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Bild: Jesús González Rebordinos

Innovation City roll out

Schritt für Schritt zum klimafreundlichen Quartier Westerfilde/Bodelschwingh

Nachricht vom 15.11.2017

Der erste Projekttisch im "InnovationCity roll out" für das Dortmunder Quartier Westerfilde/Bodelschwingh hat gezeigt, dass das Viertel bereit ist für eine klimagerechte Zukunft. Westerfilde/Bodelschwingh ist eines von 20 Quartieren im Ruhrgebiet, die an dem Strukturwandel-Projekt beteiligt sind.

Der Name "InnovationCity roll out" steht für eines der größten Projekte des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Ziel ist es, in den Stadtteilen den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Standortattraktivität und Lebensqualität zu steigern.

Mit dem Projekttisch ist der "InnovationCity roll out" in Westerfilde/Bodelschwingh in die erste Konzeptphase gestartet. Gemeinsam mit der Innovation City Management GmbH hat die Stadt Dortmund den runden Tisch organisiert, um Interessierte über das Projekt zu informieren. Der Einladung zum ersten Treffen sind einige Verteter aus dem Quartier gefolgt. In Schloss Westhusen haben sie Ideen und Erfahrungen ausgetauscht und über mögliche, sinnvolle Schritte auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel diskutiert.

Projekte "InnovationCity roll out" und "Soziale Stadt" bringen das Viertel voran

"Das heutige Treffen hat nicht nur gezeigt, dass beim Klimaschutz alle zusammenhalten müssen, sondern auch, dass die Dortmunder das bereits können", fasst Dr. Rainer Mackenbach, Leiter des Umweltamtes, zusammen. Denn viele Akteure arbeiten bereits engagiert am Wandel. Das zeigt sich im Quartier auch bei dem städtebaulichen Projekt "Soziale Stadt". "Im Zuge dieses Stadterneuerungsprogramms haben wir schon viel Aktivierungsarbeit geleistet und bereits einige Prozesse im Viertel angestoßen", sagt Susanne Linnebach, Leiterin der Stadterneuerung im Amt für Wohnen und Stadterneuerung. "Nun können wir von den postiven Effekten aus beiden Projekten profitieren, nicht zuletzt dank unserer engen Zusammenarbeit mit allen Beteiligten".

Klimaschutz als Produkt privater und öffentlicher Mitwirkender

In der ersten Projekt-Phase werden zunächst die individuelle Struktur des Quartiers erfasst, der Gebäudebestand analysiert sowie die Wärmeenergie- und Stromversorgung geprüft. Aus den so erhobenen Daten werden anschließend Projekte und Maßnahmen abgeleitet. Neben möglichen Modernisierungen sollen diese auch das Thema nachhaltige Energieversorgung und Mobilität umfassen.

Zusätzlich nimmt die öffentliche Kommunikation eine wichtige Rolle ein. Sie soll alle Beteiligten mit ihren Bedürfnissen und Sichtweisen auffangen und sie in ihrem Engagement bestärken. Durch diese aktive Einbindung werden die entwickelten Maßnahmen – und damit auch der Klimaschutz – zu einem gemeinsamen Produkt von privaten wie öffentlichen Mitwirkenden.

Vorbild "InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop"

Beim "InnovationCity roll out" sollen die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem 2010 gestarteten Projekt "InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop" auf das gesamte Ruhrgebiet ausgerollt werden. Ziel ist es, den vorbildhaften, initial für Bottrop entwickelten Prozess auf weitere Städte im Ruhrgebiet zu übertragen. In insgesamt 20 ausgewählten Quartieren der Metropole Ruhr werden ganzheitliche Quartiersentwicklungen initiiert. Das Gesamtprojekt soll durch Analyse, Konzeptentwicklung und eine mögliche darauf folgende Umsetzung eine deutliche CO2-Reduktion erzielen und die "Energiewende von unten" weiter vorantreiben. Gefördert wird das Vorhaben im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).