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Bild: Jesús González Rebordinos

Auszeichnung

Projekt "nordwärts" gewinnt European Public Sector Award für innovative Verwaltung

Nachricht vom 22.11.2017

Die Stadt Dortmund hat mit dem Projekt "nordwärts" den European Public Sector Award gewonnen. Der EPSA zeichnet innovative Lösungen in der öffentlichen Verwaltung aus. Oberbürgermeister Ullrich Sierau und das "nordwärts"-Team nahmen den Preis am Mittwoch, 22. November, in Maastricht entgegen.

Die Gewinner des EPSA Awards 2017

Die Gewinner des EPSA freuten sich über die Auszeichnung. Oberbürgermeister Ullrich Sierau (oben rechts) nahm gemeinsam mit Harriet Ellwein (unten 2.v.r.) und Michaela Bonan (unten rechts) von der Koordinierungsstelle "nordwärts" sowie dem Vorstandsvorsitzenden des "nordwärts"-Kuratoriums Ubbo de Boer (oben mittig) den international begehrten Preis entgegen.
Bild: EIPA

Mit dem EPSA werden alle zwei Jahre innovative Lösungen zur Modernisierung der öffentlichen Verwaltung ausgezeichnet. Als das einzige nomierte Projekt aus Deutschland hat "nordwärts" den European Public Sector Award (EPSA) in der Kategorie "Projekte auf kommunaler Ebene" gewonnen.

Die Stadt Dortmund hat sich in dieser Kategorie gegen 69 internationale Bewerber durchgesetzt. Das zeigt: "Nordwärts" ist ein Vorreiterprojekt in Europa.

Generationenprojekt für den Dortmunder Norden

"nordwärts" ist ein städtisches Generationenprojekt für den nördlichen Teil von Dortmund. 2015 begonnen, auf zehn Jahre angelegt, umfasst es knapp 46 Prozent der Dortmunder Stadtfläche und gut 42 Prozent der rund 601.000 Einwohner.

Sieben von 12 Dortmunder Stadtbezirken gehören zur Gebietskulisse "nordwärts": Eving, Huckarde, Innenstadt-Nord, Mengede, Scharnhorst und Teile von Innenstadt-West und Lütgendortmund.

Ziel ist, den Strukturwandel in den nördlichen Stadtbezirken gezielt voranzutreiben und die Lebensbedingungen in allen Dortmunder Stadtteilen zu verbessern. "nordwärts" macht den Dortmunder Norden unter der Partizipation der Bürgerinnen und Bürger zu einem Innovationslabor für neue Konzepte und kreative Ideen und setzt ungeahnte Schätze in ein neues Licht. Es werden "Leuchtfeuer" entfacht, die eine Basis für die Einwerbung öffentlicher und privater Fördermittel sind. Dazu werden die Kräfte der Stadtgesellschaft gebündelt und gleichzeitig die Stadtteilidentifikation gestärkt.

In der Laudatio bei der Preisverleihung wurden insbesondere der Ansatz zur Teilhabe und dessen Umsetzung im Projekt hervorgehoben. Für die lokale Entwicklung würden so die Kompetenzen von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft zusammengeführt. Die durch "nordwärts" kreierten Formen der Teilhabe würden das bürgerschaftliche Engagement in der Zukunft festigen. Gelobt wurde ferner der Fokus von "nordwärts" auf eine nachhaltige Entwicklung.

Dass unsere Anstrengungen international Beachtung finden, motiviert uns noch mehr.

Oberbürgermeister Ullrich Sierau

"Dortmund hat in den letzten Jahren erfolgreich den Strukturwandel bewältigt", so Oberbürgermeister Ullrich Sierau in seiner Dankesansprache in Maastricht. "Bisher konnten im Norden der Stadt noch nicht alle Entwicklungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden. Unsere Anstrengungen, über "nordwärts" Leuchtfeuer zu entzünden und den Dortmunder Norden aufzuwerten, verlangt von allen gesellschaftlichen Kräften viel Einsatz und auch Umdenken. Umso mehr freuen wir uns, dass dies nicht nur über Dortmund hinaus, sondern auch international Beachtung findet. Dies motiviert uns noch mehr."

Eine hochkarätige Jury hatte Ende September das Projekt "nordwärts" als einen von vier Finalisten für den EPSA-Preis 2017 in der Kategorie "Projekte auf kommunaler Ebene" nominiert. Aus Deutschland war kein weiteres Projekt nominiert. Im Vorfeld hatte das EPSA-Team alle nominierten Projekte vor Ort besucht, um sich einen Eindruck zu verschaffen.

Zum Thema

Der EPSA-Wettbewerb wird seit 2007 vom European Institute of Public Administration (EIPA) ausgerichtet. Die Teilnahme steht allen Institutionen der öffentlichen Verwaltung in Europa sowie allen Unternehmen des öffentlichen Sektors und öffentlich-privaten Partnerschaften offen.