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Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Jesús González Rebordinos

"Innovative Citizen"-Festival

Aus Abfall mach Designer-Lampe - Festival im Dortmunder U zeigt Chancen moderner Technik

Nachricht vom 08.11.2017

Einen Roboter bauen, Getränke fermentieren oder Designer-Lampen aus Abfall basteln: Das "Innovative Citizen"-Festival vom 30. November bis 3. Dezember 2017 am und im Dortmunder U überschreitet die Grenze zwischen Konsument und Produzent. In Workshops und Voträgen dreht sich alles um die Möglichkeiten moderner Technik.

Jasmin Vogel (Dortmunder U mit Benedikt van Kampen, Patrick Jaruschowitz und Jürgen Bertling (Fraunhofer UMSICHT)

Die Macher des Festivals: Jasmin Vogel (Dortmunder U) mit Benedikt van Kampen, Patrick Jaruschowitz und Jürgen Bertling (Fraunhofer UMSICHT) (von links).
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmunder U

Das Dortmunder U und das Fraunhofer-Institut UMSICHT haben das "Innovative Citizen"-Festival für eine demokratischere Technik bereits zum vierten Mal organisiert.

In Vorträgen, Gesprächen und Workshops geht es vier Tage lang um die Chancen moderner Technik - darum, sie geschickt, aber kritisch einzusetzen und damit ein Stück autonomer zu werden. Das Ziel: Die Grenzen zwischen Konsument und Produzent, Laie und Experte überwinden - denn als "Innovative Citizen" nimmt der informierte, technikaffine und kritische Bürger die Dinge selbst in die Hand.

Eröffnet wird das Festival am Donnerstag, 30. November, um 19:30 Uhr im Kino im U mit einem Vortrag von Timo Bäcker und Christopher Zeppenfeld zum Thema "Insekten als Proteinquelle". Im Anschluss gibt es eine Zaubershow des "Team Paranormal" (Pilloso/Grobilyn).

"Maker-Brunch" und Party-Abend

Neben Workshops und Vorträgen stehen auch Gesprächsrunden, Musik und Theater auf dem Programm. Der "Maker-Brunch" am Samstag und Sonntag, 2. und 3. Dezember, in der Werkhalle Union Gewerbehof bietet Interessierten die Möglichkeit, zu diskutieren und Ideen auszutauschen. Party steht am 2. Dezember auf dem Programm: In der Werkhalle Union Gewerbehof steigt "Die lange Innovative Citizen Nacht" mit Londoner Perfomance-Theater und Live-Musik.

Obst und Gemüse in Gläsern

In einem der Workshops können die Teilnehmer lernen, Lebensmittel durch Fermentierung haltbar zu machen.
Bild (Bildlizenz/Fotograf/Grafiker): Dortmunder U

Die Workshops und Vorträge haben vier Schwerpunkte:

Food & Farming: Hierbei geht es um die Zukunft des Essens und der Lebensmittelproduktion. In Workshops werden Lebensmittel fermentiert, also mit Hilfe von Mikroorganismen nährstoffreich haltbar gemacht, und Pilze gezüchtet. Vorträge geben Einblicke in die proteinreiche Ernährung durch Insekten und Maden.

Circular City: Hierbei geht es um eine Gegenbewegung zur Wegwerfkultur. In Upcycling-Workshops erfahren die Teilnehmer, wie sie ausgediente oder ungeliebte Produkte wieder nutzbar machen - und sich selbst dadurch unabhängiger.

Digitale Fertigung: Die Teilnehmer lernen, wie 3D-Drucker die Fertigung in der Stadt beleben können, oder wie Roboter für den Gartenbau eingesetzt werden können. Außerdem wird das Projekt "e:Lab–Bürgerlabor für Energieinnovationen" vorgestellt.

Innovative Textilien: Die Teilnehmer erfahren alles über einen verantwortungsvollen Umgang mit Textilien und Rohstoffen, lernen Technologien wie Lasercutter und leitende Garne kennen, und experimentieren mit Pflanzenfärbung.

Das Festival findet erstmalig unter der internationalen Beteiligung in Anbindung an das von der Europäischen Union geförderte Projekt smARTplaces statt. Erstmals gibt es auch einen internationalen Ableger: Vom 13. bis 22. November 2017 läuft das "Innovative Citizen"-Festival in der spanischen Stadt Saragossa.

Zum Thema

Die Workshops des Festivals kosten zwischen 5 und 40 Euro, einige Angebote sind kostenlos.
Für die Workshops und einige der Vorträge ist eine Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen und Anmeldungen unter folgendem Link: