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Bild: Jesús González Rebordinos

"Zwischen Erfolg und Verfolgung"

Fußballmuseum zeigt Ausstellung über jüdische Sportler

Nachricht vom 10.10.2017

Das Deutsche Fußballmuseum und die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache zeigen vom 9. Oktober bis zum 19. November mit der Sonderausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" 17 überlebensgroße Skulpturen herausragender deutsch-jüdischer Sportler.

Als Nationalspieler, Welt- und Europameister oder Olympiasieger zählten sie einst zu den großen Sportidolen ihrer Zeit. Im Nationalsozialismus wurden sie ausgegrenzt, entrechtet, zur Flucht gedrängt oder deportiert und ermordet.

Vorgestellt werden unter anderem die Biografien von Fußballpionier Walther Bensemann sowie der Nationalspieler Julius Hirsch und Gottfried Fuchs. Die meisten der präsentierten Sportler erhielten bis in die jüngste Vergangenheit kein Andenken, das ihrer Bedeutung angemessen wäre. Die Ausstellung möchte somit auch die Erinnerung an die vergessenen Helden wachrufen und ihnen einen würdigen Platz in der kollektiven deutschen Sportgeschichte zurückgeben.

Den Bogen zur Gegenwart schlägt die Skulptur von Schwimmerin Sarah Poewe, die 2004 als erste jüdische Sportlerin nach dem Zweiten Weltkrieg olympisches Edelmetall für Deutschland gewann.

Zum Thema

Die Sonderausstellung "Zwischen Erfolg und Verfolgung" auf dem Vorplatz des Deutschen Fußballmuseums ist frei zugänglich. Am 16. Oktober um 17 Uhr und am 10. November um 15 Uhr finden öffentliche Kuratoren-Führungen statt.