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Bild: Jesús González Rebordinos

Umwelt

Neues Dortmunder Solarkataster zeigt, ob Dächer für Solarenergie brauchbar sind

Nachricht vom 07.11.2017

Dortmunder Hausbesitzer können jetzt noch detaillierter nachprüfen, ob sich die Dachfläche einer Immobilie für Solarenergie eignet. Der Regionalverband Ruhr (RVR) hat mit der tetraeder GmbH ein Solarkataster für die Region aufgestellt, das nun auch auf den städtischen Webseiten eingebunden ist.

Solardach Westfalenhalle

Umfangreicher zeigt sich das neu auf den Webseiten eingebundene Solarkataster der Stadt Dortmund
Bild: Westfalenhallen Dortmund GmbH

Es verrät mit wenigen Klicks, inwieweit sich die Installation einer Photovoltaik- oder Solarthermieanlage lohnen würde. Zusätzlich hilft ein integrierter Wirtschaftlichkeitsrechner dabei, das Einsparpotenzial einzuschätzen.

Umfangreicher zeigt sich das neu auf den Webseiten eingebundene Solarkataster der Stadt Dortmund. Auf der interaktiven Karte finden interessierte Bürgerinnen und Bürger mit nur wenigen Klicks heraus, ob die Dachfläche ihrer Immobilie für eine Solaranlage geeignet ist, also für die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung (Photovoltaik) oder zur Warmwasserbereitung (Solarthermie). "Das neue Kataster macht es Hauseigentümern nun noch leichter, sich umfassend und individuell mit Solarenergie zu befassen. Damit leistet die Stadt Dortmund einen wichtigen Beitrag zur Förderung der erneuerbaren Energien und gleichzeitig zum Klimaschutz", erklärt Umweltdezernent Ludger Wilde.

Farbskalen geben Auskunft über Solarpotenzial

Um das Solarpotenzial der eigenen Immobilie zu prüfen, müssen Nutzer die betreffende Adresse in ein Suchfeld eingeben oder sie händisch auf der Karte suchen. Ein Klick auf die Immobilie öffnet weitere Optionen, die durch farbliche Markierungen die allgemeine Strahlenintensität und das Solarpotenzial anzeigen. Eine vierstufige Farbskala gibt dann Auskunft darüber, ob eine Photovoltaikanlage lohnenswert wäre. Grün markierte Dächer sind potenziell gut geeignet und gelb eingefärbte Dächer geeignet, während orangefarbene Dächer nur bedingt infrage kommen. Leuchtet ein Dach hingegen rot, ist es nicht für die Installation brauchbar. Eine Dachbegrünung schließt PV-Anlagen übrigens nicht aus, sondern kann ihren Wirkungsgrad sogar steigern. Zusätzlich erfahren Interessierte über eine dreistufige Farbskala, ob sich eine Solarthermieanlage auf der Dachfläche lohnen würde: Gut geeignete Dächer sind dafür grün hinterlegt, geeignete Dächer gelb und nicht geeignete Dächer rot.

Wirtschaftlichkeit mit wenigen Angaben berechnen

Sofern ein Dach generell für Sonnenenergie infrage kommt, gelangen Interessierte über den Punkt "Anlage konfigurieren" zu einem Wirtschaftlichkeitsrechner mit weiteren Einstellungsmöglichkeiten. Indem die Nutzer Fragen zu Haushalt sowie dem individuellen Energiebedarf beantworten, zeigt der Rechner, wie hoch der Solarenergieertrag und damit gleichzeitig das Einsparpotenzial mit einer entsprechenden Anlage wären. Auf Basis weiterer einzugebender Daten – etwa zu Eigenkapital oder zur Nutzung eines Stromspeichers – finden Interessierte auch heraus, wie lange es bräuchte, bis sich die Baukosten amortisieren würden. Die so kalkulierten Daten können per PDF exportiert und ausgedruckt werden, um sie einem Fachberater vorzulegen. Für ein Erstgespräch steht gerne der städtische Energieberater Joachim Müller bereit, der im Dienstleistungszentrum für Energieeffizienz und Klimaschutz (dlze) unabhängig Auskunft gibt. Er kann die Ergebnisse der Potenzialanalyse prüfen und über Fördermöglichkeiten informieren.

Laserscan liefert Daten für das Solarkataster

Die Grundlage des vorliegenden Solarkatasters bildet das sogenannte Airborne Laserscan-Verfahren (ALS). Die aus der Luft erhobenen Daten fließen in das digitale Modell der Region und ergeben ein detailreiches Solarkataster. In die Berechnung des energetischen Potenzials der Dachflächen fließen die Dachflächengröße sowie -ausrichtung, seine Neigung, mögliche Verschattung und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung. Die Daten für das aktuelle Solardachkataster stellen der RVR, das Geonetzwerk metropoleRuhr und das Land NRW zur Verfügung. Die tetraeder.solar GmbH ist ein weiterer Projektpartner. Als Kooperationspartner des Regionalverbands hat die Stadt Dortmund nun das interaktive Instrument auch auf den städtischen Webseiten eingebunden, damit es ohne Umwege allen Bürgerinnen und Bürgern zugänglich ist.

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