdienst für Senioren der Stadt Dortmund erhältlich.