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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

Arbeitsmarkt

Beschäftigung in Dortmund auch 2017 weiter auf Wachstumskurs

Nachricht vom 23.10.2017

Die ersten Beschäftigungszahlen für das Jahr 2017 liegen vor. Die positive Entwicklung der Beschäftigung in Dortmund in den letzten Jahren hält weiter an. Zum Stichtag 31. März verzeichnet Dortmund einen historischen Höchststand mit 230.765 sozialversicherungspflichtig beschäftigten Personen.

Der Vorjahresvergleich ergibt ein deutliches Plus von 3,7 Prozent oder 8.136 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Damit liegt Dortmund über dem Landesniveau und auch dem des Bundes. Die Beschäftigung in NRW steigt im Vergleich um 2,2 Prozent auf 6.668.754 Personen, im Bund um 2,4 Prozent auf 31.931.291 Personen.

Pascal Ledune, stellvertretender Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Dortmund, sieht die lang angelegte Strategie der Stadt bestätigt: "Unsere Wachstumsinitiative Heimvorteil zeigt weiterhin Wirkung und wir werden sie konsequent fortsetzen. Dortmund positioniert sich immer stärker als das Oberzentrum zwischen Ruhrgebiet und Westfalen, insbesondere bei Gesundheit, Digitalisierung, Technologie und Dienstleistungen. Mit dieser Rolle gewinnen wir auch neue zukunftsträchtige Funktionen hinzu, so zum Beispiel bei dem neuen Pflegeschulzentrum in der Nordstadt oder bei der Sparkassenakademie. Wir gehen daher von weiterem Wachstum aus. So sind auch die jetzt noch ausstehenden Beschäftigungseffekte durch neue Investitionen, wie zum Beispiel Amazon noch gar nicht dabei."

"Dortmund bleibt auch 2017 auf Wachstumskurs. Die anhaltend steigende Beschäftigung ist ein starkes Signal auch für den Dortmunder Arbeitsmarkt. Betriebe suchen Personal, der Bedarf an Fachkräften ist groß. Aber auch im Helferbereich gibt es Chancen. Der Wirtschaftsstandort Dortmund entwickelt sich. So gibt es auch 2017 zahlreiche Unternehmensansiedlungen und –erweiterungen, die neue Arbeitsplätze schaffen. Wir werden alles daran setzen, dass auch Arbeitslose an dieser guten Entwicklung teilhaben", so Martina Würker, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Dortmund.

Gesundheitswesen legt zu

Der größte Zugewinn mit zusammengerechnet 1.439 Arbeitsplätzen entfällt in Dortmund auf die Bereiche des Gesundheitswesens, der Heime und des Sozialwesens: Hier sind nun 37.008 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Deutlich zulegen konnten auch die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen mit 1.573 Beschäftigten auf 18.233. Hier werden unter anderem Wach- und Sicherheitsdienste, Gebäudebetreuung, Reisebüros sowie Reiseveranstalter zusammengefasst. Auch der größte Wirtschaftszweig in Dortmund, der Handel, verzeichnet spürbare Zuwächse: 1.283 Beschäftige mehr als vor einem Jahr. Damit arbeiten im Handel insgesamt 31.752 Personen sozialversicherungspflichtig.

Weitere größere Zugewinne verzeichnen die öffentliche Verwaltung (+489 Beschäftigungen), der Bereich Erziehung und Unterricht (+513), der Bereich Information und Kommunikation (+680) sowie die Bereich Immobilien, freiberufliche wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (+761). Leichte Einbußen verzeichnet dagegen das verarbeitende Gewerbe: Im Metall- und Elektrobereich ergibt sich ein Beschäftigungsrückgang um 521 Arbeitsplätze.

Zum Thema

Vollzeit arbeiten in Dortmund rund 72 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Doch fällt der Zuwachs mit 2,1 Prozent auf 165.597 deutlich geringer aus als bei der Teilzeitbeschäftigung mit einem Plus von 8,0 Prozent auf 65.168 Personen. Geringfügig beschäftigt waren in Dortmund zum Stichtag im März 2017 54.062 Personen – die Zahl ist damit nahezu unverändert auf Vorjahresniveau.