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Bild: Jesús González Rebordinos

Dortmunder Umweltpreis 2017

Die Natur verstehen und schützen - Auszeichnungen für Umweltschutz-Projekte

Nachricht vom 16.11.2017

Der Schutz der Natur und ihren tierischen Bewohnern, das Anlegen von Gemüse- und Kräuterbeeten und das Herstellen von Naturkosmektik: Projekte wie diese werden mit dem Dortmunder Umweltpreis 2017 ausgezeichnet. Die Gewinner stehen fest.

Bürgermeisterin Jörder zeichnete die Gewinner im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus aus

Bürgermeisterin Jörder zeichnete die Gewinner im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus aus
Bild: Stadt Dortmund

Seit 1983 wird der Dortmunder Umweltpreis vergeben. Über die Gewinner in diesem Jahr hat die Jury unter Vorsitz von Bürgermeisterin Birgit Jörder am 15. November entschieden. Im Rahmen der Preisvergabe wird der Bürgerumweltpreis, dotiert mit 3.000 Euro sowie der Kinder- und Jugendumweltpreis, dotiert mit 6.000 Euro verliehen.

Bürgerumweltpreis geht an Rolf Sobottka und Hermann Hirsch

Insgesamt lagen der Jury 21 Bewerbungen vor: 19 um den Kinder- und Jugendumweltpreis und zwei um den Bürgerumweltpreis. Träger des Bürgerumweltpreises sind Rolf Sobottka und Hermann Hirsch.

Rolf Sobottka setzt sich seit Jahren für die Ansiedlung von Bienenvölkern und deren Schutz in Wambel und Körne ein. Zusammen mit dem Imker Sascha Greulich und Kindern aus dem Jacobus-Kindergarten pflegt er bereits angesiedelte Bienen.

Der Naturfotograf Hermann Hirsch klärt im Rahmen einer Informationskampagne zu Natur- und Umweltschutz über die heimische Tierwelt auf. In den Ruhr Nachrichten erklärt er, wie einfach Naturschutz im eigenen Umfeld realisiert werden kann.

Viele Projekte zum Umweltschutz in Kitas und Grundschulen

Den Kinder- und Jugendumweltpreis unter dem Motto "Hier tobt das Leben! Pflanzen und Tiere erobern die Stadt" erhalten mit je unterschiedlichen Preisgeldern:

Die OGS-Gruppe der Marienborn-Grundschule: In den Ferien haben die Kinder Insekten fotografiert und anhand der entstandenden Bilder ihre Mitschüler über diese aufgeklärt. Außerdem hat die Gruppe Kräuter gesammelt und den Unterschied zwischen Heil- und Gewürzkräutern kennen gelernt. Mit einigen Kräutern haben die Kinder dann selbst Naturkosmetik wie Cremes hergestellt. Auch der Bau von Kräuter- und Gemüsebeeten stand auf dem Programm.

Die Grüne Gruppe der FABIDO-Kindertageseinrichtung Humboldtstraße: Auch diese Kinder haben Pflanzen und Tiere auf der Spurensuche mit der Kamera besser kennen gelernt. Dazu haben sie ein Insektenhotel, Vogelfutteranhänger und ein Hochbeet gebaut. Auch eine Form der Wiederverwertung wurde ausprobiert: Aus Gummistiefeln und Konserven haben die Kinder hängende Pflanztöpfe gefertigt.

Die Georgschule Dortmund e.V.: Ein Thema der diesjährigen Projekttage der Georgschule war die Neugestaltung des Schulgeländes und des Schulgartens: Der Schulhof soll grüner werden. Die Wünsche der Schüler wurden in einem Plan und einem Modell zusammengebracht.

Die Klassen 4a und 4b der Kreuz-Grundschule: Beide Klassen haben sich intensiv mit Fledermäusen und ihrem Lebensraum auseinandergesetzt und die recherchierten Informationen zu einer Ausstellung zusammengestellt. Im Botanischen Garten Rombergpark und in der Heinrichshöhle konnten die Kinder einige Fledermäuse in freier Natur beobachten.

Die Klasse 4c der Kreuz-Grundschule: Durch die Teilnahme am Umweltwettbewerb hat die Klasse vieles über Tiere in der Stadt erfahren, und haben gelernt, das Gelernte weiterzugeben.

Die Klasse 3a der Kreuz-Grundschule: Die Kinder haben sich mit dem Leben im Boden und dem Kreislauf in der Natur beschäftigt. Nach einem Besuch im AGARD-Naturschutzhaus im Westfalenpark, konnten sie vieles schon mit bloßem Auge oder mit der Becherlupe beobachten. Zu den Tieren haben die Kinder Steckbriefe angefertigt.

Die Klasse 2a der Kreuz-Grundschule: Die Kinder haben die Veränderungen in der Natur im Jahresverlauf beobachtet und Plakaten ihre Aktivitäten dokumentiert. Im Winter wurden Nistkästen gesäubert, und es gab viele verschiedene Samen zu entdecken.

Die Jugendgruppe im Tierschutzverein "BärenBande": "Insekten und Vögel erobern wieder die Stadt" heißt der Beitrag der "BärenBande" des Tierschutzvereins. Bei einer Imkerin haben sich die 8-17-Jährigen über Gründe für das aktuelle Bienensterben und dessen Folgen informiert, und gelernt, was der Mensch dagegen tun kann. Um Insekten einen Unterschlupf zu bieten, haben die Mitglieder Insektenhotels und Vogelfutterhäuser gebaut.

Die Westholz-Grundschule: Seit 2007 hat die Schule ein Umweltschutz-Konzept und achtet auf eine achtsame Ressourcennnutzung. Die Grundschulkinder werden sensibilisiert für die Zusammenhänge zwischen eigenem Handeln und den Folgen dieses Handelns für die Natur. Die Schule hat eine Patenschaft für Streuobstwiese am Dahlwiesenbach übernommen. Die Erfahrungen mit der Pflege dieses Naturraums sind in das Theaterstück "Ärger auf der Streuobstwiese" eingeflossen.

FABIDO-Kindertageseinrichtung Bornstraße: Die Kinder haben sich intensiv mit verschiedenen Tieren auseinander gesetzt und ihr Wissen durch Spiele und Lieder vertieft. Als Bienenretter stellten sie Saatbomben her und verteilten sie im Umfeld.

Der Bewegungskindergarten Wirbelwind: Die verschiedenen Kindergartengruppen haben sich mit unterschiedlichen heimischen Tieren beschäftigt und ihr Wissen in Spielen vertieft. Außerdem säten sie Samen aus, um Tier und Natur zu helfen.

Die St. Petri Kindertagesstätte: Kinder und Erzieher/innen haben den Boden auf dem Außengelände der Kita gelockert und aufbereitet, Kräuter und Sträucher gepflanzt, um Tieren einen geeigneten Lebensraum zu bieten. Im Mai gab es ein Saatfest.

Der Katholische Kindergarten St. Marien: Die Vorschulkinder haben als Naturdetektive das Außengelände des Kindergartens zu allen Jahreszeiten erkundet und Blütenpflanzen ausgesät. Mit Becherlupen haben sie die gefundenen Kleinlebewesen erforscht und in Zeichnungen festgehalten.

Die FABIDO-Kindertageseinrichtung Am Rüggen: Die Kinder haben zusammen mit ihren Erzieherinnen das Gelände der ehemaligen Zeche Kaiser Friedrich – Schacht Holthausen intensiv untersucht und beobachtet und ein Insektenhotel gebaut.

Die FABIDO Kindertageseinrichtung Bülowstraße: Die Kinder haben sich intenstiv mit Schmetterlingen beschäftigt. In einem Terrarium konnten sie die einzelnen Entwicklungsschritte des Insekts beobachten.

Die OGS-Gruppe der Uhland-Grundschule: Die Schüler der AG "Rund ums Tier" an der Uhland-Grundschule haben sich intensiv mit den Lebensbedingungen von Vögeln in der Stadt beschäftigt und ihr Wissen auf Plakaten festgehalten.

Die AWO-Kindertageseinrichtung Lumiland: Durch mehrere kleine Projekte zum Natur- und Umweltschutz erhalten die Kinder Einblicke in die Zusammenhänge natürlicher Lebensgemeinschaften und ihrer Bedeutung für den Menschen.

Die AWO-Kindertageseinrichtung Hombruch: Die Kinder haben alles über den Lebensraum von Vögeln gelernt und Nistkästen gebaut.

Die Projektgruppe Schulhof der Robert-Koch-Realschule: Im Rahmen der diesjährigen Projekttage war die Neugestaltung des Schulgeländes und des Schulgartens ein Thema - es soll grüner werden.

Zum Thema

Auch 2018 soll der Dortmunder Umweltpreis wieder für besonderes Engagement vergeben werden.
Das Motto für den Kinder- und Jugendumweltpreis lautet: "Die Erde hat kein dickes Fell. Wir schützen den Boden".